KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1915-1916
- Issue
- Heft 11 (Mai 1916)
- Date
- 1916-05-01
- Page
- Seite 638 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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638 .. ... sereliebeSaxo. ein Semester lang ruhmvoll verwaist war, konnte sie in diesem Semester den Betrieb wieder aufnehmen durch frdl. Unterstützung einer l. K. B.THuringia, welche den a. B. Wohlgemuch hierher beurlaubte und den Brander Fröhlich überwiesauch i.a.B. Dann kehrte aus Halle nach Leipzig zurück. Bei den: Eröffnungskonvent und drauffolgender Kneipe waren zu unserer Freude unsere l. Bbr. Bbr. Taitza, Lewinsohn und Haas anwesend. Unser Kreis vergrößerte sich bald durch den Eintritt von stad. med. Paul Segall und stad. med. Nathan Weill, beide aus Dessau. Am 11. Mai wurde der Brander Fröhlich von dem B. C. nach bestandener Prüfung in Komment und Tendenz rezipiert. Das Rezeptionschema war in der Form einer Keilrede gehatten worden. Der Brander sprach von der ersten Zeit des Burgfriedens, in der jeder Anttsemitismus verstummt war, von den sich allmählich wieder geltend machenden Zeichen der Judenfeindschaft, da die Angriffe der Antisemiten wahr, scheinlich einsetzen würden, und von ihrer Abwehr. Die unentwegten Raffentveorettker hätten nur deshalb so viel Erfolg gehabt, weil sie sich auf Aussprüche von Juden selbst hätten beziehen können, die zumeist von nationaljüdischer Seite kamen. Hier könnten wir nur immer wieder unseren K. C. Standpunkt als gute Juden und als gute Deutsche — eines bedingt das andre - betonen. Mit einem vivat, crescat, itoreat auf den K. C., dem in nächster Zeit zwar Kampf, in Zukunft aber Sieg beschicken sä, schloß der Brander. Nach erfolgter Rezeption konnten wir zur Chargenwahl schreiten, die folgendes Ergebnis hatte: Wohlgemuch x, x xx F.M. C.W. Fröhlich x x S.W. i. a B. Dann F. M. K. W. . Segall Z. W. E. R. E. R. Wohlgemuch, Lubinski, Zernik, Taitza, Donn, Lewinsohn. Unsere Offizien sind folgende: Montag: Konvent, Donnerstag: Diskussionsabend, jeden zweiten Sonnabend: Kneipe, je zweimal wöchentlich: fechten und schwimmen. In dem ersten Diskussionsabend sprach a. B. Fröhlich über: „Ursachen und Geschichte des Anttsemitismus." Eine außerordentlich lebhafte Debatte widersprach den in mancher Hinsicht zu optimistischen Ausführungen. Zu unser besonderen Freude konnten wir unfern l. Bor. David, zur Zeit verwundet in Weimar, bei uns sehen, der wie fast alle Anwesenden mit Interesse in die Debatte eingriff. Wir schloffen das Halbsemester am 5. Juni und eröffnen den zweiten Teil am 19. mit einem Konvent. Da noch immer einige Brieffachen an andre Adreffen gehen, so machen wir hier nochmals darauf aufmerksam, daß Brieffachen für die Verbindung nur zu richten sind an: stad. med. Hans Wohlgemuch Leipzig, Emilienstr. 42 n. Wir hoffen, daß der zweite Teil des Semesters ebenso kriegsgemütlich verlaufen wird wie der erste und bitten unsere l. Bbr. Bbr., recht oft und viel zu schreiben, damit der wiedererstandene Zusammenhang zwischen Verbindung und Bundesbrüdern nunmehr gewahrt bleibe. In letzter Stunde hatten wir einen dritten Keilerfolg zu verzeichnen, es meldete sich akttv: stad. med. Herbert Großmann aus Chemnitz. Zu Beginn dieses Semesters bestand unser l. i. a. B. Bruno Taitza, zur Zeit Unterarzt in Torgau, sein medizinisches Staatsexamen und promovierte zum Dr. med. Auch an dieser Stelle darf der Dank nicht unerwähnt bleiben, den wir unserem l. B. G. Herrn Rechtsanwalt vr. Graf für seine Bemühungen bei der Wiedereröffnung unser lieben Verbindung schulden. . , X, K.W. Levita X x, F.M.f.C.,F.W. Arfeld xxx, S.W. A. H. vr. Lazarus F. M. f. T. Kb. Heiner Mayer (Ghib.), der hier verwundet im Lazarett lag, meldete sich aktiv und erhielt Generalurlaub nach Erlangen, wo er als Leutnant in einem Feldart.