Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1916-05-01 · Heft 11 (Mai 1916) · p. Seite 634

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 11 (Mai 1916)
Date
1916-05-01
Page
Seite 634 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2268830-2268895-2268900--1696-3523315
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

634 wo lange, festlich weißgedeckte Tafeln unserer harrten und für Speise und Trank gesorgt war. Die weite Halle konnte die Zahl der Teilnehmer (über 7V0 waren wohl erschienen) kaum fassen. Nach dem Liede „Wir treten zum Beten" erhob Herr vr. Sonderling sich zu einer kurzen Ansprache, in der er der Bedeutung des Abends gedachte und unfern Treuschwur fiir Kaiser und Reich erneuerte. Unter den übttchen Gebeten und der Vorlesung der Hagadah nahm der Abend seinen Fortgang. Neben der religiösen Feier wurde auch der Wünsche derer gedacht, die mit der Hoffnung gekommen waren, Freunde oder gar Verwandte hier zu treffen und mit gleichgesinnten, und empfindenden Menschen Gedanken auszutauschen. Leicht war es nicht, bei der großen Zahl der Teilnehmer jemanden üerauszufinden. In liebenswürdigster Weise waren hier die höheren Chargen behilflich und bald fand sich zusammen, was zusammen gehörte. Man fühlte sich wie in einer grotzen Familie. Auch mir ward auf diese Weise die große Freude, vier K. C.er, darunter unser» allverehrten lieben A. H. Karl Loewenstein, zu treffen. Alles in allem war es eine schöne eindrucksvolle Feier, ich hätte fast „Familienfeier" gesagt, die gewiß allen Teilnehmern in steter Erinnerung bleiben wird. Am folgenden Abend besuchte ich A. H. Loewenstein in seinem gemütlichen T.... Heim. Nach altem Brauche wurde hier die unerwartete Begegnung zweier K. C.-er kräftig begaffen. Mit kartellbrüderlichem Gruß Hermann Aronsohn (Lic., Thur.). Rußland, den 15. Mai 1916. Lieber Herr Kartellbruder! Nehmen Sie meinen herzlichsten Dank für die 8usendung der Januar-Februar-Nunimer der K. C.- lätter, die, wie ich wohl garnicht besonders zu erwähnen brauche, die angenehmste Lektüre im Schützengraben sind, versetzen sie den K. C.er doch in Gedanken wieder für kurze Zeit in den fröhlichen Kreis seiner lieben Kameraden und laffen frohe Erinnerungen in ihm wach werden. Gerne würde ich Ihnen einige intereffante Schilderungen zusenden, doch geht hier im Stellungskampfe ein Tag dahin wie der andere. Postenstehen und Arbeitsdienst wechseln miteinander ab. Beim Stabe unserer Division habe ich Kb. Elkan getroffen, der hier draußen als Feldzahnarzt tätig ist. Bon meinem Befinden kann ich Ihnen nur Gutes berichten und es gereicht mir zur besonderen Freude, der letzten Nummer der K. C -Blätter entnehmen zu können, daß es allen Kartellbrüdern gut geht. Zum Schluß noch dem ganzen K. C. ein kräftiges »Vivat, kloriat, erescat!« Heimlichst! Ihr tr. Kbr. Max Baum. (Bau) 16.5.16. Lieber Mainzer! Gerade kehre ich von meinem 14 tägigen Urlaub zurück, da erhalte ich schon den Besuch von Auerbach, der nur wenige Kilometer von hier in „Ruhe" liegt. Wir freuen uns, uns gemütlich aussprechen zu können und sind, da wir beide große Optimisten sind, einig, daß wir uns alle bald in der Heimat Wiedersehen werden. Vorerst aber ist es im Felde noch gemüüicher als zu Hause. Herzliche Grütze Dein Beisfinger. Lieber Mainzer! Ich habe ein paar gemütliche Stunden bei Beissinger verlebt und bin mit glänzendem Kaffee bewirtet worden. Die Gelegenheit möchte ich nicht vorübergehen laffen, Dir herzlichste Grütze zu senden. Dein Max Auerbach. 