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KC-Blätter · 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · p. Seite 420

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 5 (Mai 1915)
Date
1915-05-01
Page
Seite 420 (sequence 38)
Language
German
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420 Licaria. Wie das Wintersemester, so steht auch das Sommersemester noch ganz unter dem Einfluß des Krieges. Gleich nach Semesterbeginn verließen uns die a. V. a. V. Katzenstein, Klein, Nathan, Roos, um ins teer einzutreten. Ihr Weggang machte eine neue hargenwahl nötig, die folgendes Ergebnis hatte: Lazarus x, F. W., F. M. F T., Mendelsohn x x, S. W, Aronthal x X x, K W., F. M. F. C. Da jedoch unser X Lazarus gleich nach Pfingsten einberufen wurde, setzt sich der C. C. jetzt folgendermaßen zusammen: Mendelsohn x, S. W., Aronthal X x, K. W., F. M. F. C., van Blydenstein X x X, Z. W. Das Fuchsenmajorat für Tendenz übernahm in liebenswürdiger Weise Herr Kbr. Dr. Baron, dem auch an dieser Stelle für seine bereitwillige Unterstützung bestens gedankt sei. In die Verbindung traten ein: stud. med. Max Gottscho aus Frankfurt, 8tud. iur. Alfred Hirsch aus Worms, stud. med. Otto Levita aus Kreuznach, stud. pkarm. Fritz Schlesinger aus Kattowitz. Der Berbindungsbetrieb ist wie im 1. Kriegssemester nur innerer Statur. Wir fechten täglich und betreiben eifrig jede andere Art von Sport. Daneben veranstalten wir häufig wissenschaftliche Vorträge und machen gemeinsame Ausflüge in die schöne Umgebung Münchens. Philistriert wurden die i. a. B. i. a. B. Paul Caan und Alfred Weinberg. Inaktiviert wurde a.B. Richard Herz. Rezipiert wurde nach bestandener Prüfung der Brander Michel van Blydenstein. Leider sind wir auch in diesem Semester von herben Verlusten nicht verschont geblieben. Wir beklagen den Tod unserer lieben Bbr. Bbr. Aronstein und Spanier, die auf dem Felde der Ehre fielen. Mt allen im Felde stehenden Bbr. Bbr. stehen wir in regem schriftlichen Verkehr. Bezüglich ihrer Beförderungen, Auszeichnungen und Adreffenänderungen verweisen wir auf den statistischen Teil der K. C.-Blätter. Da in letzter Zeit Unklarheit über unsere Postablagestellen zu herrschen scheint, möchten wir darauf Hinweisen, daß solche nur Kaufingerstraße 27III und im Cafe Neue Börse sind, und bitten wir, alle Zuschriften nur an diese Adressen zu richten. Der Kassenwart bittet sämtliche Bundesbrüder, denen es nur irgendwie möglich ist, ihren Geldverpflichtungen der Verbindung gegenüber nachzukommen, da die Kassenverhältnisse äußerst ungünstig liegen. Hoffentlich genügt dieser Appell, um der Verbindung wenigstens in dieser Beziehung über die durch den Krieg geschaffene schwierM Lage hinwegzuhelfen. Ghibellinia. Wir eröffneten am 20. April mit einem Dämmerschoppen im Kopf das Semester. Anwesend sind nur i. a. B. i. a. B. Hirschfeld und Marcus, a. B. Ostwald und Brander Einstein. Die Leitung der Verbindung übernahm a. B. Ostwald. Die Kassengeschäfte werden von i. a. B. Marcus erledigt. Leider gab es keine Keilfüchse. In Anbetracht der geringen Anzahl der Bbr. Bbr. ist es sehr schwierig, den Verbmdungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Wir treffen uns jeden Mittag im Cafe Schanz. Am 1. Mai veranstalteten wir einen gemütlichen K.C.