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KC-Blätter · 1915-05-01 · Heft 5 (Mai 1915) · p. Seite 419

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Journal
KC-Blätter
Volume
1914-1915
Issue
Heft 5 (Mai 1915)
Date
1915-05-01
Page
Seite 419 (sequence 37)
Language
German
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419 Oppenheimer aus Heidelberg, stuä. inr., der zurzeit im Felde steht. Rezipiert wurde der Brandfuchs stuä. meä. Julius Dreyfuß, der uns von einer l. K. V. „Ghibellinia" überwiesen wurde, und der Brandfuchs stuä. phil. Hans Grunwald) ersterer ist am 9. Mai eingerückt) ferner übersandten wir den im Felde stehenden Bundesbrüdern Block, Dobrin, Fischer, Hvffmann, Königsberger, Loewy, Moosberg, Neumann, Simon, Sturmthal und Wronker das Burschenband. Die Verbindung besteht augenblicklich aus 3 Burschen und 4 Füchsen, die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Adler x, x x x, K.-W. B.-W., Hofmann x x, A.-W. S.-W. Z.-W., i. a. B. Kleeberg F.-M. f. C. u. f. T. E. R. E. R. Adler, Simon, Kleeberg, Baum, Hofmann, Merker. Bei den definitiven Chargenwahlen wurden gewählt: Adler x, x x, S.-W K.-W., Grunwald x x x, A.-W., i a. B. Kleeberg F.-M. f. T., i. a B. Marcus F.-M. f. C. Hofmann B.-W. Z.-W. Leider hat der Krieg wieder zwei schwere Opfer von uns gefordert) unsere Bundesbrüder i. a.B. Erich Ferse, canä. iur. aus Gelsenkirchen, und vr. iur. Siegfried Simon, Asiessor aus Frankfurt a. Main, sind aus dem Felde der Ehre gefallen. In unfern Seelen denen, die durch ihr Herzblut für ihr Vaterland, für seine gerechte Sache und für unsere besonderen Ziele Zeugnis abgelegt haben, ein unvergängliches Denkmal setzen zu können, ist der einzige Trost, der uns im Hinblick auf die vielen, schweren Wunden, die der Krieg uns bereits geschlagen hat, erfüllt. Es versteht sich von selbst, daß wir jetzt hauptsächlich Wert auf die wissenschaftliche Ausbildung unserer Mitglieder legen, die wir durch wissenschaftliche Abende und intensive Beschäftigung mit unserer Tendenz zu fördern suchen Gilt es doch schon jetzt, mit allen Mitteln uns auf die Zeit vorzubereiten, wo wir das, was unsere Bundesbrüder im Felde mit dem Schwert uns erkämpfen, zu verteidigen, zu sichern und auszubauen haben werden. Nebenher vernachlässigen wir natürlich auch die körperliche Ausbildung nicht) der Schwimmbetrieb ist sehr rege und das schöne Neckarschwimmbad gibt uns zu seiner Betätigung reichlich Gelegenheit. Bon unfern Bundesbrüdern im Felde erhalten wir häufige Nachricht) wir verfolgen mit großem Interesse ihre gewaltigen Erlebnisse) möge ihnen allen glückliche Rückkehr beschieden sein, sodaß sie sich noch recht lange in Alt-Heidelberg ihrer Kriegserinnerungen freuen können. Sprevia. Der Einfluß des Krieges auf unser Verbindungsleben wird am besten durch den ständigen Wechsel der Aktiven und der damit bedingten wiederholten Chargenwahl charakterisiert. Im Laufe des verflosienen Halbsemesters wurde die Zahl der Aktiven durch Eintritt ins Heer abernlals verringert, in den Militärdienst traten ein: Norbert Lewin beim Jnf.