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KC-Blätter · 1916-11-01 · Heft 14 (November 1916) · p. Seite 766

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Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 14 (November 1916)
Date
1916-11-01
Page
Seite 766 (sequence 16)
Language
German
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766 1600 Alte Herren und 750 Studenten. Gefallen sind für Kaiser und Reich 113 (33 Alle Herren und 80 Stu. deuten), das Eiserne Kreuz 1. Klaffe erhielten 12, das Eiserne KreuzH2. Klaffe 213 (100 und 104), sonstige Kriegsauszeichnungen 46. Akademischer Arbeitsbund zur Stärkung deutscher Wehrkraft. 'Unter diesem Titel hatte sich am 9. Juni 1015 unter dem Vorsitz deS damaligen Rektors der Würzburger Universität ein Bund deutscher Akademiker des deutschen Volk3 zur Unte^ü^mg är vaterländischen Verbindung durch Förderung und Ausarbeitung von Vorschlägen auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik. Im Hinblick auf die Durchführung der Zivildienstpflicht gewinnen die Bestrebungen des Akademischen ArbeitSbundes erhöhtes Interesse. Mitglied kann jeder der. zeitige oder ehemalige Angehörige einer Hochschule werden. Der Mitgliedsbettrag für Personen in selbstständiger Stellung beträgt 10 Mark, für Studierende 3 Mark. Die Hauptgeschäftsstelle des Bundes befindet sich in Würzbürg, Markt 28». Der juristische Vorbereitungsdienst für Kriegsteilnehmer. Dem preußischen Herrenhause ist der Entwurf eines Gesetzes über die Abkürzung des juristischen Vor. bereitungsdienstes für Kriegsteilnehmer zugegangen. Nach diesem Entwurf soll däS Justizministerium»ermächtigt werden, den Vorbereitungsdienst der GerichtSreferendare für Teilnehmer am jetzigen Kriege um-die Zeit des Kriegsdienstes, jedoch höchstens um ein Jahr, abzükürzen. Was als Kriegsdienst anzusehen sei/ soll sich nach^den Vorschriften über die Anrechnung des SkriegSdiensteS auf das Dienstalter der Staatsbeamten richten. Soweit danach die Entscheidung von dem Berwaltungschef oder unter seiner Beteiligung zu treffen ist, soll der Justizminister entscheiden. * Studenten und vaterländischer Hilfsdienst. Jena, 7. Dez. Durch Anschlag am Schwarzen Brett der Universität Jena fordert der Prorektor, Geheimer-Hofrat Prof., vr. Michels unter Hinweis auf das Gesetz über den SkrieashilfSdienst einer Mitteilung deS Kgl. Preußischen KriegSministeriumS und des Kgl. Stellvertretenden Generalkommandos in Kassel entsprechend, Me ^diejenigen Assistentenund ältere^ Studenten^der die^sich geeignet sühbm^die ^orarLe^r, L^m^veister^ Betriebsleiter und ähnliche Aufsichtspersonen in den kriegswirtschaftlichen Betrieben in der Anleitung und Beaufsichtigung der Arbeiter zu unterstützen, aus,- sich binnen drei Tagen bei einem der Herren Dozenten und Jnstitutsvorsteher, unter Angabe etwaiger besonderer Wünsche, zu melden. Die Meldungen werden von der .Universität an die zuständige Stelle weitergeleitet werden, direkte Meldungen sind unangebracht. ""Die fremde« Rationalitäten an Len deutschen Universitäten zur Kriegszeit. Im vierten KriegSsemester ist die Zahl der an den Universitäten deS Reichs studierenden Ausländer die höchste seit Kriegsausbruch, nämlich 1444, gegen 1302 im Vorjahr und 4750 im Sommer 1014. Die. jüngste Steigerung geht im wesentlichen auf eine Zunahme, des Besuchs au8 der Schweiz und aus Luxemburg.zurück, den einzigen neutralen Staaten, die z. Zt. stärker oder annähernd so stark ver. treten sind, wie zur FriedenSzeit. Daß die feindlichen Ausländer fast, restlos verschwunden sind, ist selbstverständlich, zurückgeblieben find einzelne Russen/-Belgier, Engländer und Italiener,. zusammen 106, die' aber deutscher -Abstammung sind oder auS< den besetzten Gebieten stammen, denen, daher ausnahmsweise, und-nach genauer Prüfuyg ihrerPersönIichkeit