KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1915-1916
- Issue
- Heft 7 (September 1915)
- Date
- 1915-09-01
- Page
- Seite 473 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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473 eben und um auch eine Erforschung und einen Ausau des Beamtenrechts in die Wege zu leiten, Hai der Verband mittlerer Reichspost- und Telegraphenbeamten aus Anlatz seines 25jährigen Bestehens eine Stiftung in Höhe von 30000 M. errichtet, deren Zinserträgnis von 15000 M. jährlich zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Beamtenfragen verwendet werden soll. Für Doktor-Dissertationen über Beamtenfragen würden beispielsweise die Druckkosten aus der Stiftung bestritten werdengeeignete Broschüren sollen verlegt und Preisausschreiben unter den Wissenschaftlern veranstaltet werden. — Der Verband mittlerer Reichspost- und Telegraphenbeamten, Berlin N 616, Gr. Frankfurterstratze 83, erteilt nähere Auskunfter ist auch in der Lage, Themata zu bezeichnen und statistische und andere Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Kriegsdienst und medizinisches Studium. Wie wir bereits in der 6. Kriegsausgabe der K. C.-Blätter sS. 433) initteilten, wird nunmehr von den Kandidaten der Medizin die Ableistung des praktischen Jahres wieder gefordert. Auch die sogenannte Kriegsprüfung, die in einer erheblichen Verkürzung der normalen Prüfung bestand, ist in Wegfall geraten. An Erleichterungen für die ärztlichen Prüfungen besteht nur noch gegenwärtig die Anrechnung der Kriegszeit auf ein Semester des Studiums in der Weise, datz der Kriegsdienst bis zur Dauer eines halben Jahres auf die für die Vorprüfung oder die Hauptprüfung vorgeschriebene Studienzeit angerechnet wird, sofern nicht das halbe mit der Waffe geleistete Militärdienstjahr auf das Studium bereits angerechnet oder anzurechnen ist. Soweit eine Anrechnung vom Kriegsdienst auf die Studienzeit nicht stattfindet, wird er aus das vorgeschriebene praMsche Jahr angerechnet. Eine weitere Erleichterung besteht schließlich noch hinsichtlich der Beförderung von Medizinstudierenden, die im Heeresdienst verwendet sind, zu Feldunterärzten. In Unterärztstellen können nämlich auch solche Medizinstudierende verwendet werden, welche nach Ablegung der ärztlichen Vorprüfung ein Semester klinisch gearbeitet und eine mindestens sechsmonatige Tätigkeit im Heeres-Sanitätsdienst zurückgelegt haben, sofern sie von ihren nächsten militärärztlichen Vorgesetzten für den ärztlichen Dienst für durchaus geeignet erklärt werden. Neben ihrem Zeugnis über die bestandene ältliche Vorprüfung haben sie demnach den Nachweis vorzulegen, datz sie nach Ablegung der ärztlichen Vorprüfung ein Semester an einer Universität gearbeitet habendie Eigenschaft als Kriegsstudent genügt also nicht, wie vielfach angenommen wird. Normalerweise erfolgt die Ernennung zum Feldunterarzt während des Feldzugs nach zweimonatiger Ausbildung mit der Waffe und zweis emestriger klinischer Tätigkeit nach vollständig bestandener Vorprüfung. Oß Verbands-Nachrichten. In das Kuratorium der K. C.-Blätter trat an Stelle des zum Heeresdienst einberufenen Herrn Kb. vr. Rahmer Herr Kb. Rechtsanwalt vr. Bruno Rosenberg, Berlin', ein. A.H.B. Sprevia. Die Geschäfte des A.H.B.Sprevia hat für die Dauer der Einberufung des Herrn Bb. Goldstrom Rechtsanwalt Erich Boehm, Berlin SW. 48, Wilhelmstratze 100, übernommen. A. H. V. Rheno-Silesia. Die Geschäfte des A.H.V. Rheno-Silesia übernahm bis auf weiteres Referendar Vr. Kurt Alexander, Crefeld, Königstrahe 116. Alle Bundesbrüder, die für das vergangene Sommersemester -trotz der verschiedenen Rundschreiben einen Beitrag noch nicht gezahlt haben, werden gebeten, ihn unveiHÜglich Bb. Alexander einzusenden. Die Verbindung und die K. C.-Kaffe bedürfen dringend des Geldes. Thuringia. Voll Ungewißheit über die Aussichten des neuen Semesters fanden wir uns am 18 10.15, abends, auf unserer Kneipe ein, um, wie es bestimmt war, das dritte Kriegssemester mit dem Konvent zu eröffnen. Alle Erwartungen wurden übertroffen. Schon in den Ferien hatte die Verbindung erfreulichen Zuwachs erhalten, indem auf einem a. o. Konvent Ernst Michaelis aus Hindcnburg als Fuchs ausgenommen worden war. Gleichzeitig war a. B. Kurt Lindner inaktiviert worden. Unsere Korona, die bei Eröffnung aus einer ganz ansehnlichen Zahl von Aktiven — zumeist Soldaten der hiesigen Garnison — bestand, erweiterte sich schon in den wenigen Tagen durch den von einer I. K. B. »Sprevia« überwiesenen Brander Wohlgemuth und durch die beiden neu aufgenommenen Füchse stud. iur. Fröhlich- Antonienhütte (O.-S.) und 8tud. ing. Lindner-Ratibor. Auch besteht noch Hoffnung auf weitere Füchse. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Martin Gotthilf x, C. W. Max Aber x x Herbert Zimmt XXX, S.W. A. H. vr Goldmann F. M. f. T. i. a. B. Max Markus F. M. f. C. A.H. vr.Perl K.W. Fritz Groß F. W. Hans Wohlgemuth Z. W. E. R. E. R. Markus, Zimmt, Gotchilf, Begach, Aber, Grotz. Bavaria. Die Befürchtungen, in dieser« Semester die Verbindrmg aus Mangel an Akttven suspendieren zu müffen, haben sich glücklicherweise nicht erfüllt. Wir eröffneten am 26. Oktober das Semester mit einer Aktivitas von 6 Leuten, 3 Burschen, 2 Brandern und einem Kraffen. i. a. B. Marcus meldete sich zu Beginn des Semesters wieder aktiv. Unser a. B Hermann Samson ist inzwischen als Kriegsfreiwilliger zum Heer eingerückt. Leider haben wir wieder einen schweren Verlust zu beklagenunser i. a. B Siegfried Rosenthal ist im Felde in Erfüllung seiner soldatischen Pflicht an einer Infektion gestorben. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Marcus X, F- W., S. W., Z. W., F. M. f. C. Grünwald X X, 2. K W., A W., B. W. Markan X X X, F. M f. T. i. a B. Albert Simons 1. K. W. E. R. E. R. Marcus, Simons, Grünwald, Markan, A. H. Ludwig Baum (Alzey). Einer unserer jüngsten Kriegsfüchse, Ludwig Löwenstein, ist dieser Tage zürn Leutnant der Res. in einem preutzischen Res.-Inf.-Reg. befördert worden. Kaum 18 Jahre alt, dürfte er wohl der jüngste jüdische Offizier der Armee sein. Sprevia. Biele Opfer hat bisher der Krieg von uns gefordert, und schon wieder haben wir den Verlust von vier Bündesbrüdern zu beklagen: A. H. Erich Krotoschiner, i a. B i. a. B. Erich Friedländer und Felix Zlotnitzki starben den Heldentod. Innerhalb einer Woche erreichten uns diese Trauerbotschaften. Wenige Tage