KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 15 (Januar 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 801 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Verbands-Machrirtzten Bavaria. In der letzten Ausgabe der K C-Blätter fehlte unser BerbindungSbericht, da uns versehentlich von der Schristleitung keine Aufforderung zur Einsen» düng desselben zuging. Wir geben heute daher einen kurzen Ueberblick über das verflossene fünfte Kriegs-! semester. Entgegen unseren Befürchtungen gelang es uns auch dieses Mal noch, wenn auch in beschränktem Matze, den VeÄindungSbetrieb aufrechtzuerchalten. Wir eröffneten daS Semester mit einem a.B, Carl Stein, San.»Sold am Res.-Laz. Heidelberg, der von einer l. K. B. „Rheno- Siiefia" zu uns beurlaubt wurde, dem a.B. mit Generalurlaub vr. Lothar Deffauer in Stuttgart und dem i. a. B. Albert SimonS in Mannheim, der sich wieder aktiv meldete. An Füchsen hatten wir zwei Brander und einen Krassen: stud. med. Leopold Reichenberg aus Durlach, der jedoch schon nach einigen Tagen zu den Fahnen einberufen wurde. Die Chargen setzten sich zusammen wie folgt: Albert SimonS x, x x x, F. M. f. C., F. W., K. W. S. W. Carl Stein x x, A. W. B. W. Z. W. Schw. SB. Dr.Lothar Dessauer FM. fT. E R. E. R. a. B. Albert Simons, a. B. vr. Dessauer, i. a. B. Marckan (Mannheim), a. B. Stein, A. H Vr. Baum (Alzey), i a B Theo Baum (Rastatt). Der Berbindungsbetrieb war den Heidelberger Berhältnisien zur Kriegszeit entsprechend lediglich ein innerer und bestand autzer Convent, offiziellem MittagStisch und Cafe sowie Juchsenstunden hauptsächlich in zwanglosen Zusammenkünften, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bundesbrüder stärken und zu Arbeiten auf dem Ge» biete unserer Tendenz anregen sollten. Die guten Theater und Konzerte Mannheims, die auch im Kriege noch auf der alten Höhe geblieben sind, und die Gelegenheit, mit den älteren Bundesbrüdern zusammenzutreffen, zogen unsere Füchse häufig nach dort zu genußreichen und ge» mütlichen Abenden. Im Laufe des Semesters traten noch in die Verbindung ein: stud. med. Weill, z.Zt. San.-Sold. in Greifswald, stud. med. Julius Grüneberg aus Lünen in Westfalen, z. Zt. Santt.-Unteroffz. am Res.-Laz Heidelberg, 8tud. iur. Ludwig Weil aus Karlsruhe. Anlässlich einer von den in Mainz weilenden K.C.-ern veranstalteten Keilkneipe, zu der wir offiziell erschienen waren, meldete fich stud. iur. Bernhard Hirsch aus Mainz bei uns aktiv. Rezipiert wurden die Brander Meitz und Herz, von denen der erstere zu Beginn deS Semesters eingezogen, aber bald wieder aus dem Heeresdienste entlassen wurde, der letztere mit Semesterschlutz zu den Fahnen eilen muhte. Dem Kriegsfuchsen San.-Unteroffz. Emst Bernheim in Stuttgart wurde nach abgelegter Rezeptionsprüfung das Burschenband verliehen, ferner erhielten die KriegSfüchse Leutn. d. R. Paul Meyer, stud. med., z. Zt. in Königsberg (beurlaubt zur I.K.B. „Friburgia") und San.»Gefreiter cand. med. Siegfried Salomon, z. Zt. in Greifswald, auf dem Wege der ZkriegSrezeptton-daS Burschenband. Gegen Ende deS Semesters hatten wir die Freude, mehrere liebe Bundesbrüder, die zur Ablegung ihrer Examina nach Heidelberg beurlaubt.waren, bei uns zu sehen, die mit ihren tausend Erinnerungen den Glanz jener sonnigen Tage vor dem Kriege wieder weckten. So weilten A.H. Ettinghausen und i. a. B. Alfred Wolff, die zum vr. iur. promovierten, bei unS, ferner i. a. B. Ludi Speier, i.a.B. Theo Baum und i.a.B. Markan, die zum Phyfikum beurlaubt waren. Auch sahen wir häufig die Kartellbrüder Unterarzt Haas (Lic.) und San- Vizeseldwebel Wolflohn (Lic. Ghib3 vom Res.