KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 5 (Mai 1915)
- Date
- 1915-05-01
- Page
- Seite 402 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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402 Kartellbrüderlichen Gruß Harry Wolff (Thux.) Besten Gruß Otto Schlesinger (Thu^.) Davis (Sprev.) \ Lieber Mainzer! Viele herzliche Grütze und Dank für die pünktliche Zusendung der K. C.-Zeitung; ich bin seit Ostern Ritter des Eisernen Kreuzes. 16. 4.15. Lieber Mainzer! Ich bin glücklich, mit zwei K. C.ern, wenn auch nur auf einige Augenblicke, hier zusammen fein zu können. Wir haben auf^das Wohl des K. C. einen vom Oberapvtheker selbst gebrauten Schnaps getrunken. Herzlichen Gruß Henschke (Sprev.) Der Schnaps war auch danach. Kartellbrüderlliche Grütze Bruno FeilchenfeÜ». Lieber Mainzer! Du kannst Dir denken, wie(wir K.C.er uns gefreut haben, hier im fernen Polen Kine K. C.-Zusammenkunfl abhalten zu können. Die Apotheke, zugleich meine Wohnung, ist famos dazu geeignet. ^Interessieren wird es Dich, daß mir von fremder Seite Hervorragendes über die Tapferkeit, Entschlossenheit und den Mut Feilchenfelds erzählt wurde. Herzjlrche Grütze Dein Ernst Lindemeyar. Im Anschluß an die Verse „Douai, Pfingsten 1§15" unseres l. Adolf Alsberg entbieten wir dein gefachten K.C. herrlichste Grütze.; Karl Kauffmann (Bad.-Bav.) \ Fritz Moosberg (Bad.-Bav.) Siegst. Bernhardt (Thuringiae) Adolf Alsberg (Frib-Ghib.. Rhf-S.) Herzliche Grütze } Fuchs (Thuringiae)? Georg Fischer 7Rhen.-S.) \ F. Lippmann (fite.) f Siegstred Rosenthal I (Bad.-Baji.) . Alsted Alsberg (Lic., Rh.-S.). ' Rosenow (Spr., r. 30.5.15. Vom zweiten Verbandstag des Berbaydes Douaier K.C.er senden viele herzliche Grütze l Dr. Karl Kauffmann (Bad.) } Adolf Alsberg (Frib., Rh -Sil.) Max Weisenbeck (Lic., Sprev.)? WMi Löwenthal (Bav.) j Eduard Glaser (Lic.) j Wab^r Röttgen (Lic., Sax.-Bav.) vr. S. Bernhardt (Sprev.) Dr. Fuchs (Bad.) Fischer (Rh.-Sil.) Hurra! Alfred Alsberg. Rabbiner vr. Chone. Katzensteiu (Lic.) . Rosenthal (Rh.-Sil.) | . Liebe Meenzers! Sende Ihnen die herzlichsten Grütze mit diesem Lebenszeichen. Ich existiere noch) bei bestem Wetter, gutem Heimbericht, angenehmem Dienst, famosen Telegrammen und passabler»» Chef. Ihr ergebener Dr. Max Liebmann. Im Schützengraben, den 28.4.15. -Mein lieber Hlter Herr! Eine träumerische Nachdenklichkeit über ufiser Kämpfen und Sehnen als deutsche Juden, in das mich der heutige sonrnge und ruhige Nachmittag versteht hat, bewegt mich, Dir etwas unvermittelt -von eipeni kleinen Kriegserlebnis zu berichten, das mir zwar herzlichstes Leid bereitete und doch nur wieder eine fxohe Stärke gab, die vielleicht in manche trübe Stünde meines späteren Lebens Sonne bringen wird. Inmitten der vielen Toten, welche die schmutzigen, regendürchweichten Felder um das flandrische Dörfchen W... deckten, hatte ich ihn gefunden, als ich mich auf die Bitte unseres Kompagnieführers auf die Suche nach; ihm machte. Vor einer Stunde - hätte er den Unterstand unseres schwererkravkten Kompagnieführers verlasse»», um für denselben aus dem nahegelegenen Bätäillonsstabsquartier etwas Kognak zu holen. Bon diesem Gange war er nicht mehr zurückgekehrt, und wir