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KC-Blätter · 1917-01-01 · Heft 15 (Januar 1917) · p. Seite 799

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 15 (Januar 1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 799 (sequence 13)
Language
German
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zu verwunden. Zwei Mal wurde K 1 neben uns ab« geschaffen, einmal hatten wir Rohrkrepierer und wiederholt Granatsplitter unmittelbar neben mir. Das Eiserne Kreuz bekam ich für folgende Sachen. 1. Als Kl verwundet wurde, schaffen wir Sperrfeuer, 8 Schutz die Minute. Wir selbst lagen in blödsinnigem Feuer und es wollte nicht gleich wieder jemand heraufkommen — nur K1 und K 3 befinden sich am Geschütz — die anderen im Graben. So versah ich beide Funktionen, ohne daß die Schutzzahl verringert wurde. 3. Das 4. Geschütz hatte Volltreffer, wobei die Fliegerdeckung zerstört wurde. Die Bedienung vom 4. wollte nicht mehr herauf, die Deckung Herstellen. Ich machte Krach, nahm zwei Mann mit und stellte die Deckung her. Grutz Dein Bruno Goldstei« (Thur.) Galizien, 17. Januar 17. Lieber Mainzer! K. C.er Nr. 3 habe ich erfreulicherweise getroffen. Wie geht's Deinem Bruder? Hoffentlich besser. Viele Grütze Dein Lazarus. Herzl. Grutz, bin seit 14.11.16. wieder an der Front. Adresse umstehend. Ergebenst Ihr Hermanns. 1.3. 17. Lieber Mainzer! Das halbe Dutzend habe ich voll. Wer es ausfüllt, ist ein besonders würdiger Vertreter. Hoffentlich bringe ich allmählich hier noch mehr K. C.er zur Strecke. In diesem Sinne Dein Lazarus. Lieber Mainzer, in dem sonst vom K. C. wenig verseuchten Galizien freute es mich besonders, in einem Seelsorger ein Mitglied desselben zu finden. _ Besten Grutz Eliel. S... den 31. 1. 17. Lieber Alter Herr! Es ist heute das erste Mal, datz ich die K. C.-Blätter fern von der Heimat lese. Ich wartete schon die ganze Zeit auf ihr Erscheinen und war nun hocherfreut, wieder mal ausführlich von unserem lieben Verband zu hören. Kartell- und Bundesbrüder habe ich hier drautzen nach der Rückreise meines lieben Transportführers und Kb. Manaffe noch nicht wieder auftreiven können. Nun lese ich eben, datz Kb. Lazarus als Feldrabbiner bei der Kais. Deutschen Südarmee ist. Da unser Regiment auch dazu gehört, bitte ich Dich um Mitteilung, wo Kb. Lazarus sich eben aufhält; vielleicht kann ich ihn dann mal treffen. Das wäre fein! Bis jetzt habe ich Dich immer aus dem bekannten Zeitmangel mit Karten abspeisen müssen, heute sollst Du mal ausführlicher von meiner militärischen Tätigkeit hören. Mein Eintritt als Nachersatz bei unserer wunderbar ausgebauten Haubitzbatterie vollzog sich unter recht günstigen Auspizien; nachmittags um 3 Uhr hielt ich meinen feierlichen Einzug unter Kanonendonner bei der Batterie, und schon eine Stunde später verlas unser Oberleutnant das Friedensangebot unseres Kaisers. Na, leider hat's ja noch nicht sollen sein! Der Dienst war in der ruhigen Stellung recht angenehm; um 4 Uhr nachmittags war Feierabend. Wir fühlten uns alle recht wohl trotz zeitweiligen Schietzens; wir bekamen nämlich nie was ab. Manchmal war's bei der herrlichen Winterlandschaft, die uns von dem galizischen berühmten Dreck nach einigen Tagen befreite, geradezu eine wunderbare Winterfrische. Nur die Schneeschuhe fehlten leider, denn die hätte ich bei dem tiefen Schnee bald gebrauchen können. Ich wurde nämlich schon nach 10 Tagen als „altes" medizinisches Semester mit der Vertretung