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KC-Blätter · 1916-05-01 · Heft 11 (Mai 1916) · p. Seite 649

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Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 11 (Mai 1916)
Date
1916-05-01
Page
Seite 649 (sequence 27)
Language
German
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649 Verbände nicht höhere, ja sogar prozentuell geringere Berlustzahlen aufzuweisen hat als unser Verband, daß also der eigenartige Angriff der „WingolsS-Blätter" fachlich von vornherein unbegründet ist. Die Tatsachen und die oben genannten Zahlen gewinnen aber noch ein ganz anderes Gesicht, wenn gewisse Umstände, die den Verfassern und Verbreitern jener Notiz nicht unbekannt sein können, berücksichtigt werden: Den Abiturienten jüdischen Glauben-, die einen akademischen Berus ergreifen wollen, steht auS Gründen, die wir am meisten beklagen, im allgemeinen nur daS medizinische oder juristische Studium offen, wenn nicht besondere Veranlagung sie ein technische- Studium wählen läßt. So find denn auch nahezu die Hälfte unserer Mitglieder Mediziner. Die Heeresverwaltung beschäftigt aber, wie ebenfalls nicht unbekannt fein dürste, die ausgebildeten Mediziner und die Studierenden der Medizin fast ausschließlich im Sanitätsdienst. Notorisch sind aber die im Sanitätsdienst stehenden Kriegsteilnehmer in geringerem Maße den Gefahren de- KriegeauSgefetzt als die mit der Waffe Kriegsdienst leistenden. Bon allen hier in Betracht kommenden studentischen Verbänden zählt aber zweifellos keiner prozentuell annähernd soviel Mediziner zu Mitgliedern als aerade der K.E. Dafür geben nachstehende Zahlen den Beleg: Am 15. April 1916 flSeginn delausenden SommersemeperS) standen auS dem „K. im Heeresdienst: 1. Mediziner, einschließlich approbierte Zahnärzte ............ 380 2. Approbierte Tierärzte (Militär-Beterin.- Beamte).10 3. Approbierte Apotheker. 8 4. Nicht der medizinischen Fakultät angehörende freiwillige Krankenpfleger und Krankenwärter (frühere D. u^Leute) . 4 5. Mit der Waffe dienende Nichtmediziner und Pharmacie-Gtudierende .... 463 - «.«.-Mitglieder: 353 Hiervon standen am 16. April 1916 im Felde &) im Sanitätsdienst: 1. Mediziner und approbierte Zahnärzte 363 2. Approbierte Tierärzte (Militär-Beterin.- Beamte).10 3. Militär-Apotheker . .. 6 4. Freiwillige Krankenpfleger .... 3 sonach insgesamt im Sanitätsdienst 370 MWieder; d) im Waffendienst: 1. Nichtmediziner, einschließlich Pharmacie-Studierender.375 2. Mediziner, ausnahmslos vor oder unmittelbar hinter dem Physikum, Zahnärzte und approb. Apotheker 41 - 416 --Kriegsteilnehmer insgesamt 686 Noch nicht im Felde waren am 15. April 1916: 1. Mediziner und Zahnärzte, ausnahmslos im Sanitätsdienst .... 89 3. Militär-Apotheker. I 3. Nichtmediziner als Krankenwärter 1 4. Mit der Waffe dienend .... 77 168 — Mitglieder 854 Drei Zahnärzte, die mit der Waffe dienten, aber infolge Verwundung nicht mehr kriegSverwendungSsähig sind, dienen jetzt als Zahnärzte? fie find in der obigen Aufstellung naturgemäß unter b) 3. aufgeführt. Gefallen waren biS 15. April 1916 a) im Sanitätsdienst: 7 Aerztr und 3 SanitätS-Untervffiziere 10 b) im Waffendienst: Einschließlich 5 mit der Waffe dienender Mediziner.38 zusammen 48 K.C.er. Würden unter dem in dieser Ausstellung zur Geltung kommenden Gesichtspunkte der Berufs- Verteilung, der entsprechenden Verteilung auf die verschiedenen Zweige der HeereSorgannatton und der daraus entspringenden Verlustwahrschein- Uchkrlt die Berlustzahlen der verschiedenen Berbände miteinander verglichen, so würde sich unzweifelhaft und unbestreitbar eine weitgehende Verschiebung nach der Richtung ergeben, daß die Zahl der mit der Waffe dienend gefallenen K.Ter prozentualiter keineswegs hinter den Berlustzahlen der an der Spitze marschierenden Verbände, vom ^inavlft' abgesehen, zurücksteht. Wie wichtig die Berus-verteilung für die Berlust-Ehance ist. ergibt sich auch daraus, daß die studentischen Verbände der technischen Hoch- Aulen (vergi. Weinheimer S. C) eine erheblich kleinere Quote an Gefallenen zählen als fast alle Korporation-verbände der Universitäten. Die Erklärung hierfür liegt sicherlich in der Tatsache, daß die technischen Hochschul. Verbände eine größere Anzahl Kriegsteilnehmerunter den technifchenTruppen, speziell Eisenbahnern, zählen. Auch für den K. E. hat in gleichem Sinne wie die große Zahl der Dtediziner die erhebliche

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