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KC-Blätter · 1916-03-01 · Heft 10 (März 1916) · p. Seite 595

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Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 10 (März 1916)
Date
1916-03-01
Page
Seite 595 (sequence 13)
Language
German
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595 sind. Die Zahl der anwesenden Russen ist während des Krieges von 4V auf 70 gestiegen, was wesentlich darauf zurückgeyt, daß sich aus den besetzten Ostfeeprovinzen Deutsche eingefunden haben, deren Abweisung gewiß nicht im nationalen Interesse gelegen wäre. Wie sich im Laufe des Krieges der Zugang aus den von den kriegerischen Ereignissen nicht direkt berührten Ländern gestaltet hat, ist besonders beachtenswert. So ging die Zahl der überwiegend aus dem Norden stammenden Amerikaner von 351 im Winter 1013/14 und 167 im ersten Kriegswinter jüngstens ans 120 zurück, die der Rumänen von 144 aus 110. Thuringia. In den diesmaligen Ferien bestanden die einzigen offiziellen Gelegenheiten in einem wöchentlich am Donnerstag stattfindenden Ferienabend im Augustiner-Bräu. Dazu erschienen oft recht zahlreich außer den anwesenden auch aus den» Felde auf Urlaub be. findliche Kbr. Kbr. und Bbr.Bbr. Außerdem fand am 16. April inr gleichen Lokal ein größerer Frühschoppen statt. Leider haben uns zwei Nachrichten aus dem Felde schwer getroffen. Unser l. i. a. B- Friedrich Baumgart, der erst vor kurzem zum zweiten Male ins Feld rückte, starb als Zugführer einer Maschinengewehr-Kompagnie bei einem Sturmangriffe den Heldentod. Ferner wurde unser l. Bbr. Braun bei einem freiwillig ausgeführten Patrouillengange schwer verwundet. Er erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Wenn auch die Keilaussichten für das am 1. Mai beginnende vierte Kriegssemester vorläufig noch nicht allzu gut sind, so hoffen wir doch, daß das Semester einen recht befriedigenden Verlauf nehmen wird. Bavaria. Mit Schluß des Wintersemesters schien es, als ob auch unsere Verbindung in diesem Sommer zur Kriegssuspension genötigt sein würde, jedoch hat sich diese Befiirchtung nicht bewahrheitet. Wir können das neue Semester am 2. Mai mit zwei aktiven Burschen, die allerdings täglich ihre Einberufung zu den Fahnen erwarten müffen, beginnen. Mit Unterstützung der noch in Heidelberg und Mannheim weilenden Inaktiven wird es sich ermöglichen laffen, den Korporations. betrieb aufrecht zu erhalten und der Verbindung durch eifrige Keilarbeit neue Mitglieder zuzuführen. Sprevia. Der letzte Konvent des 3. Kriegssemesters hatte zu Mitglieder der F. C. gewählt: i. a. B Weltmann, F. C.x, xxx a. B. P. S. Mendelsohn, F. C.x X In den Ferien fanden alle 14 Tage Zusammenkünfte und außerdem gelegentlich Frühschoppen statt, zn denen die in Berlin anwesenden K. C.er sich gern einfanden. Auch konnten wir viele, vorübergehend auf Urlaub hier verweilende Kbr. Kbr. und Bbr. Bbr. in unserer Mitte begrüßen Das 4. Kriegssemester wurde am 1. Mai mit einem Konvent auf der Kneipe eröffnet. Wieder hat sich die Zahl unserer Bundesbrüder verringert: unsere l. a.B. a. B. P. S. Mendelsohn, Blank und Ries sind nun auch Soldaten geworden. Dafür meldete sich Kbr. Lindner (Thuringiae) der hier als San.