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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 23 (sequence 9)
Language
German
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Nachr.-tzeft K. C.-Blätter 23 zwar das Geld der Juden und Ausländer zum Bau der Universität gern entgeqennimmt, nachher aber die Spender als Feinde bezeichnet und behandelt! Es ist nichts als Phrasendrusch und bornierte Eigenbrödelei, wenn es am Schluffe des Artikels heißt: „Lieber wollen wir alte, verrußte, baufällige Universitäten, aber deutsche Lehrer und deutsche Studenten. Behaltet euer Geld, ihr Amerikaner und Israeliten, und wir behalten unsere Gesinnung." Fehlanzeige. meine Lerren! Man hat in Leidelberg die nationalistische Gesinnung zwar behalten, das Geld der Amerikaner und Israeliten aber mit dazu! Auf solche Gesinnung kann man stolz sein. Sie ist in der Tat Gold wert. Leider bleibt es uns nicht erspart, das Verhalten der zionistischen Verbindung Heidelbergs, der „Ivria", kritisieren zu müssen. Wir hätten wirklich gern die Stimmen des innerjüdischen Laders schweigen laffen, in einem Zeitpunkt, da der äußere Feind uns alle unterschiedslos bedroht. Es scheint aber auf zionistischer Seite noch immer nicht gedämmert zu haben, daß die nationalsozialistische Gewitterwolke, wie sie sich in Leidelberg entlud, auch über den zionistischen Juden hängt. Die Geste souveräner Ignorierung, die von Zionisten zuweilen demgegenüber markiert wird, paßt daher nicht so ganz. Sie ist bestenfalls töricht; verderblich aber geradezu ist eine Denkart, wie sie in Leidelberg sich erwies, als die „Ivria" in einem mehr oder weniger liebenswürdigen Briefwechsel unsere Kartell- Verbindung zur Ordnung rief, weil diese sich erlaubt hatte, jüdische Allgemeininteressen vor aller Studentenschaft zu vertreten. Ein kleinlicher Streit um Worte wurde vom Zaun gebrochen, um nur ja zu beweisen, daß außer unseren Karteübrüdern auch noch andere jüdische Studenten existieren. Das weiß ja schließlich jeder, oder fürchten die Lerren von der „Ivria" das Gegenteil, weil man sie etwa nicht immer da bemerken könnte, wo die abwehrbereite Iudenheit zu finden ist? Die „Rüge", die man unserer Kartellverbindung zugedacht hat, trifft ins Leere. Lösten wir nur, daß die augenblickliche Einstellung der Leidelberger Zionisten nicht eines Tages durch sehr viel schlimmere Amstände gerügt wird. Freiwillige vor! Es gilt, eine neue Aktion vorzubereiten, um unserer Keilarbeit einen neuen Auftrieb zu geben. Einer Anregung des Keilwartes des Provinzialverbandes Brandenburgischer K. C. er, Kbr. Lans E. Bloch (Bav.), folgend, soll eine Werbebroschüre herausgegeben werden, die alles das enthält, was der Keilfux von unserem Verbände wissen soll. Die Schrift soll diesem Zweck gemäß allen Keilfüxen in die Land gegeben werden. Dieser Gedanke, der eine ersprießliche Keilarbeit zu bewirken verspricht, bedarf zu seiner Realisierung der tatkräftigen Unterstützung der Kartellbrüder. Es handelt sich darum, für die nachstehend genannten Themen Mitarbeiter zu finden. Die K. C.-Redaktion bittet, geleitet von dem Bestreben, in den Reihen der K. C. er unentdeckte Kräfte nutzbar zu machen, daß sich diejenigen Kartellbrüder melden mögen, die bereit sind, eines der nachfolgenden Themen zu bearbeiten. Auch Vorschläge für Ausgestaltung der Broschüre werden erbeten. Ich bitte, mir bis zum 10.4.1931 mitzuteilen, wer zur Aebernahme eines Aussatzes bereit ist. Die Einsendung des Manuskriptes selber wäre etwa im Juli 1931 erforderlich, damit zu Beginn der Winterarbeit unsere Broschüre versandt werden kann. Die Kartellbrüder, die hoffentlich in recht großer Zahl diesem Appell folgen werden, haben also genügend Zeit zur Vorbereitung und Durcharbeitung. Bei der Bearbeitung wäre davon auszugehen, daß einem Keilfuxen, der von unserem Verband noch sehr wenig weiß, ein einführender Aeberblick über das betreffende Einzelgebiet, das jeweilig zur Bearbeitung steht, gegeben werden soll. Jede weitere Auskunft über die Ausgestaltung im einzelnen wird die K. C.-Redaktion gern jedem erteilen, der sich melden wird. Folgende Themen schlage ich zur Bearbeitung vor: 1. Der Tendenzparagraph des K. C. (Aeberblick über unsere Einstellung zu Deutschtum und Judentum). 2. Wissenschaftspstege im Verbände (Tendenzfuxen- und Burschenstunden, Vortragsabende usw.). 3. Politische Durchbildung des K. C.ers. 4. Commenifragen (Commentfuxmajor; Erziehungs- und Disziplingedanke). 5. Der Sportgedanke und seinePstege im K.C.

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