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KC-Blätter · 1915-07-01 · Heft 6 (Juli 1915) · p. Seite 436

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 6 (Juli 1915)
Date
1915-07-01
Page
Seite 436 (sequence 13)
Language
German
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436 ,ungermanischer/ Elettiettte, int Innern nicht vergessen werden dürfen. Doch all dies ist geworden; in mühsanier Kttlturarbeit erruttgeti." K. A. „Das Bismarckjahr." „Das Bismarckjahr war ursprünglich gedacht als Monatsschrift zur Vorbereitung der Bisntarckfeier der Deutschen Studentenschaft vorn 1». bis 22. Juni in Hamburg. Die Zeitschrift wird von Professor Max Lenz tmd Professor Erich Marcks im Auftrag des Bismarck-Ausschuffes der Deutschen Studentenschaft ttnd des Hamburger akadentischen Bismarck-Ausschusses herausgegeben und vott eittent großen Stab vott Mitarbeitern unterstützt. Drei Nummern der Zeitschrift erschienett vor dem Krieg. Dann sollte die Sammlung unterbrochen tverdett, bis die Feinde niedergerungen wären. Das vierte Heft crschiett aber bereits im Dezember 1914 und behandelt charakteristischertveise in einem Aufsatz von Fritz Enders- Miinchen „Bistnarck und die Armee". Die vor Ausbruch des Krieges erschienenen Hefte enthalten neben einer Würdigung von Bismarcks Persönlichkeit und seines Werkes, seine Stellung zur Religion, Monarchie uttd Beatntentutn, sowie einen Aufsatz über Bistttarck im Bild. Ende Februar erschien das 5. und 6. Heft mit einer trefflichen Abhandlung von Max Lenz über Bistttarck als Diplomaten und tnit einem Aufsatz Felix Nochfahls über Bismarck ttnd das Slawentum. Die nächsten Hefte behattdeln die Stellung des großen Staatstttanns zu einzelnen Fragett seitter äußeren Politik, so zu Napoleon III., zur elsäsnschcn Frage, zu den Engländern, ferner Bistnarck und die deutsche Idee, seine Politik bei der Reichsgriindung sowie seine Wirtschafts- und Finattzpolitik. Auch die ganz persönlichen Seitett int Leben des Reichsgründers finden eine eingehende Würdigung, so in einem Aufsatz vott Erich Marcks über Bistnarck a:s Künstler und in einer Abhandlung über Bistttarcks Verhältnis zttr Musik. Bis jetzt sind 11 der geplanten 15 Hefte des „BiSmarckjahrs" erschienen, die alle einen größerett oder ntehrere kleittere sehr treffliche und interessante Aussätze und Skizzen über Bismarcks Leben und Wirken enthalten. Int Rahtnen des zur Berfiignttg stehettden Ratnnes könnett hier die einzelnett Arbeiten nicht ausführlich besprochen werden, doch behalte ich mir vor, gelegentlich auf den einen oder anderen Aufsatz att anderer Stelle näher einzugehen. Dr. Lothar Dessatter lSaxo-Bavariae). ftus unserer Zel-poft-Yriefmappe.*) G. K. Letzte Grüße. A..., 24 Juli 1915 LiebeBundesbrüder! Bielen Dank für die geistige Nahrttng, ein Honigtröpfchen itt den Wertnutbecher des ewigen Eitterlei. Wir liegen tvieder vorne, die Granaten sausen, die Splitter fliegen vor meinen Salon! Gestern flog mir einer auf den Artn, aber glücklicherweise kraftlos. Neulich traf ich Kbd. Zivi, der bei der Artillerie ist und vor kurzem vorn Kronprinzen persönlich bei der Siegesfeier das E. K. erhalten hat. Bdbd. Grüße allen Etter Gustav Bernhardt. N..., den 25.4.15. Liebes Karlchen! Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Dir: Ich freue mich, daß es Dir gut geht. Daß Ihr jetzt im Osten seid, ist nt. E. eigentlich eine ganz angenehme Abwechselung. Was mich betrifft, so ließ man uns fast 3 Monate int .... walde liegen. Endlich vor knapp 14 Tagen zog man uns zurück in unser altes Dorf R.... Hier fühlen wir uns, im Vergleich zum .... wald, — der tnir das Eiserne Kreuz II. Klaffe gebracht hat — tvie in Abrahams Schoß. — Mir selbst geht's unter größter Duselentwicklung itttmer noch verhältnismäßig ganz gut. — Bon K. C.ern stehe ich tnit Alfred Alsberg und Mainzer im Briefwechsel; vor einigen Wochen traf ich Oppenheimer (Lic.) als Unterarzt in P.... ttnd Baruch (Rh.-Sil.) itt A.... Schreibe bald wieder Deinetn sehr getr. Robert Kahn. Liebes Karlchett! Ich hatte den inliegenden Kartenbricf gerade geschrieben, als tvieder stärkstes Artilleriefeuer einsetzie ttnd tneine Bttde in einen Schutthaufen vertvattdelte, aus detn soeben der Brief tvieder ausgegraben wurde. Ich befand mich int schützendett Keller! C’est la guerre! Nochmals Gruß Dein Robert Kahn. *) Ans Raummannel »lichte» auch divscsMal wieder eiue Anzahl bereits gesetzter Feldpostbriese zurückgestellt werde». <Dic Schriftleituug.- Lieber Alexander! Ich komme soeben von einem Besttche bei August, der durch Battchschuß schwer vertvttndet in einent Feldlazarett des Korps liegt. Eine verirrte Schrapnellkttgel traf ihn in der Bataillonsreserve, nachdent er ntehrere Wochen in vorderster Feldwache glänzend überstanden hatte. Der Zustand von August ist ernst, jedoch haben die Aerzte gute Hoffnttttg, da August eitte mehrstündige Operation gut überstandett hat, auch der Puls bisher normal war. August ist in denkbar bester Pflege; ich werde ihn möglichst täglich besuchen. Ich wünsche seinen Eltern und uns, daß er die schwere Zeit gut überwindet. Wir K.C.er haben bereits reichlich Blut auf dem Altäre des Baterlattdes geopfert. Mit besten Grüßen bin ich Dein Alfred Msberg. 31. 8.1915. Lieber Alexander! Ich tnuß Dir die traurige Mitteilung machen, daß unser BundeSbruder August der sehr schwerett Verwundung heute vortnittag gegen 8 Uhr erlegen ist. Gestertt abettd tvaren die Aerzte noch optitttistisch, obwohl sie den Erttst der Situation nicht verkannten. Als tch heute früh zunt Lazarett ritt, und unterwegs die Meldung des Sanitäts- Feldwebels an tnich las, daß der Zustand sehr erttst sei, war ich auf das Schlimmste gefaßt. Leider traf ich unfern Freund nicht mehr lebend an; kurz vorher tvar er sanft entschlafen. Es war mir nur vergönnt, im Namen aller Bundesbrüder von dem lieben, braven Jttngen, mit dem wir in Dnoch in großem Kreise so vergnügt zusammen tvaren, Abschied zu nehttten. Die Beerdigung findet voraussichtlich heute gegen Abend statt, die Stunde hängt von der Ankunft des Feldrabbkners unserer Armee ab. Sollte er verhittdert Teilt, so hat der evangelische Divisionspfarrer sich zur Verfügung gestellt. Wenn ich den Termin weiß, werde ich versuchen, tnöglichst viele K.C er zu benachrichtigen, damit alle dienstlich Freien dem verstorbenen Bundesbruder das letzte Geleit geben können. Ich begrüße Dich herzlichst Deitt Alfred Alsberg. Lieber Alex! Kein Nest liegt so abseits, daß tttmt nicht dort ein paar Kartellbrüder treffen könnte. Herzliche Griitze Richard Auerbach. Herzliche Grüße Fritz Mendershausen. Besten Gruß H. Guthmann.

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