unseres beurlaubten Sanitätsunteroffiziers beauftragt und mutzte in dieser Eigenschaft jeden Morgen zu der 7, Stunde entfernten Revierstube in N. gehen und dann unsere Kranken bei den Protzen verbinden. Sylvester konnte ich leider nicht mehr im Kreise der mir rasch lieb gewordenen Kameraden vorm Feinde feiern; denn schon am 31. Dezember mutzte ich mich hier in B., einem 3500 Einwohner zählenden galizischen Stäbchens, südlich Lemberg, zum Sanitätskurs melden, der bis zum 38. Februar dauert. Der Kurs findet an einem Kriegslazarett mit zwei chirurgischen Stationen und einer inneren Station statt. Der Dienst hier ist äutzerst angenehm und für mich als Mediziner doppelt lehrreiche Ich habe die letzten 14 Tage auf dem Operationssaal bei dem Chefarzt, einem reizenden Herrn, gearbeitet, der sich nicht die Mühe verdrießen ließ, mir alle Dinge, die auch nicht zum Kurs gehörten, zu erklären, sodatz mir die zwei Wochen einen grossen Gewinn brachten, den ich im klinischen Semester wieder gut werde verwenden können. Jetzt bin ich für 14 Tage auf innere Station kommandiert, wo ich ziemlich viel Zeit für mich selber habe und mich aufs Physikum vprbereite. Vielleicht gelingt mir's, im Mai das Examen avzulegen. Mit Studienurlaub wars ja nichts, da sich die ministerielle Verfügung ja nur arrf Mediziner bezog, die schon vor dem KÄege gedient haben. Theoretischen Unterricht über Jnfektionskrankhetten, erste Hilfe, Verbandslehre, Chirurgie haben wir natürlich auch, und selbst Lesen, Rechnen und Schreiben heißt ein Unterrichtsfach. Da hat man nun höhere Mathematik getrieben' und Dreiecke aus allen möglichen und unmöglichen Sachen berechnet, und jetzt mutz man sich abfragen lassen: Wieviel ist 13.16? und wie rechnen Sie das? Das Leben hier in S. ist recht angenehm. Für heute will ich nun schlietzen. Grüße bitte Deine werte Frau Gemahlin, Dein Töchterchen und empfange selbst herzliche Grütze Deines tr. Bbr. Kurt Oppenheimer (Bav.). 11.3. .1017. Lieber Mainzer, heute Habe ich eine ganz' besondere Freude: Mein langjähriger Freund Siegfr. Rosenthal ist zu Besuch Lei mir. Wir stützen eben an: auf die alte Freundschaft, auf den K. C. und auf Dich! Herzlichen Grutz Dein Pülle Gutmann. Herzliche Grütze. Es geht uns recht gut. Dein Reitz. Grutz Dir und Deiner Frau Dein Siegfried. 1.3.17. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Als ich heute im Verlaufe einer dienstlichen Fahrt nach C. hier vor der Feldbuchhandlung stehe, spricht mich plötzlich jemand an; natürlich ein lieber Bundesbruder. Die Freude können Sie sich denken. Mt kartellbrüderlichem Grutz Ihr Hans Herxheimer. Lieber A. H.! Ein solches Zusammentreffen mutz unbedingt gemeldet werden. Mt Kaffee und Kuchen und einem warmen Abendbrot — man ist nur einmal in Ruhe — feiern wir. Ein Gesprächsthema gibt es nur: „K. C." Ergebenste Grütze. ___ Ihr Eugen Pinner. - 30.11.16. Mein lieber Mainzer! Die Gelegenheit eines jüdischen Gottesdienstes in G. benutzte ich, um eine kleine K. C.-Zusammenkunst an der Somme zusammenzutrommeln. Hoffentlich kann ich bald anderen Ortes wieder mit K.-C.ern mich zusammenfinden! Dir, Deiner lieben Frau und Nelly herzliche Grüße Dein Caesar Hirsch. ' Auf der Suche nach K.C.ern hat sich auch David (Rhenosilesiae) eingefunden. Die K. C.er sind natürlich bei mir. Grutz Dein Siegfried Rosenthal. Ergebene Grüße Feldrabbiner Dt. Chone. ' Grutz vr. Graetzer, Reinsberg.

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