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KC-Blätter · 1915-07-01 · Heft 6 (Juli 1915) · p. Seite 440

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 6 (Juli 1915)
Date
1915-07-01
Page
Seite 440 (sequence 17)
Language
German
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440 20. 5. 15. Lieber Mainzer! Herzlichen Dank für die K. C.-Blätter; wie freue ich mich doch, häusiger etwas von den lieben Freunden zu hören; einen hier draußen zu treffen, war mir noch nicht geglückt. Wir sind hier ganz gewaltig angestrengt, da »vir natürlich öfters unsere Stellung wechseln, und unsere Gefechtsstände ganz besonders bombensicher ausgeführt werden muffen, in Anbetracht der besonders liebevollen Aufmerksamkeit der Franzosen gege»» uns. Wir haben sie aber auch schon tüchtig geärgert. Unsere Stimmung bleibt bei alledem gut, und das ist ja die Hauptsache. Herzlichen Gruß Dir und Deiner werte»» Familie Dein Siegfried Simon (Biadr.) 13. 7. 1815. Lieber Mainzer! Die Nachricht von» Tode meines Namensvetters hat »»»ich tief getroffen. Wie sirrchtbar sch»»ell ging das. Bon mir nichts Besonderes. Wir sind, nachdem wir einige Wochen die Schießerei mit gute»»» Erfolg mitgernacht hatten, n»»n einige 23 Km hinter der Front in den Ardennen. Lediglich die Verödung erinnert hier an de»» Krieg. - Der»» neuen Stammtisch ein „Vivat, crescat kloreat. - Mit den besten Grüße»» fiir Dich und Dei»»e »v. Angehörigen Dein Siegfried Simon. Lieber Keddo! Kerl! Kerl! so sehe ich aus! Wie'»» ganz alter Reitersrnann. Mein Röckchenund vor alle»»» die Stiefel sind noch beoeutend feldgrauer gervorden. Ich laffe mir eine»» Bart stehen. Augenblicklich überlege »ch noch eingehend, ob ich Format Her»ri quatre oder Franz Joseph erwählen soll. Oder einfach Urtyp?! Ich bitte u»n Dein kü»»stlerisches Fachurteil! Lieber, mein Schreibpapier neigt beängstigend zum Ende! Sende mir praktischen Ersatz. Ich will Dir auch oft und gern schreiben. Mit vielen »nnigen Begrüßungen sende ich Dir auch ein kleines Bildchen aus ziemlich sauberen Tagen, wo n»an noch nicht zu fünfzehn, gegen alle Vorschriften der Hygiene, aus einer Flasche soff, und mit Fingern, von denen der Dreck brockenrveise abfällt, mit Lust an einer Cervelatwurst (hätte »»»an nur immer eine!) sich erbaut. . * Dein stoppelbärtiger Sims. Oestl. Kriegsschauplatz, 20. 7. 15. Lieber Kartellbruder! Den K. C.-Blättern und damit Dir verdanke ich meine erste Zusammenkunft mit einen» Bundesbruder in» Felde. Herzlichen Dank und Gruß Dein Ernst Sondheimer. Ich schließe mich mit herzlichsten Grüßen an Lenneberg (Licariae). 23. 4. 15. Lieber Alter Herr! Nach achtwöchigem ununterbrochenem Verweilen an der Front sind wir „Schneeschipper" wieder mal für 2—3 Tage in der Etappe zur Erholung. Im Kreise hübscher Mädels von W. . . sitzen wir gerade am Freitagabend bei einen» g»»ten Glase russischen Tees und denken an die schöne Studentenzeit, nachdem wir beute mittag beim deutschen Wirt dem ganzen K.C. e»nen Ganzen aufs Speziellste gekoininen sind. Mit herzlichen Grüßen Dein tr. Bb. Julius Boehl. Sehr geehrter Hein: Kartellbruder! Auch ich sende Ihne»» viele Grüße. Vivat, crescat, kloreat patria; vivat crescat, kloreat K. C. Ihr Kb. Georg Glaser. 3.8.15. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Gestern empfing ich in einem kleinen Dörfchen Polens unweit des Nareio Ihre Sendung und war hoch erfreut, gleich so viel Nummern der K. C.