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KC-Blätter · 1918-04-01 · Heft 21 (April 1918) · p. Seite 1048

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 21 (April 1918)
Date
1918-04-01
Page
Seite 1048 (sequence 30)
Language
German
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eingefallen,» Hon-eM Mirlchühen unsnur-gegen MgereHLsOMBMOff^MwHrttuK das .^nMrv.odex iveniger. Lewüßte Dintreten eänes«' jüdischen Blattes -für Träger des -Mkdirfferen<iSmiiS-^untz. Taufjüdentums geißeln' sollen.^tuf " ein iweiteres Eingehen könnten ^jr^Ml'^erzichtey^-La «ir sicher sinh, daß unser ° sach liches Zielerreicht M . Das „Hamburger Israelitische Familienblatt.wird sich ganz gewiß in Zukunft ebenso hüten) den MC. mit seinen Angriffen zu bedenken, wie es sich überlegen wird, ob es mit einem jüdischen Standpunkte vereinbar ist, für die paritätischen Korporationen eine Lanze zu brechen. Akademische und Allgemeine Nachrichten. .CS» ' DhrwinKa.: Das Wintersemester 1917/18 schlossen »vir mitUeinem Dämmerschoppen im - -Augustiner. Der Krieg Hat? «mH diesem' Semestei:' sein -Gepräge äusge- Lrückt. 'WünveSbrüder: verließen uns, um dem Rufe zur Fahne zu-folgenandere wiederum 'kehrten - äNS dem Felde izürück/ äeils verwundet, teils nur. zu kurzem Ürlaub. So karn irnmer etwas Abwechselung und ein regeres Leben in-den durch die Kriegsverhältnisse etwas Eintönig .gewordenen Verbindungsbetrieb. Auch in den Ferien-tänHenenldie Verbindungdurch i. a. B. Herzberg alsF-C/x, a. B. «Moses als F. C. x x und a.E. Käiftr uls F. C.' x x x vertreten wurde, kamen wir -zweimal irrder Woche.' offiziell zusammen. Den Höhepunkt» unseres FerienbetriÄes bildete eine Kcilkneipe, bei der wir sehr viele A. H. A. H. und auch MrMtzp.. Hei Mns, begrüßen konnten. Recht befriedigt .W^^öHl^oKe,^.d.ie-.m»' dieser - schönen Veranstaltung teilnahmen. . . . - Der . .Ernst der Zeit verbot uns, wie auchin den .vpra»tgegangenen Semestern/ an die Oeffentlichkeit zu treten. Wir ' hoffen, das kommende Semester unter günstigen Äürspizien beginnen zu können. DieKeilauSstchten sind recht gute.. « Baväria. ° Während der Ferien ist ein Antrag von einemälteren Bbeingelaufen, der einen regeren Nachrichtenaustausch zwischen den Bundesbrüdern, besonders den Leibburschen und -Füchsen bezwecken will. Letztere sollen verpflichtet werden-'ihren Leibburschen ihre jedesmalige Adressenänderung mitzuteilen. .Ohne weiter aus Liesen Vorschlag hier - einzugehen, -sei anschließend an dem zweifellos-richtigen . Grundgedanken des inneren Zusammenschlusses-derBundesbrüder, der in dem Anträge liegt;.-an lalle «das sdringeude Ersuchen gerichtet, nlle Aufenthaltsveränderungen wenigstens der Verbindung mitzuteilen, damit diese in der Lage ist, die dauernd «inlaufenden Anfragen über - den Aufenthalt Pon Bundesbrüdernbeantworten zu können. Wie wichtig dies für die äußere Organisation des Verbandes äst, beweisen die in jedem Heft der K. C.-Blätter erscheinenden „Steckbriefs. Dasselbe gilt für den internen Zusammenhang der Verbindung, der jetzt uns auf schriftlichem Wege aufrecht zu erhalten möglich ist. Die von Auswärtigen« und im Felde stehenden Bb. Bb. an die Verbindung o gerichteten Nachfragen zeigen das Verlangen mach ' Nachrichten uns der Heimat -und insbesondere aus -dem Ort ihrer Aktivitatssemester. Dem Wünsche verschiedener Bundesbrüder nach Auskunft über den gegenwärttgen studentischen Betrieb Heidelbergs soll heute' auf diesem Wege entsprochen werden: Die Zahl der männlichen Studierenden