KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 14 (November 1916)
- Date
- 1916-11-01
- Page
- Seite 767 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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767 Ortsausschüsse in ganz Deutschland. Auskunft über die Mitgliedschaft erteilen Zentrale und Zweigorganisationen. Bei Gesuchen ist kurz anzugeben: Art der Beschäftigung, Geburtsort, zuletzt besuchte Hochschule, letzter Wohnort, etwaige Zugehörigkeit zu akademischen Verbänden. Die Kriegssitzung deS Mitteleuropäischen Verbandes akademischer Jngenienrvereine. Unter starker Beteiligung aus allen Teilen des Reiches und von Vertretern des verbündeten Oesterreichs und Bulgariens wurden am Sonnabend, den 31. Oktober, im „Rheingold" zu Berlin die Verhandlungen dieses Großverbandes der akademisch gebildeten Techniker Mitteleuropas eröffnet. Die führenden Männer der technischen Wiffenschast und Praxis waren erschienen; so u. a. auch die Rettoren der Technischen Hoch, schulen zu Berlin, Breslau. Braunschweig und' Hannover. Auch zahlreiche Feldgraue warm herbeigeeilt, um ihr Jntereffe an der Tagung zu bekunden. Aus der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Professor vr. Sch link, des Prorettors der Technischen Hochschule zu Braunschweig, war zu entnehmen, daß der Verband zu Ostern dieses Jahres durch den Oesterreichischen Ingenieur- und Architekten- Verein und den Verband Deutscher Diplom-Ingenieure gegründet worden war zum Austausch von Erfahrungen und zur Vereinheitlichung des akademisch-technischen Berufes. Weitere Vereine sollten aufgmommen werdm, soweit sie von ihren Mitgliedern grundsätzlich abgeschlossene Hochschul, bildung verlangten. Heute gehören dem Verbände 46 solcher Berussvereine an; damit ist der Mitteleuropäische Verband der stärkste akademische Technikerverband der Welt. Weitere Vereine stehen im Begriffe, sich zu akademischen Berufsvereinen umzugestalten und ebenfalls dem Verbände beizütretem Der Präsident des Oesterreichischen Ingenieur- und Architekten-VereinS hat sich um die Entwicklung deS Verbandes besonders verdient gemacht, ebenso der Präsident der ständigen Delegation des österreichischen Ingenieur- und Archttetten-Tages, Settionschef vr. Ritter von Berger, der frühere Stadtbaudirektor der Stadt Wim; . an beide wurden Begrüßungstelegramme geschickt. Die Reihe der Borttäge wurde eröffnet mit einem Referat von Patentanwalt vr. Lang (Berlin) über „Die Regelung des Zivilingenieur-BerufeS in Deutschland". Der Redner gelangte zu dem Ergebnisse, daß die zahlreichen Mißstände auf dem Gebiete des fteien technischen Berufes nur beseitigt werden könnten durch eine öffentlich-rechtliche Regelung, für die das österreichische Gesetz vom 2. Januar 1913 betreffend Jngenieurkammern eine geeignete Grundlage abgebe. Damach sei eine Zentralisierung deS Berufes nach Art deS Patentanwaltsberufes im Reichsamt des Innern vorzusehen unter gleichzeitiger Errichtung von Selbstver« waltuvgskörperschaften (Jngenieurkammern) mit Zuziehung der Landeszenttalbehörden. Fachgruppen für Maschinenbau, Hochbau, Elektrotechnik, Bergbau usw.i seien in den Kammern Mtzorzusehen- Die Eintragung in die Liste der Zivilingenieure d.be die Absolvierung der Technischen Hochschule eine Mindestens fünfjährige Praxis und die Ablegung einer be- . Anderen Rechtsprüfung zur Voraussetzung. UebergangS- Mftimmungen für die jetzigen Zivilingenieure seien zu Massen.