KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 18 (August 1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- Seite 909 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2268830-2268902-2268908--1990-3523557- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
909 Ergebenen Gruß Ernst Mendel (Lic.) Fritz Herlch (Lic.) Besten Grutz Carl Kauffmann (Bad.) Freundl. Grutz vr. SchSnenberg ^Rh.-Sil.) Besten Grutz Pülle Gutmann (Bad.) Die besten Grütze vom K. C.-Tag Douai Max Meyer (Rh.-Sil.) Beste Grütze Hirschfeld (Saxobav., Ghib.) Herzliche Grütze Dein Georg Mathias (Bau.) Ergebenen Grutz Benno Bloch (Sprev.) Wir haben heute mal wieder kräftig Ihr Lob gesungen. Ergebenen Grutz F. Silberstein. Freundl. Grütze _ M. Perl. Douai 18. 8. 17. Lieber Mainzer. Bom August- K.-C.-Tag die herzlichsten Grütze Dein Karl Kauffmann (Bad) Ergebenen Grutz Ernst Mendel (Lic). Grutz Reitz (Biadr. D, Lic.) Ebenso Stamm (Biadr. D) Weitz (Thur.) In alter Liebe wie immer Ludwig Simon (Spr.) 23. Aug. 1917. Lieber Herr Kbr. „Der" erste K. C.er in Feindesland ist Frl. Marx (Bav). Sie können sich denken, datz ich mich freute. Wie geht es Ihnen? Ihr Ernst Kaufmann (Rh.-Sil. früher Bav.) Sehr geehrter Herr vr. Haben sie herzl. Dank für die Liste. Bin hier eben bei Herrn Kaufmann in einer grotzen Baracke, in der er „feste" verbindet. Recht frdl. Grütze Ihrer Gretel Marx. 7. 8.17. Lieber Mainzer! Hah, ich habe mal wieder einen, zwar leider im Lazarett getroffen; aber eS geht ganz leidlich: eine kleine Darmsache. Biele Grütze Deines Lazarus (Biad.-D.) Soeben habe ich den ersten K. C.er im Feld getroffen und war darüber sehr erfreut. Mit Kbr. Grutz. E. Wechselmann (Lic. Frib.) Lb. Kartellbruder! Ist das nicht grandios? Ein Wiesbadener sitzt bei einem Frankfurter und denkt an einen Mainzer? (nebst l. Familie!. . Bom brüderl. Wiedersehen viele Grütze! Dein Max Liebmann. Wir feiern hier einen Familien- und K. C.-Tag und grützen sie ergebenst Ihr vr. Fritz Liebmann. 18. 8. 1917. Lieber A. H. Goldmann! Erst heute komme ich dazu, Dir ausführlich zu schreiben, wie ich eS Dir während meines Urlaubs versprochen habe. Jene Tage gingen allzuschnell vorüber. Auf der Rück, reise ins Feld hielt ich mich einige Stunden in Breslau auf, während derer ich mit einigen.Bundesbrüdern zusammen war. Auch meinen Conleib Hermann Krebs, sprach ich. Meinen Leibburschen Herbert Zimmt traf ich jedoch nicht an; er war tags zuvor nach Sibyllenort gefahren. Nach diesem kurzen Abstecher ging es weiter. Nach fast zweitägiger Fahrt an meinem Bestimmungsort eingetroffen, kam ich nicht wieder auf meinen alten Posten zur Funkerstation des Gruppenführers der Flieger, sondern bliev 14 Tage lang im Flughafen. Dann wurde ich wieder auf eine Gefechtsstatton gesteckt, bei der ich vdraussichtlich längere Zeit bleiben werde. Wir liegen hier vor einem zerstörten Dorfe, dessen Trümmer der Franzmann noch immer unter Feuer hält. Da die Station schon vier Monate in dieser Stellung ist, sind wir recht wohnlich eingerichtet. Ein Unterstand dient uns als Schlafraum und Station, ein zweiter als Motorraum und ein dritter als Küche. In einer Sandgrube am Waldrande