KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 5 (Mai 1915)
- Date
- 1915-05-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Kriegsausgabe Mai-Juni 1915 5. Heft Fortsetzung. Zur K. C.-Psingstkneipe in Douai. In Douai, dem schönen Städtchen, In der Rue Pont des Pierres, Dort, wo Bernhardt hat sein Lädchen, Geht es heute lustig her. Fröhlich kamen angefahren, Angeritten hoch zu Roß Der K. C.er stolze Scharen, Mancher liebe Kneipgenoß. Drum Silentium, ihr Freunde! Incipit commercium! Steht! — Ein Pereat dem Feinde, Der da lauert rings herum! — Und jetzt füllt die Gläser wieder, Füllt sie mit dem besten Wein: In memoriam der Brüder Die zur Ruhe gingen ein. Ohne Bangen, ohne Beben, Wie dereinst auf der Mensur, Ließet furchtlos ihr das Leben, Treu dem alten Burschenschwur. Starbt für deutschen Namens Ehre, Hieltet treu das Banner hoch, Zeugt, wenn's einmal nötig wäre, für uns im Tode noch! Unsere nationale Entscheidung. Von Eduard Strauß-Frankfurt a.Main. Was wir hier wollen, ist die Untersuchung der Frage, ob denn der Gedanke einer jüdischen Nationalität die unausweichliche Konsequenz einer jüdischen Selbstbesinnung sein müsse — eine Frage, bei welcher wir gänzlich absehen von irgendwelchen Problemen praktischer Durchführbarkeit oder politischer Art. Der Zionismus selbst hat, wenigstens in hervorragenden Vertretern, Bemerkung der Schriftleitung: Wir sind in der Lage, einen Abschnitt aus einer größeren, demnächst erscheinenden Arbeit des Verfassers zu bringen. Das Ganze wird den Titel tragen: „Deutschtum und Judentum". In den Schanzen, in den Gräben Holtet ihr uns unser Recht. Euer Geist soll uns umschweben, Lohnte man die Treue schlecht. Heißen Dank euch, keine Klagen, Trauer stände schlecht uns an, Freudig dürfen wir es sagen: Der K. C. steht seinen Mann. Treue in dem Weltgerichte Schwören wir dem Vaterland, Aber Fehde auch dem Wichte, Der zerreißen will das Band. Treue heischen wir um Treue, So ist's alter, deutscher Brauch, Treue schwören wir aufs neue, Treue bis zum letzten Hauch. Darauf eine volle Spende! Eingeschenkt ein neues Glas, Das Offizium ist zu Ende, Vivat die Fidelitas! Habet Dank, ihr Herrn Franzosen, Für den Kneipstoff, feurig, fein, Bald — es darf euch nicht erbosen — Trinken wir Chiantiwein. Adols Alsberg lFrib.-Ghib., RH.-S.) sein Amt bereits der engen Zeitlichkeit realpolitischer Erwägungen entrückt. Wir sehen ferner ab von jenen Antworten, welche der Rationalismus in der Form des Allgemein-Menschlichen oder in der Form des reinen Konsessionalismus gegeben hat. Für uns liegt der Schwerpunkt der Frage in dem Begriff des Nationalen und seinem Verhältnis zum Wesen des Judentums. Martin Buber hat uns die Worte geprägt: Nach der Erneuerung streben wir, nach der aus einem Lebensganzen quellenden Tat, welche die Zukunft verbürgt. Einmal spricht er von dem Pathos, auf welches sich das Judentum besinnenmüsse— oder es werde nicht sein. Uns ist gewiß, daß dies Pathos die Erneuerung bringen