-Untffz. beschäftigt ist, bei uns aktiv. Die interimistischen Chargemvahlen hatten folgendes Ergebnis: Ascher x 1. S. W. Lindnerx x K. W. Blum xxx F. M. f. C. i. a. B Weltmann F. M. f. T. i. a. B. Goldschmidt E. R. E. R. Ascher, Lindner, Blum, Manaffe, Eisner, Lißner. Aktiv meldeten sich bisher: stud. iur. Richard Josephsohn aus Potsdam und stud.med. Salomon Simon aus Berlin. Inaktiviert wurde a.B. Hans Segall,der auf Urlaub hier weilte. Irr diesem Semester beabsichtigen wir, abgesehen vom Fechtboden, an zwei offiziellen Abenden zusammenzukommen. Licaria. Das Wintersemester 1915/16 schloß mit einem Convent am 4. März. Die Ferienkommission setzt sich zusammen aus: i. a. B. Fritz Aronthal, x, K. W. i.a.B. Gustav Lazarus, x x, F.W. a. B. Arthur Katzenstein, xxx, S. W.. Das Sornmersemester des Jahres 1916 beginnt ani 27. April unr 2 k. c. t. (Cafe „Nene Börse"). Wie es sich gestalten wird, läßt sich noch nicht übersehen. Wir glauben aber, daß uns auch in diesem Semester die Suspension erspart bleiben wird, zumal sich eine größere Anzahl älterer Bundesbrüder zur Zeit hier in Garnison befindet. Außerdem haben wir bereits einige neue Füchse in Aussicht, a. B. Michel van Blydenstein wurde zu einer l. K. V. „Rheno-Silesia" beurlaubt. Auch während des vergangenen Semesters erhielten wir wiederholt Besuch von Bundes- und Kartellbrüdern aus dem Felde oder den in der Nähe gelegenen Garnisonen. Besonders in den Ostertagen konnten wir eine Menge K.C.er in München begrüßen. Rheno-Silesia. Wir eröffneten das Sornmersemester 1916 mit einern Generalkonvent auf dem Hause am 30. April 1916 um 11 ir. c. t. An dieser Stelle danken rvir den Alten Herren fiir ihr zahlreiches Erscheinen. Bon einer l. K. V. „Licaria" wurde uns der a. B. van Blydenstein überwiesen. Die interim. Chargen wurden wie folgt besetzt: van Blydenstein, x Kaufmann, x x, x x x van Blydenstein, F. M. f. T. u f. C., F. W., S. W. Levit, K. W , Z.W. Die Keilaussichten für dieses Semester sind den Umständen nach befriedigend, jedoch ist die Zeit zu kurz, unr schon von Keilerfolgen berichten zu können. Wir hoffen, dieses inr rrächsten Bericht nachzuholen. Da auch von uns in Zukunft durch regelmäßige Berichte Sorge getragen wrrd, mit unseren Bundesbrüdern im Felde in engster Fühlung zrr bleiben, bitten wir auch sie, von jetzt ab häufiger als bisher Nachricht an rrns gelangen zu laffen. Viadrina. Unser arrs dein Heeresdienst entlassener l. i. a. B. Richard Oppenheim wird im S. S. wahrschein, lich in Darnrstadt sein, und da auch unser Jungbursch B. Cahn noch dort bleiben kann, sind wir in der angenehmen Lage, unsere Geschäfte wieder vom Sitz unsrer Verbindung aus führen zn können. Sonst ist wenig zu berichten. Einzelne Bb. Bb. kletterten auf der militärischen Stufenleiter wieder eine Sproffe höher. Aber auch die weniger Glücklichen befinden sich, wie die häufigen Nachrichten beweisen, recht wohl. Der Ortsgruppe Darnrstadt des „Akademischen Hilfsbundes" traten rvir bei. Friburgia. Dänk der für Kriegsverhältniffe außerordentlich großen Zahl von ortsanwesenden K. C.ern beschlössen wir, neben der Zusammenkunft am Sonntag Nachmittag bei Kücken (Steindamm 67/69) auch jeden

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