KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 6 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- Seite 439 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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439 Sehr geehrter Herr Kartellbrnder! Für die freundliche und pünktliche Zusendung der K. C.-Blätter, die ich stets mit großem Interesse gelesen habe, danke ich Ihnen vielmals. Leider erfuhr ich daraus den Heldentod von vielen lieben Bundes- und aartellbrttdern, n. a. auch von Fritz Baum, Aufrecht und Max Moritz Cohn, mit denen ich einst frohe und schöne Stunden verlebt habe. — Ich selbst genieße jetzt den schonen, aber etwas sehr warmen französischen Frühling; ehe viel Erdbeeren und noch mehr Spargel, den ich mir selbst steche; nebenbei gibt es auch noch genug Arbeit. Mit vielen kartellbrüderlichen Grüßen Ihr Löwenthal (Sprev) Russisch.Polen, 10 August 1015. L. M! Cohn, den ich vor einer Woche als ersten K. C er schon einmal ge. troffen, hat mich eben glänzend belvirtet: Butter, Bier, Rum und znm Äbschluß eine von einem jüdischen Feldkoch bereitete Suppe Zum ersten Mal, daß ich seit 14 Tagen etwas Anständiges bekomme. Für Deine Karte herzl. Dank. Bald mehr. Mit herzlichen bdbdl. Grüßen Dein treuer Mikosch. Lieber A. H. Mainzer! Ich nehme die günstige Ge. legeirheit, um Dir recht herzliche Grüße zu senden. Mikosch ist der erste 5k. C er, den ich seit :,/4 Jahren hier im Osten treffe. Die Freude war natürlich groß. Biele Grüße Dein Bb. Heinz Cohn. Lieber Mainzer! Für Deinen ausführlichen, höchst intereffamen Brief herzlichen Dank. Mir geht's ganz gut, ivie Du aus umstehendem Bild erkennen kannst. Am 1. April gibt's »vieder Arbeit für uns, da wir dann ein in Tätigkeit befindliches Lazarett ablösen. Das einzige, »vas ivir erleben, sind jetzt Fliegerbomben und Fliegerbeschießungen. Dein Dich herzlich grüßender Karl Munter. 12. 8. 15. Lieber Mainzer! Ein K.C-Abend vor dem östlichen Kriegsschauplatz gedenkt mit Wehmut der friedlichen Sk. C.-Abende. Ein kräftigen Schluck auf das Vivru, crescrrt klärest des Sk. C. Fritz Nelki (Spr.) Werter Herr Kartellbruder! Morgen muß ich fort von hier, so daß der K. C..Starnmtisch nicht mehr vollzählig ist. Die besten Grüße Ihr vr. Wolff (Ghib.-Thur.) Der dritte noch ganz gemeine K. Cer sendet Herz, liche Grüße Bernhart (Lic.) Auch eine K. C.-Schwester sendet freundliche Grüße _ Trude Wolff. 11. 7. 1915. Geehrter Herr Kb.! 4 Saxobavaren, die sich anläßlich eines Gottesdienstes in .... trafen, senden herzl. Grütze. Walter Röttgen (Lic. Saxobav.) Scherbe! (Saxobav.) Artur Samuel Lewkowicz (Saxobav.! Erich Blumenthal (Rhenos.-Saxobav.) uns diese Frellde ermöglichen. Nun, ich möchte ivenigstens meinen guten Witten zeigen und aus Dankbarkeit eine Kleiirigkeit beisteuern. „Ut desint vires!" Als Begründung meiner kleinen Spende inöge es heißen „Aus Freude über die Befreiung Galiziens vom russischen Joche", denn gerade diese Tatsache löst in uns K. C.ern einen besonder» Jubel aus: in unserer Eigenschaft als Knltnrmenschen, als Deutsche und als Jude»l. Das Herz krainpfte sich ja zusammen, ivenn »vir von den unerhörten Leiden hörten, die uilsere Stammes- und GlaubenSgenoffen durch die „mvskowitischen Kulturträger" zu erdulden hatten. ES wäre traurig, ivenn nicht iii jedem Inden der Haß gegen Ritßland hell atlstvdert. — Auch nach dem Kriege rvird ivohl der