KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 6 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- Seite 437 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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437 V.icGcr Mainzer! Unseres braven Robert KahnZsvll i an anderer Stelle von anderer Seite gedacht werden. ' Diese feilen sollen nur feine Freunde im Sl C. über »nein Znsaunnentreffen mit dein Tapferen im Felde unterrichtenmar ich doch wohl der letzte K C.er, der ihn gesprochen hat. Durch die K. C.-Blätter »vutzte ich, datz Kahn in meiner Nähe lieget» m»»tzte, aber alles Nachfvrschen nach ihm »var ohne Ergebnis. Da erschien Kahn mit Oppe»»hei»ner (Lic.) aus einmal bei mir, da ich bei einer Feldbäckerei-Kolonne in einem Dorf hinter der Front lag. Die Fre»»de des Wiedersehens »var grotz. Bei»»» Kapee »vurden die Kriegserlebnisse ausgetauscht, vo»» Kay»» mit den» ihn» eige»»en trockenen Humor gewürzt. Zu früh schlug die Trel»l»»»ngsstunde. Das nächste Mal sahen »vir uns »»nter etlvaS schivierigere»» Verhältnissen. Ich hatte ein Kon»»»»ando z»,r Beaufsichtigung des Baues von Drahtverha»»er» bei der Infanterie u»»d lag in einer»» Unterstand des vielgennl»nlei»... .»valdes. Kahn lag »nnveit von mir, u»»d so »var es »n»S ermöglicht, ziveiural zusanuner» zu kommen, »venn auch die „Anmarschlini^ alles a»»dere als idyllische R»»he zeigte. Hier in» Unterstand hatte ich Gelege,»heit, die kaltblütige Ruhe Kahns zu beiv»»ndern. Als ich i»u Laufe des Gespräches die Ansicht vertrat, daß unser ständiges Befunktiverden die Nerven kaputt mache, da ineinte Kahn lacher»d: „Du kan»»st doch wirklich zufrieder, feinbei Dir fpektakelt'S doch nur über der Erde. Aber »vo ich liege, da »vühlt's m»d krabbelt's auch »»nterirdisch, daß nian eigentlich keine Seku»»de Nahe hat!" All' dies erzählte er mit lachender,» Munde und verg»»ügtem Sinn. Zrveiinal mar er leicht verumiiöet gelvesen: „Einrnal war's »vie eine kleine Haken- >1»»art", sagte er. Und dann sprach Kahn von» Urlaub, de»» er. nach Köln erhalten hatte. Die Freude über den Erhalt bei»»» ersten und über dessen schönen Verlauf bei»»» ziveiten Zusammensein strahlte aus seinen Augen. Wir verabredeten das nächste Zusammensein. Noch ein Händedruck. der K. C.-Pfiff aus der Feme und ein letztes Zuwinken, dann verschlvand Kahn irr» Laufgraben. Ich habe ihn nicht »viedergesehen. Als ich nach schiverer Operation im Lazarett auf de»»» Wege der Genesung »var, erstchr ich seinen Tod. Wer da weiß, »vie sehr neben der Bundesbrüderschaft das Zusammensein im Granatfeuer zusammenkittet, der kann verstehen, »vie mir da ums Herz »var, »vie sehr ich Trauer e»,»Pfand »nn diese,» klugen »md braven Menschen, der als tapferer Offizier an gefahrvollstem Platze in getreuer Pflichterfüllung fiel. Baruch. (Rh.-Sil., Lic.) Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Im höchsten. Norde», Grotz-Deutschlands sitzen drei K.C.er und senden ihren» hochverdienten Kartellbruder viele Grütze, besonders Ihr ergebener Prof. Theodor Cohn. Rabb. Dr. Sonderling. Herzlichste Grütze Dein Karl Lüwenstein. Beste Grütze Karl Hirschland. Landau, den 24. Juni 1915. Kartellbrüderlichen Gr»,tz zuvor! Unterfertigter gestattet sich seinem lieben Kartellbruder geziemend von der soeben stattgefundenen Gründling eines Kriegs-K. C.-Stammtisches in Kenntnis zu setzen. Der KriegS-K. C.