KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 15 (Januar 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 802 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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r .An die F. C. wurden gewählt: " Fritz Aronthal F.C. x-F.W.K.W. Z.W. Ludwig Mendelsohn F.C. xx; S.W. Walter Cohen F.C. XXX. Ghibelliuia. Unsere Aktivitas wurde Anfang Januar durch a.B Hauff vergröbert, der zur Fortsetzung seines Studiums nach Freiburg versetzt wurde. -, . Auch dieses Halbsemester vernahm durch den innigen Zusammenschluß der Bbr. Bbr. einen gemütlichen Verlauf. Das prachtvolle Wintersemester gab'.uns häufig Gelegenheit zu Skiäusflügen in den Schwarzwald. Wöchentliche Vorträge der Bbr. Bbr/vereinigten uns auf der Kneipe und Haben Anlaß zum Gedankenaustausch über Tendenzfragen. Bbr. Wolffohn mutzte uns leider Mitte Februar infolge seiner Versetzung nach Heidelberg verlaffen. . Die militärischen Verhältnisse lassen voraussichtlich einen Teil der Bundesbrüder nicht mehr nach Freiburg zurückkehren und bitten wir daher die Bbr. Bbr. sowie Kbr. Kbr., im Interesse des weiteren Berbindungsbetriebes bei der Wahl der Universität Freiburg zu berück- Rezipiert wurde Steinthäl. , Wir schließen dieses Semester mit einer Zusammenkunft im Kaffee Kopf am Samstag, dem 24. Februar,11)17, und eröffnen das Sommersemester 191/ mit einem Dämmerschoppen am Mittwoch, dem 18. April, um 6b.c.t. in der Burse. Die Ferienvertretung übernimmt Vizefeldwebel Hauff, Frelburg/Brsg. Sautierstr. 45. Madrma-Darmstadt. Trotz der großen Schwierigkeilen, die die jetzige Keilarbeit mit sich bringt, können wir wiederum einen Erfolg verzeichnen, der erleichtert wurde durch die freundliche Mitarbeit einiger in Därmstadt .sich aufhaltenden K. C.-er. Es meldete sich bei uns aktiv: Herr smä. meä. und phil. Felix Manäfle aus Berlin »7, z. Zt. Darmstadt, Trainregiment 18. So sind wir hier zu der erfreulichen Zahl von drei Viadrinen getzmgt. Hoffentlich ist uns das Glück weiter hold. Allen Bb.Bb. draußen vor dem Feinde und iy der Heimat geht es nach ihren häufigen Nachrichten gut. Bb. A HDipl-Jng. Adolf Reiß wurde zum Leutnant befördert. Zum Off.-KurS ins Sennelager wurde Bb Unteroff. Karl, de Bries abkommandiert, der auf seinem Heimatsürlaub für einige Tage in Darmstadt unser Gast war. Weiter bestand Bb. Karl Fromm, der kriegtzgeburscht wurde, das Flugzeugführerexamen und rechnet nunmehr mit seiner baldigen Verwendung fürs Feld. ■ . Aus der Verbindung trat aus in Genehmigung feines durch Krankheit begründeten Gesuches: i. a.B. cand.arch. Richard Oppenheim (Licariae). Friburgia. Der größte Teil des Wintersemesters hatte ein fast völliges Stocken des Verbindungsbetriebes infolge Einberufung der Füchse Hirschfeld und Loewenstein und Examensvorbereitung des BerbindungSleiterS Levinfohn zur Folge. Die Aktiven trafen sich vollzählig zu dem Ende Dezember v.J. angesetzten und schon erwähnten Vortrag des A.H. vr. Lazar über „den K. C^-er nach dem 5kriege." Der Redner kam darauf hinaus, daß die bisherigen K.C.