-Blätter zu erhalten. Für einen wie mich, der mit der Kolonne leider immer untätig hinter der Front sitzen mutz, ist es eine ganz besondere Freude, in unseren Blättern zu lesen, daß es »venigste»»s vielen andern K. C.er»» vergönnt ist, für das Baterla»»d Heldentaten zu vollbringen. Hoffentlich konunt mich »ioch für tlnS zu den Kolonnen abkvmmandierten Artitte. riste»» die Zeit. Soeben ist starker Geschützdonner zu ver»»ehmen, es gilt der Festung. Mit bestem Dank und der Bitte, mir bald rvieder die Blätter z»» senden, grüßt Sie beste»»s Ihr Walter Lehmann. B., den 19. 5. 15. Lieber Kurt! Herzliche»» Da»»k für Dei»»e lieben Zeile»». Ich bin »nir natürlich der hohen Ehre vollkon»men beivnßt, die der „Alte Herr" »nir erweist Recht herzlich da»»ke ich Dir für die Zusendung der K. C.-Blätter. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, »vie froh »»»an »nit ei,»eu» solchen Heimatgrnß i»n Felde ist. Deine Artikel verraten natürlich sofort den Verfasser, auch oh»»e die Unterschrift. Sehr überrascht hat »»»ich die Nachricht vorn Heldentod unseres „Nippes", den auch ich recht gut geka»»nt habe. Er »vohnte ja zuletzt bei Alfred Levy in Bonn in» Hause, und dadurch sah ich ihn häufig. Wieder ein Glied aus u»»seren Reihen geriffen — Mir geht es recht gut hier. Die südivestlichste Ecke unseres Vaterlandes habe»» »vir zu verteidigen »»nd haben »»»»n eine»» Stellungskrieg hier int wahrsten Sinne des Wortes. Bor dern Dorfe B.. -, »vo wir im Quartier liegen, ziehen sich die Schützengräben hin, die unsere Artilleriestellung decken. In den letzten Tagen haben wir ziemlich fleißig geschossen. Als Antwort erhielten »vir dieser Tage einige wohlgezielte Schüsse ins Dorf, die einen Soldaten töteten und eine Frau verrvundeten. Die Aufregung der lieben Dorfbewohner kannst Du Dir wohl denken. Bereits zivei Nächte haben »vir in Feuerstellung verbracht. Es ist ein eigenartiger Anblick, in einem dunklen Wald nachts an den Geschützen zu stehen und die feindlichen Leuchtkugeln und Scheinwerfer und die Mündungsfeuer der französischen Kanonen zu sehen. Allerdings hat man allerhand Schlaf zugut dabei. In dem obenerwähnten Dorfe liegen wir in Quartier, das natürlich nicht gerade luxuriös »st Aber ich habe doch — eine große Seltenheit — ein Bett erwischt. Außer mir sind noch drei Einjährige hier, zwei Kaufleute und ein Gerichtsreferendar K. aus M..., den Du sicher kennen wirst. Er sprach närnlich schon, mal von Dir. Mit herzlichen Grüßen Dein tr.- Bbr. Otto Wallerstem. 7. 6.15. Lieber Alex! Vielen Dank für die Jtt. C.- Blätter, »nit denen wir vier M. C.er uns sehr gefreut haben. Gleichzeitig möchte ich Dir mitteilen, daß wir vier, Albert Griesbach (Rh-Sil.), Heinrich Katz (Lic.), Karl Latzenstein (Lic.) und meine Wenigkeit zu Gefreiten befördert sind. Uns vieren geht es nach Wunsch und grüße ich Dich herzlichst Dein Julius Weinberg (Ghib.). Ich bestätige Weinbergs Arrsführungen und grüße Dich herzlichst Dein Albert Griesbach. Herzliche Grüße Karl Katzenstein. Matz ist in Stellung und läßt grüßen. B...., 10.5.15. Lieber Herr Lartellbruder! Habe heute hier meinen lieben Bb. Alfred Alsberg ausgesucht und benutze die Gelegenheit, um gemeinschaftliche Grüße zu senden. Ihr M. Weinberg (Lic., Rh.-Sil.) Herzlichen Dank für neue L. C.-Blätter »md beste Grüße Dein Alfred Alsberg. 15. 6. 1915. Die beiden Vettern Max und Moritz haben sich in» Felde getroffen und senden Ihren Bundesorüdern herzliche Grüße Max Weinberg (Lic.) Moritz Weinberg (Lic., Rh.-Bil.)

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