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KC-Blätter · 1914-07-01 · Heft 10 (1.7.1914) · page 23

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 10 (1.7.1914)
Date
1914-07-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Noch einmal zur Neilsrage im N. L. Ernst Loeser, BreSlau (Thuringiae, Spreviae). Liest man in den BerbandSnachrichten die Angaben der einzelnen Verbindungen über die Ausnahme von neuen Mitgliedern, so schlägt einem das Herz doch höher, wenn man sieht, wie viele die Zugkraft dcS St. C. wieder unseren Reihen zugesührt hat. Und das ist geschehen zu einer Zeit, ivo daS Semester so richtig noch gar nicht begonnen hatte. Andrerseits fällt es aber gleichzeitig auf, das; eben eine so stattliche Zahl gleich bei Semesterbeginn aktiv geworden ist. Man kann wohl ohne weiteres als Grrntd dafür annehmen, daß die tüchtige Vorteile in den Heimatsstädten der Abiturienten ihren Lohn gefunden hat. Sicht man nun weiter zu, wohin sich die so vorgekeilten Muli zum Studimn begeben haben, so macht man die wenn auch schon seit langem gewohnte, aber dennoch überraschende Wahrnehmung, dag die ganz überwiegende Mehrzahl derKeilsüchsc die Stätten unserer süddeutschen Kartellverbindungcn ausgesucht hat- Wenn ich persönlich nun weit davon ent'crnt bin, etiva eifersüchtig und neidisch den süddeutschen K.C.-Verbindungen die große Anzahl ihrer Aktiven zu mißgönnen, und ivcnn es auch leicht erklärlich ist, daß im Sommer die westlichen Universitäten Deutschlands bevorzugt iverden, so bleibt trotzdem noch immer die Tatsache bestehen, daß von den v K.C.-Beroindungen zum mindesten ö ihr Dasein sozusagen gerade fristen. Die Licaria und Bavaria — letztere erst seit einer Reihe von Semester»» — sind eigentlich die einzigen, die eine völlige, dauernde Lebenskraft zu haben scheinen. Die Ghibellinia hat sehr oft im Gegensatz zu den Soinmersemestern im Winter eine recht bescheidene Aktivitas, und auch die Rheno- Silesia hat Sommer wie Wutter verhältnismäßig wenige Aktive. Alle drei Verbindungen leiden aber recht oft an einem ebenso großen emdarrss de richesse, da sie das zahlreiche Kcilmaterial nicht so eingehend bearbeiten und ihre krasien Füchse nicht so üttetifiu erziehen können. Berlin kann eigentlich erst seit rvenigen Semestert» mit unserer Verbindung ein bedeutendere» Kontingent zu der Vcrbandsaklivita» stellen, wa» ersten» natürlicherivcise der an sich größeren Anzahl der Keilsüchse und ziveiten» auch of» der Anwesenheit zahlreicher aktiver Kartellbrüder zuzuschreiben ist. Die Leipziger haben scheinbar trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens immer einen ganz netten Stamm von Aktiven zu verzeichnen, während die Friburgia-Äönigsberg in dieser Beziehung weniger zufrieden sein kann, lieber die spätere Entwickelung dieser beiden Kartellverbindungen dürste sich aber nach dieser Richtung hin eben wegen der kurzen Dauer ihres Bestehens noch nichts Maßgebendes sagen lasten. Bleiben noch Biadrina-Darmstadt und die Breslauer Verbindung. Welches Los die erstere trifft und getroffen hat, gibt ja der so richtige, im Mai-Heft erschienene Artikel wieder, llnd mit der Thuringia steht cs nicht viel anders. Schon feit einer Reihe von Semestern, eigentlich solange Eoulcnr aufgesetzt worden iü, ist die Zahl der Aktiven dauernd zurückgegangen, und auch dieses Semester konnte nur mit einer Aktivitas von 6 Leuten