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KC-Blätter · 1915-09-01 · Heft 7 (September 1915) · p. Seite 474

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 7 (September 1915)
Date
1915-09-01
Page
Seite 474 (sequence 12)
Language
German
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474 später erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß auch unser l. a. B. Erich Ginsberg gefallen ist. Wie nicht anders zu erwarten war, gestaltete der Krieg unser Zusammensein erheblich um. Kurt Krotoschiner und Leo Bonnin traten als Kriegsfreiwillige in den Heeresdienst. Einberufen wurden ferner Max Kronenberg und Willi Riese. Nur wenige BundeSbrüder blieben noch übrig. Trotzdem wurde ein geregelter Verbindungsbetrieb durchgeführt. Jeden Donnerstag fand ein Bierabend im Pschorr statt, an dem wir oft die Freude hatten, Angehörige aller Kartellverbindungen, meist Feldgraue, zu begrüßen. Dreimal wöchentlich war Fechtboden. Das Wintersemester begann am 18. Oktober, die Antrittskneipe fand am 20. Oktober statt. Zahlreiche Beförderungen und Auszeichnungen fettens unserer Bundesbrüder wurden uns erfreulicherweise auch in den letzten Wochen wieder gemeldet. Sie sind im stattsttschen Teil aufgeführt. Ende Juli meldete sich stuck. iur. Werner Braß aus Berlin aktiv. Der Kassenwart der Sprevia bittet Geldsendungen zu richten an Fritz Blumenthal, Berlin W., Rosenheimerstraße 3. Liearia. Während der Ferien wurde die Fühlung zwischen ben in München anwesenden Bundes- und Kartellbrüdern durch allwöchentlich ftattfindende, sehr gut besuchte Zusammenkünfte aufrechterhalten, zu denen häufig aus dem Felde beurlaubte K. C.er als Gäste erschienen. Philistriert wurden während der Ferien: Max Lenneberg, Ernst Sondheimer, Max Berger. Die Füchse Hirsch und Levita wurden nach Frankfurt an den K. C.-Stammtisch überwiesen. Auf dem Felde der Ehre verloren wir unseren lieben Bundesbruder Fritz Ehrlich. Wir eröffneten das Wintersemester am 18 10. mit dem Mittagstisch im Cafe Luitpold. Unsere Aktivitas besteht augenblicklich aus zwei a. B a. B und einem bis zum 1.11. beurlaubten Brander, doch haben wir Aussicht, dieselbe noch durch einige Krasse zu vergrößern. Am 20.10. fand ein Konvent statt, der die interimistischen Chargen wie folgt verteilte: M. van Blydenstein x a. i, x x X a. i. F. W., S. W. A. Katzenstein x x a. i. Z W. Die Verwaltung, der Kaffe hat auch in diesem Semester i. a. B Aronthal übernommen. Die Offizien der Woche sind vorläufig: dreimal Cafe und ein K. C.-Abend. Ghibellinia. Die Leitung der Berbindungsgeschäfte ging in die Hände des A. H. l)r. Stamm, Frankfurt a.M., Reservelazarett Hl, Verein für jüdische Krankenpflegerinnen, Bornheimer Landwehr 85, über, an den alle schriftlichen Mitteilungen und Zahlungen erbeten werden. — In Freiberg ist z. Zt. nur 1 aktiver Ghibelline, Hanf, der Vizefeldwebel ist und jederzeit fortkommen kann. Außerdem find noch zwei i a. B. i. a. B. Walter Goldschmidt und Hirschfeld dort. Bei den geringen Keilausstchten, die Freiberg im Winter bietet, machen wir also zunächst nicht aus. Rherro-Eilest«. Die Ferien nahmen, den Verhältniffen entsprechend, einen sehr ruhigen Verlauf Soweit es sich ermöglichen ließ, wurde unter den ortsanwesenden Kb. Kb. und Bdbr. Bdbr. ein geselliger Verkehr aufrechterhaltcn. Ganz besondere Freude bereitete es uns, daß unser l. A. H. Jacoby, i. a. B. Blank