KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 14 (November 1916)
- Date
- 1916-11-01
- Page
- Seite 764 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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764 Herzliche Grütze Blumeutzal Entschuldigen Sie bitte die schlechte Schrift, eS ist 12 Uhr nachtS. Sehr geehrter Herr Kartellbr.! Ein Prost dem KE Herzl. Grütze Picard. 9. 5.10. Lieber Herr Kartellbr. Bon einem fröhlichen Zusammentreffen senden herzl. Grütze Leutnant Schleitzner (Spreu.). Mittur tThur.) Herzl. Gruß Rabbiner vr. Klei«. 6.6.16. Lieber A.H. Beim gemütlichen Glase Bier sitzen hier in M....vier K. C. er. Besten Grutz Ihr tt. Bbr. Max Sielmau« (Lic.) Freundlichen Grutz sendet Walter Kronheim (Lic.) Gleichfalls beste Grütze vom gemütlichen Bierabend Ihr Schöueuberg (Rh -Sil.) Herzliche Grütze Solan (Spreu.) 5. 4.16. Lieber A H. Heute einen FrühlingSgrutz aus meiner russischen Gefangenschaft: ES geht mir verhältnismäßig gut, ich habe hier Beschäftigung in meinem späteren Berufe. Wie gebt eS den übrigen? Bon meinem l. Bbr. F. Mayer erhielt ich ein Paketchen. Ich habe ihm heute auch geschrieben. Ergebensten Grutz Deiner w. Frau Gemahlin. Herzlichst Dein trBbr. Julius Boehl (Bau.) Sehr geehrter Herr Kartellbr.! Bon der Peffachfrier in L. >.. senden kartellbrüderliche Grütze M. Weil (Lic.) Felix Cah« (Lic.) Lieber Mainzer! Leider sind in diesem Jahre die K.E. er sehr spärlich gesät. Hoffentlich können wir im nächsten Jahre das Fest in der Heimat feiern. Wie geht'S sonst? Biele herzl. Grütze Dein Roseuberg. Esberg. CH., den 28.7.1916. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Ich mutz Ihnen heute eine sehr betrübende Mitteilung machen, um es Gleich herauszusagen, unser lb. Kb., vielleicht noch mein Bb. aus der Sprevia, — das weih ich nicht genau, da ich ihn persönlich nicht kannte — vr. Fritz Rahmer ist heute früh den Helden, tod gestorben. Ein eigenarttger Zufall wollte es, daß ich, auf dem Wege ihn zu besuchen, schon früher ihn fand, alS ich eS dachte. Als ich die Nachricht von meiner Versetzung erhielt, da hatte ich den festen Vorsatz, wenn eS irgend geht, Rahmer, von dem ich wutzte, daß er in der Nähe lag, aufzusuchen, damit ich wenigstens einen . Kb. hier draußen endlich sprechen könne. Heute vormittag, als ich von der Stellung meiner Kompagnie nach hinten zum Sanitäts-Unterstand des 1. BataMnS gehen will, sehe ich, daß eine Gruppe auf einem Helden» friedhof ein Grab auShebt. Wir erkundigten uns,'ob sie schon einen Toten hätten, von welcher Kompagnie und wie er hieße, und zu meinem größten Entsetzen wird mir der Name Rahmer hörbar. Eben, alS 1.Komanie gesagt wird, da will ich nach Rahmer fragen hahe ihn schon selbst gefunden. Denn m eine Zeitbahn eingehüllt, lag er gleich daneben; durch eine Infanteriekugel in den Kopf hatte er einen kurzen, schmerzlosen Tod gefunden. Von feinen Kameraden wird er mir alS ein feiner, lieber Mensch geschildert, der iu Men Lagen seinen Humor behielt und keinem zu nahe trat. Er war öfter krank und lag im Lazarett, so auch vor kurzem. Nach seiner Wiedecherstellung kam er in ein Feld-Rekrutendepot, doch