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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 24 (sequence 10)
Language
German
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24 K. C.-BlatLer Nachr.-Hest 6. Der Fechtgedanke. 7. Der Couleurgedanke. 8. Der Freundschaftsgedanke. 9. Leibbursch und Leibfux. 10. Geselligkeit im K. C. (Kneipe, Trinkzwang, Festlichkeiten). 11. Erfordernisse der Rezeption. 12. Erfordernisse der Inaktivierung. 13. Wieviel Zeit opfern wir der Verbindung? 14. Die Stärke des Verbandes (Freizügigkeit, Auswahl der Universitäten!). 15. Warum nicht Paritätsprinzip? 16. Organisation des Verbandes (Verbindung, A. 55. V., Landesverband, Convent, Chargen, G.A., K. C.-Büro, K. C.-Blätter, K. C.- Tag usw.) 17. Verhältnis zu anderen Organisationen. 18. Der K. C. in der Lochschulpolitik. 19. Ehrenordnung des Verbandes. Vorschläge zur Ergänzung dieser Liste, sowie vor allem Meldungen zur Mitarbeit erwartet die K. C.-Redaktion. K. C.-Tag zu Frankfurt am Main. „Der Städte Blume und des Reiches Stolz" hat Ulrich von Lutten die Metropole am Main genannt. Ein charmantes Kompliment, und eine erfreuende Wahrheit zugleich. Ich habe oft an Luttens schönes Paradigma denken müssen, sobald mich der ÄZeg in diese Stadt führte, die nun im diesjährigen Januar den K.C.-Tag in ihren Mauern sah. Vielleicht darf ich eine weitere Reminiszenz an Lutten preisgeben, die gerade bei dem Gedanken an den K. C.- Tag mir ins Gedächtnis kam. Sein stolzer Wahlspruch ist es, den auch wir als Motto über unsere Tagung und die von ihr gelenkte Zukunftsarbeit schreiben könnten: „Ich hab's gewagt"! Ein Wagnis war es sicher, ein wagemutiger Schritt zu neuen Gestaltungen, was wir in Frankfurt unternahmen. Und mehr denn je wird demzufolge unsere K. C.- Arbeit vom Geist des entschlossenen Wagens und frischen Zupackens beseelt sein. Sie war es immer, aber das veränderte Situationsbild zwang zu erneuerten Methoden eines vielleicht noch mehr gesteigerten Kampfeswillens. Der mmiqe Kämpfersinn, die ernste Entschlossenheit, den verschärften Gefahren mit immer härterem Trutzmut zu begegnen, bildete die seelische Grundstimmung eines Kongresses, der im übrigen von dem Gefühl einer starken Kameradschaftlichkeit getragen war. Das Bewußtsein des Sichfindens des Zueinanderstehens, der Verständigungsbereitschaft über manche Gegensätzlichkeit hinaus war vielleicht die schönste Frucht, die unsere diesjährige Zusammenkunft trug. Es war mehr als ein Zusammentreffen, es war ein wirkliches Zusammens e i n. Wenn auch fernerhin das, was mit frischem Sinn beschlossen wurde, gesegnet bleibt von den guten Geistern der Eintracht und der Larmonie, dann werden wir, blicken wir später zurück auf die realen Ergebnisse des Frankfurter K C.-Tages, wohl auch die zweite Zeile unseres ritterlichen Sängers zitieren dürfen und sprechen können: „Ich hab's gewagt mit Sinnen, sind trag des noch kein Reu!" Aeber die Einzelheiten der sachlichen Arbeit zu referieren, ist jedoch hier meine Aufgabe nicht. Der gesellschaftliche Teil — von ihm darf ich hier reden — zeigte ein Gepräge, das, im Rahmen der allgemeinen Zeitsituation, der Bedeutung unserer Tagung angemessen war. And bedeutend war unsre Tagung wirklich! Wäre sie nicht so sehr gewichtig gewesen, hätte sonst die Funkreportage der ganzen Welt von ihr Notiz genommen? Sicher nicht! So aber scholl vielsprachig aus dem Aether die Meldung, daß am 10. und 11. Januar 1931 der K. C. zu Frankfurt am Main seine 27. ordentliche Tagung abgehalten habe. Allen Zweiflern sei nachdrücklichst versichert, daß mit mir hundert andere diese stolz machende Erwähnung in allen Zungen der Kulturwelt vernommen haben. Die Böswilligen werden mich trotzdem Lügner heißen, und nur die ganz Schlauen werden gemerkt haben, daß diese universale Funksendung nicht im Reich der Wirklichkeiten, sondern auf den Brettern eines Kabaretts geschah. Eines Kabaretts freilich, einer Amateurleistung* der Frankfurter K. C.-Gesellschast, die höchste Bewunderung verdient. — Sie bildete den Löhepunkt der gesellschaftlichen Veranstaltungen am Tage des K. C.- Kongreffes, im Rahmen des Balles in der Mozartloge. Es war alles da, was zu einer richtigen Revue gehört; Musik, Tanz, Rezitation, Sketch, ein leitender Gedanke, — ein sogenannter roter Faden,

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