- Regiment steht. Ferner meldeten sich im Laufe des Halbsemesters aktiv: stad. iur. Karl Bier aus Frankfurt a. M., stad. med. Haus Strauß aus Frankfurt a. M. Bbr.Arfeld wurde noch vor den definittven Chargenwahlen eingezogen, sodaß diese sich folgendermaßen gestalteten: Rosenthal x, K. W., S. W. Levita x x, x x x, F. M. f. C., F. W. A.H. vr. Lazarus, F.M. f.T. E. R. E. R. Rosenthal, Levita, A. H. A. H. vr. Mainzer, vr. Lazarus, vr. Warmbrunn, vr. Adler. Unserem lieben A. H. Vr. Lazarus sei auch an dieser Stelle herzlichst gedankt für die Bereitwilligkeit, mit der er die Tendenzfuchsenstunden wieder übernommen hat. Der Brandfuchs Keller schied durch B. C.-Beschluß vom 32. Mai aus. Wir hoffen, auch im kommenden Halbsemester, trotz der kleinen Aktivitas von vier Leuten, den Betrieb weiter aufrecht erhalten zu können. Mitau. Im Gewerbevereinshaus in Mttau fand am Sonnabend, dem 21. Juni, ein K. C.-Abend statt. Das Zustandekommen des Abends ist den Bemühungen unseres lieben Bundesbruders Karl Loewenstein zu verdanken. Acht K.C.er waren seiner Einladung gefolgt, zum Teil unter Ueberwindung großer Hindernisse, wie z. B. eines Kompetenzkonfliktes zwischen drei Stellen wegen der Ausstellung eines Fahrscheines. War unser f äuflein auch nur klein, die Freude, wieder einmal mit . C.ern zusammen zu sein, war bei uns allen groß. Besonders hervorheben möchte ich noch, daß unsere älteste Verbindung, Viadrina-Breslau, sowohl wie auch unsere jüngste Gründung, K.C.-Stammtisch Frankfurt, ver. treten waren. Auch einen Gast konnten wir zu unserer Freude begrüßen. Armeerabbiner vr. Sonderling bekundete erneut durch sein Erscheinen sein Jntereffe für unsere Bestrebungen. Bier, Zigarren, Urlaub für Mannschaften bis zum Wecken, alles war dank der Umsicht Loewensteins zur Stelle. Bis in den frühen Morgen hinein blieben wir gemütlich beisammen. Der Sonntagvoruttttag vereinigte uns noch einmal zu einem kleinen Morgentrunk mit anschließendem gemeinschaftlichen Mittageffen. Mit dem Wunsche, die Zusammenkunft baldmöglichst wiederhott zu sehen, trennten wir uns. H. A. Mittellungen der Schristleitung. Die nächste Kriegsausgabe der K.C.-Blätter wird Mitte September herausaegeben werden. Verzögerungen sind unter den obwaltenden Verhältnissen aber nicht zu vermeiden. Die Adresse des Verlages und der Schriftleitung der K.C.-Blätter ist nur Crefeld, Königftr. 116, vom 20.8.16 Frankfurt am Main, Friedrichstr. 13. An diese Adresse sind alle den Verlag und die Schristleitung betreffenden Zuschriften zu richten. Nur die kriegsstatistischen Mitteilungen find an vr. Max Mainzer, Frankfurt a. M., Neckarstraße 5, zu senden. K. C.-Stammtisch Frankfurt a. M. Wir eröffnet«, das Semester am 29. April mit einem Antrittskonvent im „Faust." Die interimisttschen Chargenwcchlen hatten folgendes Ergebnis: Crefeld, Königftr. 116. Fernsprecher 3806, vr. Kurt Alexander, ab 20.8.: Frankfurt a. M., Friedrichstr. 13.