12. 5.16. Mein lieber Mainzer! Tausend Dank für Deine lieben Zeilen vom 17. April. Ich habe mich über Dein Jntereffe, das aus den Worten spricht, so riesig gefreut, wie ich es Dir nicht sagen kann. Auch meine Totsagung war mir völlig neu. Nun, ich war auch mehr tot als lebendig. Daß Baumgarten gefallen ist, ging n,ir sehr nahe, wir waren zusammen als Freiwillige eingetreten. Mir geht es so einigermaßen. Zusammengeflickt bin ich immer noch nicht ganz, es werden noch Wochen vergehen, ehe ich das Spital ver. laste. Aber nochmals innigen Dank, laß bald wieder etwas von Dir hören und nimm die herzlichsten Grüße von Deinem Caruso. (Fritz Kochmann.) 29. 5. 16. Lieber Mainzer. Von einem Feldgottesdienste die besten Grüße Dein Dobrin (Sprev.). Ich schließe mich gerne mit einen» ergebensten Gruß, an und komme Ihnen — nach dem Feldgottesdienste, — einen kräftigen Schluck Armeerabbiner vr. Sali Leoi Lieber Mainzer! Es freut mich, Dir wieder mal herzliche Grüße senden zu können. Gesprächsstoff: K. C.- Zeitung. Dein Ludwig Meyer. 10. 6.16. Lieber Herr Kartellbruder! Zwei K. C.er, die schon längere Zeit in unmittelbarer Nähe hausen, haben sich heute ini Unterstände des „Artilleriekommandeurs" — das bin ich nämlich — getroffen und hoffen, daß die Runde durch die demnächst zu erwartende Rückkehr Jacobovies (Biadr.), der gerade auf Urlaub ist, bald vergrößert wird Herzl. Gruß Ihr vr. Eichengrün (Lic.). Sehr geerhrter Herr Kbr.! Nun ist auch mir einmal die Freude zuteil geworden, einen Kb. in der Stellung zu treffen. Die Nähe unserer Feldbehausungen wiro zum künftigem Besuch beitragen. Mit bestem Gruß. vr. H. Berberich (Ghib.). 10. 6. 16. Sehr geehrter Herr Kartettbruder! Seit Mitte März bin ich m Serbien, war zuerst zu einem Feldlazarett kommandiert, rvo ich zufällig noch einen Ä. C er, Hoffmann (Lic.), traf und auch Bohsten durch diesen kennen lernte. Wir wollen nächstens Goldstein (Lic.l, der Kriegsgerichtsrat in der Nähe ist, besuchen. Leider sind die schönen Tage in ... . bald vorüber. Wohin? Die Stellung bei der Staffel ist sehr angenehm tlnd ganz selbständig. Gesundheitlich geht es gut, hoffentlich bleiben uns in nächster Zeit Verluste erspart. Mit vielen kartellbrüderlichen Grüßen Ihr ergebenster Fuchs. 22. 4. 16. Sehr geehrter Herr Kartellbr.! Habe heute Kb. Goldstein ausgesucht, der zufällig Hoffmann (natürlich im Auto) getroffen. Sonst geht's gut. Herzliche Grütze Fuchs. Lieber Kb.! Herzliche Kartellgrüße! Selbst im fernsten.treffen sich K. C.er und gedenken ihres Bundes. _Hans Goldstern. (Lic.) Lieber A. H.l Eben besuche ich Kb. Röttgen und treffe zu meiner Freude noch einen weiteren Kb. an. Ires kaciunt coUegium! Ich gestatte n»lr, einen Ganzen aufs Speziellste, mit brdl. Grüßen! Heinz Goldschmidt. (Sprev.) Herzliche Grüße Walter Röttgen. (Bav.) Der weitere Kb. bin ich und grüße heimlichst Paul Nathan. (Rh. Sit.) Lieber Mainzer! Bin hier zum Kongreß gerade gemütlich init Haas zusammen und sende Dir und Deiner Frau Gemahlin sreundl. Grüße Dein Halle. Viele Grüße Dir und Deiner Frau Dein Haas.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.