befürchteten, daß er unterwegs verwundet worden sei und nun nicht mehr allein zu uns gelangen könne. Er lag nicht weit von unserem Graben entfernt. Im Schreiten hatte ihn die Kugel getroffen und auf seinem jugendlichen, hübschen Gesicht lag es wie eine leichte Verwunderung, daß ihn der Tod so unerwartet gegrüßt hatte. War er doch einer der Fröhlichsten und Lebenslustigsten unter uns gewesen und oftmals hatte er. in den schweren Kämpfen, die.wir in jenen Tagen zü bestehen hatten, uns durch seinen liebenswürdigen Frohsinn trüben Gedanken entrissen. So der Liebling der Kompagniewar er mir durch engere württembergerische Landsmannschaft mit besondererFreundschaft verbunden. Es war denn auch mir und den Kameraden, welchen ich seinen Tod kündete, als ob mit ihm der letzte Rest von Sonne diesen Leichenseldern genommen worden wäre, und wir schämten uns nicht .der Tränen, die uns in die Augen traten. Uns dünkte, sie. gälten all den jungen, schönen Leben, die sich in dieser schweren Zeit freudig dem Baterlande geben. Zrvei Briefe hatte unser Kamerad auf der Brust getragen: einen von seiner Mutter mit der Abschrift einer mittelalterlichen Schutzbitte an die Heiligen, den Träger dieses Bitt-Talismans vor jeder Verletzung durch Hieb, Stotz und Schutz, durch das Schwert und durch die Kugel zu bewahren, und einen mit rührend-ängstlicher Liebe geschriebenen von seiner Braut, einer jungen Französin, die er während seiner Tätigkeit in Nizza kennen gelernt hatte und an der er, über allen Hatz der Völker hinweg, mit zärtlicher Liebe hing. Am Abend haben wir ihn dicht hinter unserer Stellung begraben und haben auf seine Ruhestätte ein schlichtes Kreuz gesetzt. Ich selbst hatte es zuvor aus rohen Zweigen zusammengebunden und bot nun vor dem Kreuze in der Weise unserer jüdischen Religion, dem toten Freunde still die letzte», Wünsche, »vährend rings um uns Granaten den Boden auftvühlien. Wie ich mich dann aber, bereits zum Gehen wenden »vollte, da fühlte ich a»»s den Blicken der Kameraden, die mit mir waren, daß sie etivas vermißten. Da sprach ich ihnen noch im Heulen der Geschosse das „Vaterunser^ vor, und sie beteten voll neuer, frommer Zu-, verficht mit mir, indes mir ihre Augen dankten. Ueber uns aber flammte ein wundervolles Abendrot wie das sanfte Lächeln einer gütigen Frau! Weißt Du nun, rvarum auch ich jetzt über die Bosheiten unserer Gegner lächeln kann? Gott befohlen! Grütze die Deinen! Dein Fritz Mayer (Bavariae). Z ..., den 13.3.1915. Lieber Bundesbruder! In den Karpathen, wo »vir abends nach ermüdenden KlettertoUren unsere „Laubhüttenquartiere" bezogen, erhielt ich zu »»»einer größten Freude die November-Dezembernummer der K.C-Blätter. Hoffe auch die folgenden Exemplare nun zu erhalten. Gratuliere herzlich zun» Dr! Wo ist Auerbach? Wie geht's der Innung? Einen schönen Gruß von Deinem treuen Bb. Matter Rosenbaum. Lieber Mainzer! Wir feiern Sederabend in» 14. Arrneekorps. Mächtig viel Leute sind bei der würdigen Feier versammelt. Die anwesenden K. Cer kommen Dir und dem K. C. einen kräftigen Schluck und grüßen Dich herzlich Dein Leo Rothschild. Herzliche Grütze Herzliche Grütze Herzliche Grütze Beissinger. Ludwig Rothschild. Matter Röttgen.