eröffnet werden. Die diesmal bis aufs peinlichste und genaueste durchgesührte Keilarbeit hat für die Breslauer Verbindung selbst keine Friichte getragen. Ein großes Klagelied über die immerhin deprimierenden Verhältnisse der Thuringia in dieser Beziehling möchte ich nicht ertönen lasten, nochinals jedoch den Schluß aus den obigen Darstellungen ziehen. Fn den süddeutschen Universitäten waren bei dem K.E. bis Ende April allein 12 neue Mitglieder an» den oft chen Proviuzen Deutschlands dieses Semester aktiv geworden. Der vierte Teil davon hätte jeder der an Aktiven schwachen Kartellverbindungen cuu* wertvolle Wane siir llnsertt Kamps in die Hand gegeben. Wem die Schuld beiznmeffen ist, daß die zumeist Vorgekeilten nicht in den östlichen Universitäten geblieben sind, mag dahingestellt bleiben. Eines ist jedoch zu sagen: später be da»»ern die als ältere Semester in die Heimatsvrovin; znrückkehrenden Kartellbrüder selber, nicht das Band der K.E.-Berbindnng zu besitzen, an deren Sitze sie die längere Zeit studieren und zu der *»» ko in men nnd an der milzuarbeilen sie auch fernerhin rneiit nur (sielege»» heit haben. So sind in der Thuringia dieses Semester dankenSlverrerweise im K. E. Interesse, aber auch im eigenen, zwei Karrellbrüder, der eilte im der andere im l». jllristischen Semester, wieder aktiv geworden. Solange also unser Verband durch so gut als mögliche Verteilung seiner Mitglieder auf die einzelnen K.E - Verbindungen die eigene Stärke nicht ansnutzt, wird er in der Keile bei der iuuner stärker »verdenden Kon ktlrrenz der anderen in Betracht komlnenden Korpora tionen nicht die Erfolge verzeichne»», die ov fuitft sicherlich haben könnte. Verbands-Nachrichten. Bavaria. Wir fochten bisher dreimal Säbel. Einmal 0. s. 00 (Jänge, wobei wir aus paukten; ferner 2 mal cuiu, wobei wir einmal abgestochen wurden, einmal auapaukten. Aiu 18 Juni stiegen auch die ersten d Partien der pp-Suite contra Wlrcebargia-WQrxburg. Wir stachen einmal ab und paukten die übrigen 4 aus. Nadeln 32:6 zu unseren dunsten. Kosentbal X X und Klceberg XXX decharglerten. Die jetzigen Chargen sind nunmehr: Uon X Kleeberg XX Speier XXX Der nächste pp-Pauk tag gegen dio Wirceburgia steigt Anfang Juli. Hpretla. Wir fochten in diesem Monat & Schläger- und 3 Säbelpartien, wobei wir Säbel auspaukten und Schläger I mal abgestochen wurden, 1 mal auspaukten und t mal abstachen. ln der Berliner Studentenschaft sind zur Zeit Bestrebungen zur Bildung eines Korporalionsausschusses Im (•ange; zur Vorbeprechung wurden wir vom Kektora flauen, so daß begründete Hoffnung besteht, daß unsere Korporation im Ausschüsse vertreten sein wird. A. U.-B. Sprevla. Ich weise darauf hin. «laß gemäß Beschluß der Oeneral veraau»m!ung dio bis mm 8. Jul» nicht eingesandten Semester bei trüge ohne vorherige Mahnung durch Postauftrag erhoben worden. Kerner bitte ich um Zahlung der Rückstände, wollet ich darauf hinwvise, daß jp'inäü den» Beschlüsse dos letaten K.C.-Tages für «las k. C.-Keat in Krank kört am Main von Einbänderieuton 3 Mk. und von Zweihänderlouteu 1.Ö0 Mk. zu zahlen sind Der Kassenführer: Rechtsanwalt tdoorg Cohn, Berlin \\\ W., Vossstr. Lkarla. Wir fochten 11 mal Schläger, wurden 3 mal abgestochen, paukten 4 mal aus und stachen 4 mal ab. Außerdem fochten wir 1 mal Säbel ss t.V und stachen unberührt ab. :t

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