-Abend im Kopf, zu dem wir alle irgendwie erreichbaren K. C.er eingeladen hatten. Arthur Reichenberger (Bav. Ghib.) bestand seine Kriegsnotprüfung als Referendar, Brander Einstein wurde rezipiert. Am 16. Mai wurde unser Bbr. Eugen Ostwald zum Heere einberufen. Die Verbindungsgeschäfte übernahm i. a. B. Marcus. Unsere Pfingstferien begannen am 20. Mai. Ein gemütlicher Abend im Kopf, bei dem uns unser l. a.H. Speyer und l. Kbr. Boehm mit ihrer Anwesenheit erfreuten, schloß den ersten Teil des Semesters. Am 2. Juni eröffneten wir den zweiten Teil des Semesters mit einem Dämmerschoppen im Martinstor. Erfreulich ist es, daß die ortsanwesenden a. H. a. H. und Kbr. Kbr. durch ihre Teilnahme an den Offizien der Verbindung ihr reges Interesse für die Korporation zeigen und dadurch den jetzt sehr schwierigen Verbindungsbetrieb unterstützen. Auch an dieser Stelle sei ihnen heimlichst dafür gedankt. Wir bitten unsere Bbr. Bbr. dringend, ihren Kassenverpflichtungen möglichst pünktlich nachzukommen und die Beträge an den derzeitigen K. W., Katharinenstratze 2 b, zu senden. Rheno-Silesia. Im 2. Kriegssemester ist die Zähl der Aktiven durch die Einberufungen zur Fahne um ein Beträchtliches geringer geworden. Andererseits konnten wir einen krassen Fuchs aufnehmen, stud. iur. Ernst Levit aus Cöln. Die l. K. B. Ghibelliniae beurlaubte den a. B. Kurt Simons zu uns. Außerdem weilt unser lb. Kartellbruder Heimann lGhibelliniae), der aus dem Felde zurückgekehrt ist, bei uns als ständiger lb. Gast. Die definitive Chargenwahl hatte das Ergebnis: Kaufmann x, F. M. f T. Stern x x, F. M. f. C. B. i. A. Iacobsohn x x X, K. W. F. W. Baum S. W. Simons W K.W. Stein Z. W. Nach Jacobsohns Einberufung wurde Baum x x x, Simons F. W. und Stern K. W. Einberufen wurden ferner Simons und Simon,' Stein meldete sich als Kriegsfreiwilliger. Rezipiert wurden Stein und Simon. Das Berbindungsleben ist dem Ernst der Zeit entsprechend ganz intern. Wir fechten täglich. Zum Schluß bitten wir in Hinblick auf die schwierige finanzielle Lage der Verbindung die in Garnison Stehenden, die ihnen zugesandten Rechnungen pünktlich zu begleichen und die Verbindung durch freiwillige Spenden zu unterstützen. Madrina-Darmstadt. Aus dem ziemlich ausgestorbenen Darmstadt ist diesmal nicht viel Neues zu melden Von den Bb.Bb. laufen regelmäßig erfreuliche Nachrichten aus dem Felde ein. Es sind wieder einige Beförderungen zu verzeichnen, über die an anderer Stelle dieses Blattes berichtet worden ist. i. a. B. Kadden weilte auf Urlaub einige Tage in Darmstadt und bestand während dieser Zeit sein Dipl.-Jng.-Examen. Werner Guttmann trat wieder in die Verbindung ein und wird bis zu seiner Einberufung als einziger Viadrine in Darmstadt seine Studien fortsetzen und die getreue Keddosine entlasten, an deren Adresse (Alicestr. 2i, Darmstadt) auch fernerhin Schriftsachen zu richten sind. Der Vorstand der suspendierten Verbindung setzt sich folgendermaßen zusammen: Lazarus (Vors.), Gumpertz (K. W.), Remak, W. Cahn, Schäfer. Friburgia. Ostpreußen ist vom Feinde frei. Die Albertina, das geistige Bollwerk gegen die sich heranwälzenden Tartarenhorden, stellte den größten Prozentsatz von Kriegsfreiwilligen aller deutschen Universitäten. Alle Friburgen sind als Kriegsfreiwillige eingetreten,' einige wenige sind zwar wieder entlassen worden, werden aber bald wieder ihren Wunsch erfüllt sehen und das feldgraue Ehrenkleid tragen. Mit großer Anteilnahme verfolgten wir von hier aus das Vordringen unserer siegreichen Heere in Kurland, mit dem uns Ostpreußen jahrhundertalte Bande geistiger und wirtschaftlicher Natur verknüpfen. Fanden doch von dem jetzt leider russifizieiten Dorpat die bedeutendsten Gelehrten, besonders Mediziner, über Königsberg den Weg ins Reich.

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