von hier meldete er sich freiwillig zu seiner Komvagnie zurück. Erst vor ewigen Tagen war er daraufhin von seinem Kompagnie-Führer angefordert worben. Er war auf Horchposten, roch schien ihm die Gtahlplanke alS Schutzschild überflüssig, und da ereilte ihn die feindliche Kugel. Er bekommt einen Eichensarg, sodatz er, falls es feine Angehörigen wünschen, nach Deutschland gebracht werden kann. Solange es irgend geht, will ich.sein Grab selbst pflegen Mfen. So ist «ich meine Hoffnung, endlich einen unserer lb. Kb. hier zu treffen, wieder dahm und doppelt schmerzt es mich, daß gerade ihn so schnell der Tod ereilte. Mit vielen Grützen Paul Treibel. 25.13.45. Lieber A. H. Aus meiner russischen Kriegs» gefangenfchast Dir und allen Bundesbrüdern viele herzl. Grütze und ein kräftiges „Profil Neujahr" mit dem Wunsche, die Sommersemester-Antrittskneipe wieder zusammen in Heidelberg feiern zu können. Dein tr. BundeSbr. Julius Boehl. (Bav.) 2V. 7. 1916. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Da ich leider nicht fo viel Zeit habe, um den Bbr. Bbr. und Kbr> Kbr., die etwas von mir zu hören wünschen, allen einzeln zu schreiben, so will ich Ihnen einige Zeilen über meine Erlebnisse senden. Und ich hoffe, daß diese Worte auch den Weg finden werden zu denen, die sich für mich interessieren. Jetzt bin ich glücklich auf freiwillige Meldung hin zum dritten Mal im Felde. Seit einiger Zeit bin ich Unteroffizier und habe bei einer Arttlleriegruppe, die unser Abteilungsstab noch mit besetzt, die Aufsicht über das ganze Fernsprechnetz. Sie können sich denken, daß es da Arbeit gibt. Wir haben 9 Batterien angeschloffen und 16 rückwärtige Verbindungen, außerdem noch einige Nebenstellen. Und alle Augenblicke ist mal wieder eine Leitung durch feindliches Artilleriefeuer zerstört. Ich habe 8 Telefonisten unter mir, die den Dienst an zwei großen Klappenschrankapparaten versehen, außerdem unterstehen mir noch die Telefonisten der ganzen Batterie. Die Lage ist hier im allgemeinen ziemlich ruhig, was man fo in F..... . ruhig nennen kann. In den letzten Tagen traf ich in R.beim Gottesdienste verschiedene Kbr. Kbr.: vr. Weinberg (Lic.), Vogelsteln tLic.) und meinen Konfuchsen Erich Stern (Rh.-Sil), mit dem ich schon einige Male zusammen war. Ich werde mal versuchen, nächstens zum K.C.-Abend nach Lille zu fahren; ob eS mir glücken wird, kann ich nicht sagen, da ich hier, wie gesagt, nur schwerlich abkommen kann. Hoffentlich können wir bald unsere Abende wieder ganz nach Deutschland verlegen. DaS wäre die glücklichste it freundlichen kartellbrüderlichen Grützen bin ich Ihr Wilhelm Weinberg (Ghtb.) Lieber Herr Kartellbruder! Bor B.... haben sich zwei K. E. er getroffen und gettietzen zusammen die schwer verdiente Ruhe. Herzlichste Grütze Lt. Weriheimer (Lic.) Wir befinden uns hier auf kleinem Raume, drei K. C. er in drei Batterien. Bald werden wir L.... in den Schatten stellen. He^liche Grütze M. Rosenthal (Lic.) Lieber Mainzer! Ich habe wieder einmal per Zufall einen Bundesbruder aufgetan. Herzl. Grutz Dein Kirschbaum Wieder einmal zwei K.C.er beisammen. Biele Heimliche Grütze Dein Dux.