K. C. tüchtige Arbeit bekommen. Danlt zum Schluß noch eine Bitte an meine speziellen Bundesbriider von der Saxo-Bavaria. Unsere Korporation ist ruhntvoll verivaist. Wir fttib auch nicht in der glücklichen Lage der Biadrina, in einer ortsanwesenden Bundesschwester eine Hilfe in dieser Zeit zu haben. Wäre es da nicht angebracht, den einzig niöglichen Konnex unter allen Saxo-Bavaren durch regelmäßigen Bericht unserer feldgrauen Bundesbrüder an dieser Stelle aufrecht zit erhalten? Es «vürde dann die Freude an den K. C.-Blätterrl für den Saxo-Bavaren ilvch gesteigert werden. Mit herzlichen K. C.-Grützen vom grünen Stand der Aisne bin ich Ihr (oder sind wir nicht von Frankfurt aus ans Schmollis?) Kb. Hans Rosenthal (Lie., Sax.-Bav.). Lieber Herr Kartellbrnder! Die beim 12. Reserve- Korps stehenden Saxo-Bavaren haben sich heute getroffen und senden Ihnen von der Saxo-Bavaren-Tagung herzliche K. C -Grüße Unterarzt Scherbe! (Sax.-Bav.) Vizewachtmeister d. R. A. Lewkowicz. 13. 7. 1915. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Bor einigen Wochen traf ich zufällig durch den K. C. Pfiff Herrn Kartellbruder Braunschweig (Bad-Bav.), mit dein ich in seinem Quartier, das gegen meine Kellerivohnung direkt fürstlich anssah, einige schöne Minuten verbrachte. Leider war die Freude nur sehr kurz, da ich kurz darauf schon in meine Batteriestellung gehen mußte. Es geht mir noch sehr gut, hoffentlich kann ich wieder gesund nach Hause zurückkehrenl Mit den besten Grüßen Ihr WM Schiff (Lic.) Liebe Bundesbrüder! Eine der liebsten Lektiiren im Schützengraben war mir immer das 5k. C.-Blatt. Ich war so glücklich, da ich es stets zeitig erhielt, wenigstens etwas von meiner lieben Verbindung zu hören; denn eine .Korrespondenz mit allen ist ja unmöglich. Ganz besonders würde es mich erfreuen, wenn einer von Euch mir ausführlich über den Betrieb in der Verbindung schreiben würde. Jetzt erst fühle ich so recht, wie eng ick mit der Verbindung verwachsen bin. Meine Gedanken schweifen oft hier aus dem Elsaß hinüber zu Euch. Alles Gute! Heil und Sieg! Euer tr. Bb. Ernst Seelmann. Geschrieben den 3.4.15. Lieber Heilbronner! Gleichzeitig mit Deiner Karte kamen 2 K.C.-Blätter. Ich freue mich, daß sich unsere ».C.er als solch gute Soldaten bewähren. Wir kämpfen alle für unseres Vaterlands Befreiung, aber auch für unsere 'Befreiung im Vaterland. — Deine Grüße an Elsaß konnte ich noch nicht überntitteln. Zu Deiner event. Einberufung wünsche ich Dir Glück. Herzl. Gruß Dein R. Mandelbaum. F...., den 7. 4.15. Lieber Alexander! Eine große Freude ist es für uns im Felde stehende K. C.er, wenn immer die heißersehnten K. C.-Blätter in unsere Hände fallen, und groß ist mein Darrk denen gegenüber, die 30. 7. 1915. Sehr verehrter Herr Kartellbruder! Wir sind hier 15 Akademiker, die meisten aktiv, und mancher ist schon ein guter Freund unserer schönen Sache geworden. Ich glaube bald, sie warten schon ebenso sehnsüchtig auf unsere Zeitschrift wie ich, da wir schon manch anregenden Abend durch sie verlebt haben. Nur schade, daß ein ordentlicher Schoppen dabei fehlt. Dafür gibts um so mehr Läuse, an deren Zucht man ja auch viel Vergnügen finden kann. Im übrigen sind wir noch feste hinter den Ruffen her, denen wrr ja auf dem Wege von Gorlice bis zum Bug ganz niedlich gezeigt haben, wie deutsche Hiebe schmecken. Herzliche kartellbrüderliche Grüße Ihr Max Simon.