KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1915-1916
- Issue
- Heft 11 (Mai 1916)
- Date
- 1916-05-01
- Page
- Seite 637 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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637 find an die Privatadresse unseres K. W. canck. meck. i. a. B. Salinger, N.-W. 33, Flotowstr. 11, zu richten. Philistriert wurde Richard Herz. Inaktiviert wurden Walter Löwenberg, Kurt Manasse, Adolf Lissner. Licaria. Wir eröffneten das Sommersemester am 27. April 1916. Da sich eine Anzahl Bundesbrüder, die meisten als Soldaten, in München befinden, konnten wir den Verbindungsbetrieb, wenn auch in sehr beschränktem Maße, wieder aufnehmen. In München befinden sich drei aktive Burschen, zwei davon beim Heere, und sechs Füchse, drei davon beim Heere, i. a. B. Ludwig Mendelsohn (beim Heere) ließ sich reaktivieren. Die interimistischen Chargenwahlen halten folgendes Ergebnis: Ludwig Mendelsohn x, F. W. u. a., S. W. Arthur Katzenstein x x Walter Cohen x x x Z W. Br. Friedländer i. a. B. Fritz Aronthal F. M. f. C., K. W. E. R. E. R. Mendelsoyn, Weisenbeck, Arvnthal, Cohen, LazaruS, Katzenstein. Kbr. vr. Baron übernahm in liebenswürdiger Weise das Fuchsmajorat für Tendenz. Desgleichen leitete Kbr. Vr. Walter Weinberg, der zur Genesung von seiner Verwundung in München weilt, den Fcchtooden. Beiden fei auch an dieser Stelle bestens gedankt. Eine l. K. B. „Ghibellinia" beurlaubte zu uns den a. B. Martin Wölfsohn, der infolge einer im Felde zugezogenen Erkrankung vorläufig Erholungsurlaub vom Militär erhalten hat. Eine l. K. V. „Thuringia" überwies uns den Brander Walter Schindler. In die Verbindung traten ein: stuck, raed. Ernst Mendel aus Esien, z. Zt. Sanitätsunteroffizier im Feld, canck. weck. Max Michl aus Pirmasens, z. Zt. Feldunterarzt im Feld, stuck, iur. Herbert Lewin aus Prizwalk (Br.), stuck, raed. et. mus. Eugen Mayer aus München, z Zt. Sanitätsunteroffizier. Die endgültigen Chargenwahlen ergaben: Ludwig Mendelsohn X, F. W., S.W. Walter Cohen x x Martin Wolfsohn x x X Z. W. Br. Friedländer F. M. f. C., K. W. i. a. B. Fritz Aronthal F. M. f. T Kbr. vr. Baron. E. R. E. R. Mendelsohn, Buff, Weisenbeck, Aronthal, Cohen, Lazarus- Katzenstein. Wir kommen mehrmals offiziell in der Woche zusammen, wobei „Feldgrau" vorherrscht. (Der C. C. besteht nur aus Soldaten.) Häufig wurden wir durch den Besuch von Bundes- und Kartellbrüdern erfreut. Ghibellinia. Seit unserem letzten Bericht hat der Krieg ein weiteres Opfer von unserer Verbindung ge. fordert. Unser l. A. H. Karl Weiskopf, der als Marine, assistenzarzt auf S. M. S. „Wiesbaden" war, hat in der Seeschlacht beim Skagerrak den Heldentod gefunden. — Unser Bbr. Scharsstein, bisher Marineimendanturbe. amter, hat es nicht länger in der dumpfen Stube gelitten, er ist zur Marineinfanterie gegangen. Rheno-Silefia. Das Sommersemester hat bisher gehalten, was es versprach. In stuck, iur. Paul Block und stuck, iur. Walter Oppenheimer, beide aus Oberhausen, und stuck, meck. Kurt Mansbacher aus Dortmund konnten wir dem Verband drei neue Mitglieder zuführen. Dabei besteht immer noch die Aussicht, daß sich die Zahl unserer krassen Füchse weiter vermehrt. Die Gesamt, zahl von sechs Aktiven ermöglicht es uns,denVerbindungsbetrieb in etwa dem Friedensnioeau wieder zu nähern. Wir fechten täglich, schwimmen mehrmals wöchentlich und haben vier Avendoffizien, die meist auf dem Hause stattfinden. Die definitive Chargenwahl entspricht in rem Ergebnis der in der vorigen Nummer der K. C.