gelegen, leben wir — vorausgesetzt, datz der Franzmann sich ruhig verhält, — wie in einer Sommerfrische. Die fruchtbare Gegend mit ihren grotzen Obstbeständen ist sozusagen unser alleiniges Eigentum. Autzer uns liegt nur noch etwas Arttllerie in der Nähe. Meine Tätigkeit ist hier bedeutend intereffanter als im Flughafen oder der Abhörstation. Wir schietzen mit Fliegerbeobachtung Futz- und Feldartillerie ein, oft mehrere Batterien gleichzeitig. Da gibt es für uns vier Funker genug Arbeit. Aber die macht man gern. Es macht einem Freude, wenn man aus den heruntergefunkten Korrekturen des Fliegers erkennt, wie unser Feuer den feindlichen Batterien, die uns sonst belästigen, immer näher auf den Leib rückt, bis dann das Wirkungsschießen einsetzt. Nebenbei habe ich aber noch genügend Zeit, zu lesen und mich mit dem Treiben in der Heimat zu beschäftigen. Besonders lieb war mir, bei meiner Rückkehr vom Urlaub die K. C.-Blätter vorzufinden. Auch die Zeitschrift „Die Hochschule des Deutschen Studentendienstes, mit der sich die Vertrauliche Beilage der K. C.- Blätter beschäftigt, erhielt ich. Ich freue mich, datz man endlich anfängt einzusehen, datz unsere Studentenschaft mehr Einigkeit und Geschlossenheit braucht. Verbindungen usw. sind gewitz eine schöne und nützliche Einrichtung, sie dürfen aber nicht, wie so oft bisher, ihre Angehörigen von den anderen absondern und sie nur Trennendes sehen lehren, statt Gemeinsames. Auf diesem Wege kann durch die „Hochschule viel geleistet werden, besonders auch für uns, deren Ziele und Tendenz noch viel zu wenig in studenttschen Kreisen bekannt sind. Dich vermute ich jetzt gerade mitten im Umznge. Wenn dieser selbst auch wenig Vergnügen macht, so liche es Dir dafür an Deinem neuen Wohnort um so besser gefallen. Heimlich grützt Dein Bbr. Edgar Lindner (Thur.) 1. Juli 1917. Mein lieber Leibbursch! Bon den wenigen, denen ich autzer meinen lieben Eltern schreiben kann, sollst Du der erste sein, dem ich aus der Gefangen, fchast ein Lebenszeichen sende. Es gilt Dir persönlich und zugleich der Verbindung und dem Verbände, denen beiden ich meine besten Grütze zu übermitteln bitte, lieber Gefangennahme und erste Zett der Gefangenschaft wirst Du wohl von meinen Eltern erfahren haben. Die Hauptsache ist: Es geht mir gut, trotz der ungewohnten Arbeit. Möge ein baldiger Friede unS alle wieder glücklich vereinigen! Hoffentlich erreicht Dich diese Karte noch rechtzeitig zu Deinem Geburtstage, zu dem ich Dir meine herzlichsten Glückwünsche sende. Mit treuen Griitzen bin ich Dein Leibfuchs Fritz Löwenbmm. Adresse: Gefreiter Fritz Löwenberg, Res.-Jnf.-Reg. 309, 11. Komp., Depot 6e pribonniers 6e xuerre a Roanne (Loire), France. _ Breslau, d. 3. Juli 17. Lieber Mainzer! Besten Dank für die Mühe, die Du Dir mit meiner „Auffindung" gegeben hast. Abgesehen von der letzten Karte hatte ich Dir bereits von hier geschrieben. Der Brief scheint, wie so mancher andere, verloren gegangen zu sein. Seit dem 15. Sept. 16 befand ich mich bei einem Armierungsbataillon im Osten Lithauens, an der Berefina. Ich kam bald als eine Art Syndikus zu einem Ortskommandanten, hatte eine, wenn auch arbeitsreiche, so