-Stamn»1isch„Landavia",J.A.: Paul Einstein, Ghib., Landaviae x x, SW., Heinrich Dreyfuß, Bav., Landaviae x, Ernst Springer, Bav., Landaviae x x X. 18. 7.1915 Lieber Alexander! Für Deinen lieben Brief und die Sendung der K. C.-Blätter danke ich Dir herzlich. Hier in Feindesland erfreuen Heimatgrütze doppelt. Ich habe noch nie die C. C.-Blätter mit solchen» Interesse gelesen »vie die letzten. Es ist doch traurig, »vie viele »»nserer Beste»» den Heldentod sterben. Die Ehrentafel hat sich ja »vieder um einige Perbandsbrüder vermehrt, die doch auch »n»s Bo»»neru vorn vorigen Jahre recht gut bekannt »varen. Datz der kleine Meyer ver- »vuudet in englischer Gefangenschaft ist, tut n»ir sehr leid. Jedoch hoffe »ch, datz er sich dort urit seinen» nie versiegenden Humor durchzuschlägen »veitz, »u»d datz er n»»s nach Friedensschliltz in seiner »vitziger» Art von seinerenglischen Gefangenenzeit erzählen »vird. Mir geht es hier »»och ausgeze.ch»»et. Der Franzn»a»»n belästigt uns nicht allzuviel, und »vir setze»» ihr» auch nur ab und z»» von unserer Anivesenheit in Kenntnis. Schreibe »nir bitte einrnal bald, auch »vaS Du von a»»deren Bekaunten erfahren Haft. Ich habe »»ämlich leider irn Felde noch keiner» Verbandsbruder getroffen. Herzliche Grütze Dein Albert Jkenberg. 15.8.15. Die bei Feldrabbi»»er Dr. Italiener versammelten K. C.er senden die beste»» Grütze Martin Friedmann (Lieariae), Beste Grütze Adolf Alsberg tRheno-Silesiae), F. David (Rheno-Silesiae), Grutz Dr. Lölvenstein (Vater des Bavarensuchse»»), Ludwig Löwenstein (Bavariae», Besten Grutz Ihr Oskar Guttmann (Thuringiae), Alfred Alsberg (Lieariae, Rheno-Silesiae), Dr. Italiener, Kurt Wolff tLicariae). Lieber Mainzer! Gestern erhielt ich Deinen lieben langen Brief, und heute ist K.C-Tag! Famos! Allernächstens erhälst Du langen Brief! Tausend Grütze! Dein Heinrich Rosenberg. Viele Grütze! Dein Bbdr. Max Schonholz. Lieber Mainzer! Mit Freude kann ich Dir bestätigen, datz es Goldschrnidt trotz der Schrvere des Schusses recht gut geht. Die Aerzte haben die feste Hoffnung, datz die Lähmnng der unteren Extremitäten »vieder verschivinden und G. vollkomr»»en »vieder hergestellt wird. Herzliche Grütze auch Deiner Frau _ Dein Rothschild. 14. 8.15. Lieber Mainzer! Gott sei Dank, der erste K. C.-Stainmtisch nach eine»»» Jahre in diesem Aufstande. Wir sitzen vergnügt in »»»einen» Unterstände zusamn»en, während es um uns heruu» knallt. Beste Grütze an Deine Frau Gemahlin. Dein tr. Kb. Dr. Paul Jacoby (Rhen.) Lieber Kb.! Bon Jakoby gut geredet, aber Quatsch. Ihr tr. Kb. Dr.'Levq (Spr.-Rhen.) Lieber Kb.! Als dritter dieses ersten K. C.-Stammtisches im „Hexenkessel" viele Grütze Ihres Kb. Richard Oppenheim (Lic., Biadr.-D.) Roulers, 9.8.15. Sehr geehrter Herr Kartellbr»»der! Den intensiven Anstrengungen des Kb. Weinberg ist es gel»»ngen, den 1. K. C.-Abend in der 4. Armee zusammenz»»bringen. Vivant sequentes! K.C. floreat, vivat. crescat! Dr. E. Kaufmann, (Frib.-Ghib, Renos.) Einen kräftigen Schluck auf das Wohl des K. C. trinkt Unteroffizier Vogelstein (Lic.) Die herzl. Grütze Ihnen und den Frankfurter K.C.er»» se»»det E. Offenheimer (Viad.-D.) Ergebenen Grutz, ein freundliches Prosit Ihr Dr. Weinberg (Lic., Saxobav.) Dr. Goldsüicker (Spr.) Prosit! Ludwig Schlesinger (Th»»r.) Beste Grütze gestattet sich Feldrabbiner Dr. Wilde.