und Baum ihren Urlaub aus dem Felde dazu benutzten, ihrer Verbindung einen Besuch abzustatten. Die Verbindung hat das Semester am 20. Oktober eröffnet. Die interimistrschen Chargenioahlen hatten folgendes Ergebnis: A H. Jsay x, F.W., S.W. Willy Levy x x Ernst Kaufmann x X x, F. M., K. W. Ernst Levit, Z. W. E. R. E. R. Jsay, Heimann, Kaufmann, Levy, A. H. Salomon. Unseren besonderen Dank sprechen wir unserem l A H Jsay für seine Aktivmeldung und Uebernahme der ersten Charge aus. Biadrina. Die Aussichten, die für das jetzige Winter-Semester so gut waren, sind ins Gegenteilige gerückt. Kb. Kronenberg (Spreviae), der nach Darmstadt kommen wollte, ist inzwischen zur Feldartillerie eingezogen worden. Bb. W. Guttmann trägt z. Zt. als Musketier des Königs Rock. Ihm sei als bisherigem Berichterstatter und Geschäftsführer für seine aufopfernde Tätigkeit an dieser Stelle im Namen der Verbindung herzlichst gedankt. Unsere liebe, allen bekannte Bundesschwefter Elfriede Kadden studiert eifrig auf der hiesigen Technischen Hochschule. . Nun ist doch als einziger männlicher Vertreter in Darmstadt übrig geblieben unser l. Bb. crmck. mg. Benni Cahn aus Pier b Düren, der seine militärische Beurlaubung zum Studium auf der Technischen Hochschule benutzt. Cahn nimmt an den Fuchsenstunden des A. H. Rabbiner Dr. Lazarus bei dem K. C.-Stammtisch Frankfurt/Main teil. Von allen anderen l. Bb. Bb. hört man nur Gutes. Bon Trauer wurde die Verbindung glücklicherweise noch nicht betroffen, und wünschen wir allen Bundesbrüdern weiterhin Heil und Sieg. Leider ist aber unser Bb. Simson in französische Gefangenschaft geraten. Die Herausgabe der üblichen monatlichen Verbindungsberichte, sowie die übrigen Geschäfte der Biadrina hat für dieses Semester vorläufig Bb. A. H Grünberg übernommen. Seine Adreffe lautet: Kriegsfreiwilliger Marineflieger Dr-Ing Dipl.-Ing. Max Grünberg, Holtenau bei Kiel. Friburgia. Die langen Sommerferien gehen zur Neige. Wir werden bei Beginn des Wintersemesters von Bundesbrüdern, die noch nicht den Rock des Königs tragen, nur zwei hier haben, ein sechstes Semester, das vor dem Referendarexamen steht, und einen drittsemestrigen Fuchsen. Bei der Einweihung des «Eisernen Wehrmanneserklärten wir uns auf Anfrage des Prorektors bereit, zu chargieren. In den Ferien hatten wir von offiziellen Veranstaltungen einige Dämmerschoppen, die auch von in diesiger Garnison weilenden Kartellbrüdern zahlreich besucht waren. Unsere Wohnung Steindamm 72 haben wir aufgegeben; Briefe sind bis auf weiteres an Ernst Wechselmann, Hufenallee 27, zu richten. Im Wintersemester werden wir, wie auch die anderen hiesigen Verbindungen, einen offiziellen Abend in der Woche haben. Wir bitten die irn Felde stehenden Bbr. Bbr. auch auf diesem Wege dringend, ihre Beiträge einzusenden. Saxo-Bavaria. Die Aktivitas trennten sich am Ende des vorigen Semesters in der Hoffnung, das neue Semester mit genügender Aktivitas eröffnen zu können. Leider haben sich diese Erwartungen nicht erfüllt. Unser l. i. a B. Stein, der sich trotz seiner hohen Semesterzahl und seines Dienstes im vergangenen Semester wieder aktiv gemeldet hatte, kam als Unterarzt ins Feld, und unser l. a B. Katz meldete sich kriegsfreiwillig bei der Feldartillerie, nachdem er einmal schon wegen Krankheit entlasten war Wir mußten

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