— Als nächster Redner sprach Professor vr. Nacht- Mh von der Technischen Hochschule zu Hannover über Mechniker im auswärtigen Dienst. DerVorttagende verlangte Industrie-Konsulate neben dm stark überlasteten allgemeinm Konsulaten. Für die Leitung solcher Auslandsgeschäftsstellen sei der praktisch erfahrene Diplomingenimr die gegebene Persönlichkeit. — Ueber das Thema „Techniker als Oberbürgermeister sprach Fabrikdirektor vr. Becker, Berliner forderte eine stärkere Betätigung der akademisch gebildeten Techniker in der Politik insbesondere in dm Stadtverordnetenkollegien, damit dm Technikern mehr als bisher der Weg zum Stadtoherhaupt geebnet werde; das habe auch eine zweckmäßigere Verteilung der Referate in den Magistrat« zur Folge. —* Regierungsbaumeistcr vr. Nipkow (Berlin) behandelte das Thema „Mißbrauch der Bezeichnungen „Ingenieur und „Architekt; er befürwortete dm Rechtsschutz der Bezeichnung „Ingenieur" entsprechend der österreichisch« Auffassung. — Als letzter Redner sprach Patentanwalt vr. Mestern (Berlin) über „Technische Gerichtsbarkeit". Den unbefriedigenden Ergebnissen der ordentlich« Gerichte in Patmtprozeffen könne nur dmch die technische Gerichtsbarkeit, die in erster und zweiter Jnstm» beim Patentamt nach Art des Patentgerichtshofes in Wien zu zentralisieren fei, begegnet werdm; dabei wärm ebenfalls in Uebereinstimmung mit Oesterreich nebm dm rechtSgelehrten Richtem auch technische Richter heranzuziehm. An die einzelnen Borttäge schloffen sich jedesmal höchst anregende Diskussionen, die in der Hauptsache eine erfreuliche Uebereinstimmung in allen grundsätzlichen Fragen erkennen ließen. Für die Wetterbehandlung der einzeln« Gegenstände wurden Sonderausschüsse eingesetzt. Der Vorsitzende schloß die Tagung mtt der Betonung, daß in der heutigen Zeit unter sonst gleichen Bedingung« jene Nationen am relativ stärksten seien, die der technisch-wissenschaftlichen Intelligenz die bestm Entfaltungsmöglichkeiten bieten- Das Berliner Univerfitätsspeisehaus fürStudierende. Das Speisehaus für Studierende, das die Berliner Universität errichten will, soll nun demnächst eröffnet werden. Der Plan war schon im Jubiläumsjahr der Universität erwögen worden, aber erst die Ernahrunas. schwierigkeiten im Kriege ließen die Verwirklichung besonders dringlich erscheinen, und so konnte Geheimrat v.Wilamovitz-MöllendorfbeiderUebergabedeSRektoratS an seinen Nachfolger am 15. Oktober dieses JahreS die von den Kommilitonen mit lautem Beifall aufgenommene Mitteilung machen, daß die Einrichtung jetzt genehmigt worden ist. Für das SpeisehauS ist der der Universität gehörige Bau in der Dorotheenstraße vorgesehen, der früher den Zwecken der Universitätsbibliothek diente und bis jetzt daS Philosophische Seminar beherbergte. Die Philosophen mit ihrer großen Bibliothek müssen nun das Haus, dessen Fassade die Büste ThaerS, des großen Landwirtes, schmückt, verlassen und erhalten vorläusig Unterkunft im zweiten Stock des alten Universitätsgebäudes. Mer in dem Hause Dorotheen, sttaße 10 erfordert die Einrichtung, für den neuen Zweck noch soviel Zeit, daß man beschlossen hat, unverzüglich anreinem anderen Orte eine vorläufige Speisehalle für die-Studierenden zu schaffen. Als solche find Räume in 'der Jriedrichstratze, m nächster Nähe der Universität, gemietet worden, und schon in allernächster Zeit wird da der Beginn mit dem Univerfitätsspeisehaus gemacht werden. BC Verbands-ßstachrichten. Personalien. Zum Armeerabbiner wurde Kbr. vr. Arnold Lazarus (Biadrinae-Darmstadt), Frankfurt a. M., berufen.-Als Verteidiger bei den höheren Militärgerichten deS VH. Armeekorps wurde zugelassen Kbr. Rechtsanwalt vr. Sew ald Jaffä (Lieariae), Düsseldorf. Thuringia. Der weitere Verlauf des Semesters gestattete sichdurchaus zu unserer Zufriedenheit. Di^ definitiven Chargenwahlen hatten, nachdem sich Kb' Jungmann (Lic.) aktto gemeldet hatte, folgendes Ergebnis' Mer X, FlW, C.-W. -Groß x x, S.W.