-Tendenzen, scharfe Bekämpfurig deS Antisemitismus und Erziehung der Mitglieder zu selbstbewußten ^Juden, in noch weiterem Maße als bisher in Zukunft ihre Berechtigung haben würden, da während des Krieges kaum Aussicht auf eine Besserung eingetreten sei. Ueber die Beibehaltung des K. C-Komments, der einen Ausfluß seiner Tendenz darstelle, könne man erst nach Klärung der allgemeinen studentischen und Universrtätsverhäliniffe ein Urteil fällen. Dagegen fei eS Pflicht der Mifchön Studentenverbände, sich möglichst eng aneinander zu schließen und immer nur das Gemeinsame und nicht bas Trennende zu betonen. ES wäre zweckmäßig, zur Schlichtung etwa entstandener Differenzen und Regelung gemeinsamer Angelegenheiten lokale Ausschüsse der jüdischen Verbindungen zu bilden.. Die Verbindung wurde durch das plötzliche Hin scheiden ihrer l. Bundesschwester Frl. Herta Drekton in blühendem Alter in tiefe Trauer versetzt. Zahlreiche Bundesbrüder, wie Lauter, Lehmann, Loser, Oschen, Beermann, Fränkel, Rosenbaum, berührten dienstlich oder auf Urlaub Königsberg. A. B. Levinsohn bestand sein Physikum mit dem Prädikat „Sehr gut". A. B. Oske wurde zum San.-Vizefeldwebel befördert. Mt Ablauf des Semesters beging die Verbindung die Feier ihres fünfjährigen Stiftungsfestes. In kleinstem Kreise wurde in Form eines Bierabends im Berliner Hof das erste Lustrum abgeschlossen. Nachdem der Leiter einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Jahre gewarfen hatte, hielt Kb. R.-A. vr. Weil eine seiner bekannt hervorragenden, geistvollen Tendenzreden. In die Verbindung traten ein die Herren Arnold Bernstein, Rudolf Fürst, Alwin Hirsch und Fritz Loser, die sämtlich Medizin studieren wollen. Weitere Aktivmeldungen stehen bevor. Die BundeSbrüder im Felde werden erneut um Einsendung von Bildern (auch Gruppenaufnahmen) und von Tagebuchaufzeichnungen, da die Verbindung ein Gedenkbuch über die Beteiligung ihrer Mtglieder im Krjege anfertigen will. Saxo-Bavaria. Zu Beginn des zweiten Teiles deS Wintersemesters war unsere liebe Verbindung leider wieder auf dem Stande von 1915 angelangt. A. H. vr. Lubinski wurde einberufen und ist zür Zeit als Assistenzarzt am Reserve-Lazarett Glauchau tätig. Scherbel wurde zum 10«. Jnf.-Rgt. versetzt, mit dem er bald darauf ins Feld rückte. Auch a. B. Fröhlich wurde wieder, um einberufen, blieb aber in Leipzig. So war der Fuchs Sepell der einzige Zivilist. Unter solchen Umständen ließ sich natürlich ein geregelter BerbindungSbetrieb nicht aufrechterhalten, und wir mußten schließen. Sollte im kommenden Sommersemester nicht von einer der K. B. K. B. Hilfe kommen, so wären wir gezwungen, das zweite Mal zu suspendieren. Auskünfte, die Verbindung betreffend, erteilt bis auf weiteres Sol. E. Fröhlich, Leipzig, Turnerftr. 11. Bon unserem seit September vermißten Bbr. Kurt Haas ist bisher leider immer noch keine Nachricht eingetroffen. Durch freundliche Mtteilung unseres l.Kb. Dr. Bernhard- Osnabrück erfuhren wir, daß alle Erkundigungen ein negatives Ergebnis gezeitigt haben. Damit sinkt die Hoffnung, daß unser lieber, lustiger Haas noch am Leben ist, leider auf ein Mnimum herab. K.C.'Stammttfch Frankfurt a.M. Das Semester, das unter dem Zeichen des Krieges nur füll verlief, hat mit einem Höhepunkt geschloffen, einem zahlreich besuchten Bierabend, auf dem wir viele liebe Gäste aus Heidelberg, Darmstadt und Mainz begrüßen dursten. Wir können mit Freude zwei neue Aktivmeldungen verzeichnen: stuä. meä. äent. Ernst Feibusch aus Off eit* bach, stud. ing. Ernst Schleninger aus Frankfurt a. M. Unsere beiden Jungburschen Bier und Strauß sind bereits einberufen, sodaß unsere Korona für das.nächste Semester recht klein sein wird. *