KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- Heft 21 (April 1918)
- Date
- 1918-04-01
- Page
- Seite 1029 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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hatte aus alle Teilnehmer mächtigsten Eindruck gemacht. Biel zu schnell fliegen so bei bester Unterhaltung, in der, wenn erst die persönlichen Erlebnifle äüSgetauscht sind, Krieg und Frieden und K. C. die Hauptthemata bilden, die schönen Stunden dahin. Wir trennen uns zu später Stunde und verabreden ein Wiedersehen beim nächsten K.C.-Tag in Douai, der, wenn's die Lage gestattet, am 16. März steigt. Wenn irgend ein Stück seindlichen Eisenkeinen Strich durch die Rechnung macht, sind wir auch alle wieder versammelt. Denn die.KM-Iusammenkünste in Douai, für deren Veranstaltung wir den bodenständigen Kartellbrüdern dort nicht genug Vorliegende Nummer konnte erst rerspätet erscheinen, da der Vorsitzende des G.-A. und der Leiter der statistischen Arbeiten, Kartellbruder JDr. M ain zer, leider erkrankt ist. Auch an dieser Stelle gehen wir — und dies ganz gewiß im Sinne aller K. C.er — dem herzlichen Wunsche Ausdruck, daß Kartedlbruder Mainzer recht bald wieder in alter Frische und voller Gesundheit seine Berufstätigkeit und seine Arbeit für den K. C., wie für die jüdische Gesamtheit aufnehmen kann. _ Die Redaktion. Die jüdischen Studenten in Warschau haben sich, dem „Hajnt" zufolge, da ihnen die Gründung eigener Korporationen und die Aufnahme in polnische verweigert wurde, außerhalb der Universität als besondere Abteilung des „akademischen Heims" züsammengeschlosien. Der Arbeitsausschuß des Akademischen Hilfsbundes tagte kürzlich in der alten Aula der Berliner Universität unter dem Vorsitz des Reichstagsabgeordneten Dr. Hugo Böttger. Im Vordergrund der Beratungen stand die Gründung einer Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker, die der Akademische Hilfsbund gemeinsam mit dem Deutschen Studentendienst verfolgt, und die Gründung eines Erholungsheimes für Akademiker in der ehemaligen Universitätsstadt Helmstedt. Nach Anhörung der Gutachten der deutschen Hochschulen wurde die Gründung der Deutschen Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker einstimmig beschlossen und einem aus Vertretern der Akademikerverbände, der Behörden und Hochschulen bestehenden Ausschuß die Leitung der Stelle bis zur endgültigen Gründung übertragen. In der Hamburger Universitätsangeleaenheit steht demnächst ein wichtiger Schritt bevor. Bekanntlich hat der Senat im Jahre 1913 der Bürgerschaft eine! Vorlage betreffend Ausbildung des Hamburger KolonialinstitutS und des Allgemeinen Borlesungswesen zu einer Universität zugehen lassen. Diese Vorlage wurde von der Bürgerschaft Ende 1913 abaelehnt, über gleichzeitig ein Ausschuß niedergesetzt zur Prüfung der Frage, in welcher Weise der weitere Aushau des Hamburgischen Kolonialinstituts als einer selbständigen, der Forschung, der Lehre und der praktischen Ausbildung gewidmeten Anstalt ermöglicht werden könne. Dieser Ausschuß soll demnächst mit einem positiven Vorschlag hervortreten. Man nimmt allgemein an, daß dieser Vorschlag sich in der Richtung der Gründung einer Auslandshochschule danken könnenbilden für jedender daranteil* nimmt, ein Stückchen Heimat und Frieden. Die. letzten K.E.»Tage waren gut besucht. Von den alten Heidelberger Badenen war außer Kauffmann und Polzin noch Siegfried Rosenthak anwesend, von den Bavaren erschienen: Georg Mathias und Wilhelm Mayer, von den Sprevenr Leopold Moses- Alfred Levy, Theo Goldschmidt, Westmann, von den Liearen: Adolf Reiß-, Natzler, Etnst Müllers CzäpSki und Werner Lachmann, von den Ghibellinen: Fritz Hirfchfeld (Sa;obavariae), von den Rheno-Silesen: Enist Loeb und Schoenenberg, von den Saxobavaren: Taitza, Ernst MMer (Lie.) bewegen wird, da ein anderer Vorschlag in derBürgerschaft schwerlich Aussicht auf Annahme haben würde, weil in den Handelskreisen die Gegnerschaft gegen die Errichtung einer eigentlichen Universität seit dem Jahre 1913 sehr stark gewachsen ist. Die Vorbildung der Studenten 1908-^17. In der „Monatsschrift für höhere Schulen" berichtet Geheimer Regierungsrat Tilmänn über den deutschen studentischen Nachwuchs und seine Vorbildung in den letzten zehn Jahren. Danach stieg die Zahl der ersten Semester in der theologischen Fakultät von 469 bis 1913/14 auf 1076 und fiel während des Krieges auf 593; die katholischen Theologen stiegen in derselben. Zeit von 502 auf 550 und fielen dann auf 356. Nur unter den evangelischen Theologen waren 1 v.H. Realgymnasiasten, alle anderenGymnasiasten, da bekanntlich, außer Baden alle Staaten humanistische Vorbildung verlangen;! erst in letzter Zeit hat Preußen die Nachprüfung im Griechischen für Realgymnasiasten erleichtert. — Die Zahlen in der juristischen Fakultät stiegen von 1903 bis 1911 von 3373 auf 2533 und sielen bann bis zum Kriege auf 2268, in den Kriegsjahren auf 1815, hier sind die Gymnasiasten von 83 auf 69 v.H. hinuntergeganaen, die Realgymnasiasten von 13 auf 31 v. H , die Ooerrealschüler von 5 auf 10 v.H. gestiegen, so daß der Rückgang der Gymnasiasten sehr echeblich erscheint. — Die Mediziner steigen vor dem Krieg von 1565 auf 3845; der Krieg brachte eine keine Verminderung auf 3038. Hier sind die Gymnasiasten bereits von 79 auf 60 v. H. herabgesunken, die Realgymnasiasten auf 38, die Oberrealschüler auf 13 v. H. bezw. 6 v. H. gestiegen. — In der philosophischen Fakultät endlich find 1908: 3688, 1911: 4511 immatrikuliert; aber bereits vor dem Krieg fallen sie auf 3547 und im Krieg auf 2845. Die Gymnasiasten sind von 63 auf 46 v. H. zurückgegangen, die Realgymnasiasten von 32 auf 31 v. H., die Oberrealschüler von 16 auf 33 v H. gestiegen. Auch bei der Philologie im besonderen beweisen die Zahlen einen ganz erheblichen Rückgang der gymnasial Borgebildeten. — Aus der Zusammenstellung ergibt sich, daß. alle Berufe durch den Krieg gelitten haben, evangelische Theologen und Medizinerzunehmen, katholische Theologen und Juristen stehen bleiben und die Angehörigen der philosophischen Fakultät abnehmen. In den Borbildungszahlen zeigt sich die Frucht der Gleichberechtigung unserer höheren Lehranstalten. Eine Studentenbücherei an der Universität Baum ZumhundertjährigenJubiläumderRheinischenFriedrich. Wilhelms-Universität. Bonn wird die Provttrzialver- □ Akademische und Allgemeine Nachrichten. m HB