-Laz. Heidelberg in unserer Mitte. Die Zahl unserer Mannheimer Bundesbrüder wurde durch a. B. Erich SimonS vermehrt, der in den Septemberkämpfen an der Somme schwerverwundet dort bei seinem Bruder im Lazarett der Genesung entgegenfiehr. An, 24. Februar schloß die Ruperto-Carola ihre Pforten und damit ging auch für uns das Semester zu Ende DaS neue Semester wird am 23. April 1217 mit einem Mittagessen im „Perkeo" lh.c.t. beginnen. Die Ferienkommiffion setzt fich zusammen wie folgt: i.a,B. Albert SimonS FC. X a.B. Stein F.C. x x a. B Erich SimonS F. C. x x x. Alle Briefe und Sendungen find zu richten an Albert SimonS, asst. Amt am BereinSlazarett Mannheim- Neckarau. Betreffs Beförderungen, Auszeichnungen usw. unserer Mitglieder verweisen wir auf den stattstischen Teil der K. C.-Blätter. A. G. Sprevia. Wir eröffneten das zweite Halbsemester mit^einem Dämmerschoppen im Schultheiß am 8. Januar Nach aussen hin trat die Verbindung durch Chargierte bei dem Fackelzug vor I. M. der Kaiserin und bei der UniverfitätS-Kaisersgeburtstagsfeker hervor. Die Hauptversammlung des Zentralvereins wurde von zahlreichen Bundesbrüdern besucht. Ihren vr. iur. machten Fritz Goldschmidt U und Paul Grätz mit „gut". Sein Phyfikum bestand Fritz Eisner. Aktiv meldeten sich noch stud. med. Jacobso und stud. iur.. Rast. Beide aus Berlin. Wir schließen das Semester mit der Schluhkneipe am Sonnabend, den 24. Februar, und dem Schluhkonvent am Montag den 26. Februar. Das neue Semester eröffnen wir am Montag, den 16. April, 6 h. c. t. mit einem Dämmerschoppen im Tücher (am Bahnhof Friedrichstrahe). In den Ferien findet wie immer jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat der K. C.-Abend im Weihenstephan an der Potsdamer Brücke statt. Licaria. Unserm Bericht in den letzten K.C.»Blättern haben wir nur wenig anzufügen. Der Berbindungsbetrieb erfuhr durch den immer stärker umgestaltenden Einfluß des 5kriegeS einige Aenderungen: Der offizielle MittagStisch wurde aufgehoben, dafür tägliches offizielles Kaffee auf der Kneipe angefetzt. Durch die Einziehung unserer Füchse Schwas und Dretfus schmolz die AkttvitaS auf ein Geringes zusammen. Nach bestandener Prüfung wurden rezipiert: hie Brander Eugen Mayer und Herbert Lewi», beide beim Militär. Weiter meldete fich aktiv: stud. iur. Ludwig Krämer aus Gießen, z.Zt. beim Heere. Ausgetreten find die a. H. a. H. Robert Lesfiug, vr. Robert Mandelbaum u. a. B. HanS Löwenthal aus Hannover, dieser in Genehmigung seines Austrittgesuchs. Auch in diesem Semester lassen wir einen auSMhrlichen Bericht hinausgehen, aus dessen statistischem «il allgemeines Interesse haben dürfte, daß von 281 Licaren 253 beim Heere find. Diese verteilen.sich auf 29 Offiziere -t- 54 San.-Offz. 83 Offz. 84 Uoffz. + 28 San.-Uoffz. —112 UoM. - 57 Msch. 4* 1 San.-Sold. — 58 Mann. Die Zahl unserer Kriegsauszeichnungen beträgt 136, worunter zwei E. K. I. Kl. find. Die Osterferien beginnen ^amL. März und Lauern bis 21 Mai, an welchem Tage 2 k. s. t. offiziäles Skaffee in der -Neuen Börse" stattfindet.