-Neg. 269, Leopold Blum als Kriegsfreiwilliger beim Husaren-Reg. dir. 14, Max Litzner, der von der Infanterie entlassen worden war, als Kriegsfreiwilliger beim Fußartillerie-Reg. 5, Hermann Litzner, der auch bereits der Infanterie angehört hatte, beim Fußartillerie-Reg. 13, Willy Riese trat wieder in den Dienst des Roten Kreuzes ein. Verkleinert wurde unsere Aktivitas ferner durch den Austritt des Fuchsen stuä. iur. Max Brummer aus Berlin-Steglitz. Das Austrittsgesuch von Doen (Saxo-Bav.) wurde genehmigt. Erfreulicherweise konnten wir demgegenüber aber noch 3 krasse Füchse neu aufnehmen. Dies sind: stuä. iur. Karl Rosenbaum aus Berlin-Wilmersdorf, stuä. meä. Walter Blank aus Hannover, stuä. iur. et rer. pol. Peter Sebastian Mendelsohn aus Charlottenburg. Die definitiven Chargenwahlen ergaben: Max Litzner X Richard Herz x x Kurt Manasse x x x F. M. f. T.: i. a. B. Goldschmidt, F. M. f. C., 1. K. W.: i. a. B. A Salinger. Nach 14 Tagen war aber durch den freiwilligen Eintritt Max Lißners ins Heer abermals eine Chargenwahl notwendig geworden, sie ergab: Richard Herz X, 1. F. W., 1. C. W. Max Kronenberg x X, 3. F. W, 3. S. W. 1. K. W., 2. C. W. Kurt Manasse x x x, 1. S. W., Z. W. F. M. f. T.: i a. B. Goldschmidt, 3. K W.: a. B. Krotoschiner. E. R. E. R.: Herz, Manasse, Blumenthal, Kronenberg, Riese, i. a. B. Goldschmidt. i. a. B. A. Salinger, Dechargierte. Am 12. Juni wurde der Brander Kurt Krotoschiner rezipiert. Bis jetzt ist es uns möglich gewesen, den Verbindungsbetrieb aufrecht zu erhalten, jedoch sind alle Veranstaltungen nur interner Art. Wie im 1. Kriegssemester, so tragen wir auch jetzt keine Couleur. Die Donnerstag-Abende finden im Weihenstephan statt, wenn uns nicht das schöne Wetter zum Baden nach Wannsee lockt. Der Fechtboden wird regelmäßig abgehalten, sowohl auf der Kneipe als auch bei unserem Fechtlehrer. Von unseren Bundesbrüdern im Felde erhielten wir eine Anzahl von Feldpostbriefen, von denen mehrere in einer der nächsten Nummern der K. C.-Blätter abgedruckt werden sollen. Leider haben wir bereits wiederum den Verlust eines lb. Bundesbruders zu beklagen. Am 14. Mai fiel unser l i.a.B Felix Levy, Kriegsfreiwilliger bei den Pionieren. An anderer Stelle wird ihmein Nachruf gewidmet werden. Unser l. Bbr. Fritz Eisner ist beim Durchbruch in den Karpathen durch einen Lungenstreifschuß schwer verwundet worden, er liegt in Cosel O.-S., da er zurzeit leider nicht transportfähig ist. Eine große Anzahl von Bundesbrüdern ist im letzten Monat mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden: Leutnant Hugo Ehrlich, Stabsveterinär Schöndorff, Füsilier l)r. Oto Levy, Stabsarzt Dr. Werner. Unfern Bundesbrüdern im Felde werden wir in den nächsten Tagen Liebesgaben in Form von Büchern senden, und hoffen, damit ihren Beifall zu erlangen. Sprevia (2. Bericht). Am 27. Juni beteiligten wir uns an dem Fackelzug der Berliner Sttldentenschast zu Ehren der Königin von Schweden. Wir waren durch die Chargierten in Wichs und durch vier Aktive in Couleur vertreten. Der Fackelzug sollte der Freude Ausdruck geben, die die Studentenschaft darüber empfand, daß die Königin den Bombenwürfen der Franzosen in Karlsruhe glücklich entgangen war. Unsere Chargierten wurden zusammen mit denen der übrigen Berliner Verbindungen nach der Huldigung von Ihrer Majestät empfangen und ihr vorgestellt. An dem Jackelzug, der Unter den Linden stattsand, beteiligten sich ungefähr 1900 Berliner Studenten. Der K. W. der Sprevia bittet alle Bundesbrüder, die Geld an die Verbindung senden, auf der Adresse ihn als enlpfangsberechtigt anzugeben, oder es an seine Privatadresse zu senden. Es ist ihm leider nicht möglich, der Post gegenüber eine Vollmacht zu erhalten. stuä. mg. Max Kronenberg, Berlin-Schöneberg, Bayrischerplatz 9.

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