ist nach wie vor gegenüKchcMMWchche der Studentinnen in der Minderheit. Wohl vergrößert sich die Anzahl der Kriegsinvaliden, die - ihr Studium wieder aufnahmen, jedoch ist der Ludwigsplatz, wenn nach den Kollegs.die Koreder Universität sich öffnen, von studierenden Frauen und Mädchen übeMillt. Besonders der Couleurstudimt ist wMg vertreten und nur selten taucht eine ounte-Mütze in der Schär auf. Die Mitgliederzahl der couleurtragenden Korporationen ist — soweit sie nicht überhaupt suspendiert sind — sehr gering. Es tragen daher auch nur wenige Verbindungen Couleur: einige Burschenschaften und Turnerschasten, eine Sängerschaft, einige katholische Verbindungen, die Corps Häven ganz suspendiert. Wir tragen seit dem 5. Mai 1917 wieder Couleur. Der innere BerbindungSbetrieb beschränkte sich auf einige Offizien; er litt unter dem Mangel besonders an älteren Leuten, sodaß beispielsweise der Fuchsenunterricht nur sehr unvollkommen gehandhabt werden konnte. Nach außen traten die Korporationen in Vollwichs zu den jeweiligen Universitäts-Festakten auf; die Auffahrten trägen nicht mehr das Gepräge früherer Zeiten. — Der in dieser Zeit selten tagende Studentenausschuß trat im vorigen Semester nur einmal zusammen, um die Interessen der Heidelberger Studentenschaft gelegentlich der von der Baterlandspartei ausgehenden Hetze zu vertreten. Eine kleine Gruppe überspannter Köpfe, die ihr Unwesen besonders in der Anatomie und den Seminaren der Universität trieb, wollte gegen das „dumpfe Dahinoegetieren" der Studentenschaft einschreiten und forderte eine aktive Stellungnahme zu politischen Dingen. Diese Leute, die sich anmaßten, die Heidelberger Freistudentenschaft zu vertreten — hierbei sei bemerkt, daß es sich fast ausschließlich um Studentinnen handelte —, versuchten, die bereits früher bestehende Spaltung zwischen Korporationen und Freistudentenschaft zu ihren Gunsten auszunutzen und durch ihre zahlenmäßige Ueberlegenheit auf Kosten der jetzt spärlich vertretenen Korporationen Einfluß auf die Gestaltung der Heidelberger studentischen Verhältniffe zu gewinnen. Ohne im Prinzip das Streben der Studentenschaft nach freierer Gestaltung der akademischen Rechte zu Verkennen, lehnte der Ausschuß einmütig die Eingriffe in bestehende Rechte durch eine vollkommene unzuständige Gruppe Studierender ab und brachte diese Ansicht öffentlich zur allgemeinen Kenntnis, indem er mit Zusttmmung des Prorektors teidelberger erklärte, daß ihm allein nach wie vor das echt zustehe, die Studentenschaft - zu vertreten. Die Studentinnen protestierten heftig dagegen — allerdings nunmehr nur noch im Geheimen. Es ist zu wünschen, daß ihnen der von ihnen verlangte überwiegende Einfluß auf akademische Fragen nicht eingeräumt wird. Es fehlt auf der Universität das belebende Element. Wer sich jetzt vorübergehend hier aufhält, wird diesen Eindruck mitnehmen, bitter enttäuscht in seinen Erwartungen von dem alten vertrauten Heidelberg Die alten Studentenbuden in der Jngriergaffe, Bad- und Mönchgaffe und wie sie alle heißen, sind verwaist. Die oft gwrechljchen Buden warten auf ihre Mieter und die treu-sorgenden Wirtinnen betrachten wehmutsvoll die die Wände bedeckenden Cvuleurbilder, aus denen noch „die gute alte Zeit" spricht. Vorübergehend weilten mehrere unserer Alten Herren hier. Heinz Cohn brachte hier einen Tag: seines Urlaubs: zu, ebenso Seppel Wertheimer, Rothschild Wikosch) und i. a. B. Berthold Guthmann, der von

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