KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 11-12 (1.8.1914)
- Date
- 1914-08-01
- Page
- Seite 248 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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248 gebrachte Übereinkommen der vier schlagenden Verbände wegen Beseitigung der Realinjurien und der Verrüfe wurde definitiv angenommen.— Mit Rücksicht auf die allgemeine Hamburger Bismarckfeier wurde es abgelehnt, eine große korpsstudentische Bismarckjahrhundertfeier in Rttdesheim abzuhalten. — Das Renoncierungsgesuch mehrerer österreichischer Corps wurde vis zum nächsten Kösener Kongreß zurückgestellt. — Tigurnia-Zürich zeigte an, daß sie mit Beginn des Wintersemesters nach Frankfurt übersiedeln werde. Der Kösener Kongreß gab hierzu seine Zustimmung, so daß Tigurnia auch unter den neuen Verhältnissen Sitz und Stimme im Kongreß behält. — Der Abgeordnetentag des Verbandes alter Korpsstudenten beschäftigte sich mit Statutenänderungen, Geldbewilligungen und der Wahl eines neuen Vorortsu. a. beschloß man, die Herausgabe der Gesamtlisten des Verbandes mit Rücksicht auf die Kosten fernerhin zu unterlaßen. Zu gleicher Zeit tagte in Eisenach der 33. ordentliche Burschenschaftstag der deutschen Burschenschaft. Zwei Punkte der Tagung dürften auch hier nur von besonderem Interesse sein: 1. Das Marburger Abkommen findet die Zustimmung des Burschentages für die Dauer eines Jahres (hierbei wurde vorausgesetzt, daß der Streit der Burschenschaft und der Landmannsschaft mit dem Berliner S. C. demnächst eine ordnungsmäßige Erledigung erfährt). 2. Die Regelung der Auswärtigenfrageallerdings wurde sie znnächst nur provisorisch auf ein Jahr unter Beaufsichtigung einer besonderen Kommission vorgenommen. Durch Gründung einer allgemeinen Burschenschafterversammlung, an der alle an einer Hochschule immatrikulierten aktiven und inaktiven Burschenschafter teilnehmen, sucht man die Kräfte der nicht den örtlichen Burschenschaften angehöriaen Burschenschafter der gemeinsamen Sache nutzbar zu machen. So soll durch jenen Zusammenschluß es den Auswärtigen ermöglicht werden, sich an dem studentischen und burschenschastlichen Leben ihrer Hochschule tätig zu beteiligen. „Die Versammlung trägt den Charakter einer Beratung. Gegenstand der Beratung sind nur allgemeine studentische und burschenschaftliche Angelegenheiten. Eine Besprechung internerKorporationsangelegenheiten ist ausgeschlossen." Diese neue Institution der Burschenschaft, dürfte, da durch sie sicher eine Anzahl von Mißständen beseitigt werden wird, auch in anderen Verbänden Nachahmung finden. Außerdem begrüßte der Burschentag die Vorbereitungen zur Bismarckfeier und die zur Jahrhundertfeier der Deutschen Burschenschaft im Jahre 1915. — Zur Förderung der Leibesübungen sollen die örtlichen Burschenschaften gehalten sein, an ihren Hochschulen allgemein-studentische Ausschüsse ins Leben zu rufen. — Die Gründung zweier Burschenschaften in Frankfurt wird nach wie vor eifrig betrieben. Es wurde der Antrag angenommen, daß die im Einverständnis mit der örtlichen B. A. B. in Frankfurt zu gründenden Burschenschaften unter der Bedingung, daß jede mindestens 4 aktive Burschen hat, ohne weiteres als in die Deutsche Burschenschaft ausgenommen gilt. „Auf nahezu einstimmigen Beschluß" soll der außerordentliche Burschentag im Anfang des Jahres 1915 in Frankfurt a. M. stattfinden. Auf der zu Coburg stattgehabten Tagung der Deutschen Landsmannschaften (L. C.) wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Die Marburger Beschlüsse wurden einstimmig angenommen. — Die Verschmelzung der Teutonia- Heidelberg mit dem alten Herren-Verband ihres sicheren Kartells, Teutonia-Berlin, wird genehmigt unter der Bedingung, die auch in die Satzungen' für Neuaufnahmen eingefügt wird, daß mit Band nur Alte Herren übernommen werden, die gefochten haben, alle andern nur mit Schleife. — Der Verband tritt als solcher dem deutschakademischen Bund für Leibesübungen bei. — Jnaktivenvereinigungen korporativen Charakters und Vereinigungen auswärtiger Landsmannschaften sind nicht gestattet. — Für die Feier des 50jährigen Bestehens des Verbandes im Jahre 19l8soll aus freiwilligen Spenden ein Jubiläumsfonds gesammelt werden. Der Antrag auf Errichtung eines Denkmals wurde abgelehnt. Der Vertreterkonvent des B. C., des Verbandes der Turnerschaften auf deutschen tochschulen, fand zu Marburg statt. Die urnerschasten Arnimo-Hercynia in Hannover und Zaringia in Karlsruhe wurden endgültig in den V. C. ausgenommen. Die Turnerschaft Albertia zu Leipzig wurde dauernd aus dem Verband ausgeschlossen. - Es wurde beschlossen, sich an der IV. deutsch-akademischen Olympia 1915 zu beteiligen. — Mit der Fassung des Uebereinkommens der vier alten schlagenden Verbände hat sich der V. C. einstimmig einverstanden erklärt und ebenso grundsätzlich dem Abschluß eines ähnlichen Abkommens auf den technische« Hochschulen mit dem Weinheimer S. C. und dem Rüdesheimer Verband deutscher Burschenschast zugestimmt. - Der V. C. hat ferner beschlossen, bei der Eröffnung der Universität in Frankfurt eine Turnerschaft aufzutun, für deren Gründung beträchtliche Geldmittel zur Verfügung gestellt sind. - Die Einrichtung einesBerwaltungs-