Gastrecht -gewährt .wurde. Die Donaumonarchie hat diesen Sommer 553 Angehörige gesandt gegen 814 im letzten FriedenSsemester, von denen aber zweifellos jetzt ein großer Teil zur Fahne einberufen ist. Am nächsten steht die Schweiz mit 220 Vertretern gegen 314, dann folgen Rußland mit 95 (2206), Bulgarien mit 93 (131), Luxemburg mit 78 (39). Rumänien mit 62 (146), die Türkei mit 46 (70), Griechenland mtt 44 (104), Schweden und Norwegen mit 32 ,43), f olland mit 26 (31), Italien mit 5 (37), Dänemark mit (10), Belgien mit 2 (0) und Frankreich mit 2 (25). Europa gehören 1268 an gegen 4241; aus Amerika sind nur 119 gekommen (208), aus Asien 42 (182), aus Afrika 14 (29) und auS Australien 1 (2). Die im Sommer noch anwesend gewesenen 62 Rumänen find indessen auSgewtesen worden. Erfreulich ist der starke Besuch auS Luxemburg und aus der Schweiz, bezeichnend der beträchtlicheRückgangderAmerikaner, während dieAbnahme der Asiaten därauf beruht, daß sie zur Friedenszeit ganz überwiegend aus dem feindlichen Japan stammten. Die Studenten und der Krieg. In welch' hohem Grade die deutsche Studentenschmt an dem Krieg beteiligt ist, zeigt erneut der geringe Besuch der Hochschulen im letzten Sommer, über den jetzt eine Uebersicht möglich ist. Sämtliche Hochschulen des Reichs waren (mit Einschluß von etwa 2000 Ausländern und etwa 6600 Frauen) insgesamt von nur 20000 Studierenden besucht gegen 79000 (einschließlich 8600 Ausländern und 4800 Frauen) vor Kriegsausbruch. Man darf mit ziemlicher Sicherhett annehmen, daß die fehlenden männlichen reichsangehörigen Studierenden im Felde oderln irgend welcher militärischer Verwendung stehen, was — neben etwa 400 Studentinnen, die im Sanitätsdienst tätig sind — eine derzeitige Kriegsbeteiligung der deutschen Studentenschaft in Höhe von etwa 58000 Mann oder etwa 88 Proz. ihrer Friedensziffer ergibt. Dabei ist angenommen, daß das Hinzukommen der im Laufe des Kriegs herangewachsenen Abiturienten nicht nur den Abgang ausgewogen, sondern die Zahl der studentischen Krieger um einige Tausend gesteigert hat. Wenn man die Ausländer und Frauen außer Betracht läßt, zeigen die einzelnen Hochschularten folgendes Brld der Beteiligung: Von den UniverfltätSstudenten sind etwa 45000 auSgezogen oder 80 Proz. ihrer Gesamtzahl (53000), von den 9600 Studierenden der Technischen Hochschulen 8600 oder 80 Proz., von den 800 der Landwirtschaftlichen Hochschulen etwa 700 oder 87 Proz., von den 1800 Handelsüochschülern 1400 oder 77 Proz. und von den 600 Studierenden der Bergakademien 550 oder 90 Proz. Die 250 Besucher der Forstakademien dürsten fast restlos im Felde sichen, da die fraglichen Anslatten über die KriegSzeit gar nicht geöffnet sind und an den Universitäten nur wenige Forstwirte studieren. Diese Ziffern können freilich nicht auf absolute Richttgkeit Anspruch erheben, da, ganz abgesehen von den- Schwankungen durch die Einberufungen, die Hochschulen nicht in der Lage sind, ganz zuverlässige Statistiken zü führen, zumal nicht alle ausgezogenen Studierenden und Abi-, turienten an einer Hochschule eingeschrieben sind. Bön den 40- 48000Hochschülern der Donaumonarchie Men etwa 36000 im Heeresdienste stehen. Akademischer : Hilfsbund E. B., Zentrale. Berlin. .Fürsorge für kriegSbeschädigte Akademiker (Studenten und Altakademiker) jeder politischen Richtung und religiösen Uebe^euguna, ohne Unterschied von Beruf, Stellung, Zugehörigktt zu - akademischen oder Berufsverbänden, Berufsberatung, jeder Art Raterteilung, Stellenvermitüung, Bäder- und Anstallsfürsorge, Unterstützung, Studienbeihilse. Anschriften sind persönlich -zu -richten: An die Geschäftsstelle des. Akademischen .HUfSbundes, Berlin. S W. 61, - Kaiserliches Patentamt, Gttfchinerstratze 97—103. -Landesverbände und

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