- lätter mitgeteilten interimistischen Besetzung. Bon unseren Bundesbrüdern aus dem Felde, von denen wir zu unserer großen Freude eine stattliche Anzahl als Urlauber bei uns begrüßen konnten, erhalten wir fortgesetzt gute Nachrichten. Bezüglich unserer Auszeichnungen und Beförderungen verweisen wir auf den statistischen Teil unserer Zeitschrift. Biadrina. Bon Bundesbrüdern sind in Darmstadr anwesend: i. a. B. Richard Oppenheim, a. B. Benni Cahn. A. H. Remak schied aus dem Vorstand der Verbindung aus, da er ins Feld gerückt ist. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: 1. vr. Lazarus, Vorsitzender, 2. Dipl-Ing. Schäfer, 3. Zivilingenieur Gumpertz 4. canck. arch. Oppenheim, S W. 5. vr. Grünberg K. W. Briefsendungen sind nur noch an die Adresse der Verbindung zu richten: Darmstadt, Restaurant Stadt Pfungstadt, Elisabethenstraße. Friburgia. Wir eröffneten das Sommersemester 1916 am 3. Mai mit einem Konvent, zu dem sich zahlreiche K.C.er einfanden, die sämtlich der Dienst nach Königsberg verschlagen hatte. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Leß x, F. W, Oske x x, S.W, Laser x x x, K.W., Levinsohn, Z.W. E. R. E. R. Leß, Oske, Kb Weil, Kb. Kochmann, Lazar, Wechselmann. Da aber inzwischen Bbr. Lt. Leß ins Feld rückte, ergaben die definittven Chargenwahlen ein anderes Bild: Oske x, I.S.W., Laser x x, F.W., K.W., F.M. f. C., Levinsohn x X X, 3. S W, Z.W., Kb. Kochmann, F.M.f. T. E.R.ER. Oske, Laser, Kochmann, Lazar, Wechselmann, A. H Georg Cohn. Zu Beginn des Semesters entfalteten wir eine rege Keiltättgkeit, die zwei Aktivmeldungen zur Folge hattedie Herren stuck, meck. Gustav Loewenstein aus Rössel und stuck, meck. Kurt Hirschfeld aus Braunsberg traten in die Berbindungein. Obgleich die Mehrzahl von uns des Königs Rock trägt, halten wir einen ziemlich regelmäßigen Berbindungsbetrieb aufrecht. Jeden Montag findet ein Konvent statt und Mittwoch abwechselnd ein Bierabend in einem Garten am Schlotzteich oder ein DiskusfionSabend. So sprach z. B. unser A. H. Referendar Dr. Lazar im Juaendverein über die Geschichte der Juden in Königsberg, Kb. Meyer über die Ostjudenfrage usw. Unser Verbindungsboot wurde ebenfalls wieder flott gemacht, sodaß wir oft auf dem Schloßteich gondeln können. Wöchentlich finden vier Fuchsenstunden stattaußerdem nehmen die Füchse an einem Fechtkursus teil. Zwanglose Ausflüge werden fast jeden Sonntag unternommen. Am Himmelsfahrtstage besuchten wir unfern l. Kb. Bonnin (Spreviae) in Pülau. Ost wurde uns wieder die Freude zuteil, auf Urlaub befindliche Kb.Kb. und Bbr. Bbr. in unserer Mitte zu sehenso besuchten uns z.B. unser A.H. Kurt Rosenbaum und i. a. B. Walter Lehmann. Die Verbindung betrauert lebhaft den Heldentod ihres l. Kb. Dr. Weiskopf (Ghib.), der tat Sommersemester 1914, als er hier in Königsberg als Assistent am Pathologischen Institut der Albertusuniversität weilte, sich die Freundschaft und Achtung aller Friburgen erworben und die Verbindung stets mit Rat und Tat unterstützt hat. Wirschließen das Sommersemester am 26.Juli 1916.