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KC-Blätter · 1914-07-01 · Heft 10 (1.7.1914) · p. Seite 227

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 10 (1.7.1914)
Date
1914-07-01
Page
Seite 227 (sequence 19)
Language
German
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227 451 auswärtige Inaktive und 3731 Alte Herren und Ehrenmitglieder, zusammen nach Abzug von 308 Mehrbänderleuten 3437 Mitglieder. Nicht mehr geführt werden die suspendiert gewesenen Sängerschaften „Bardia" in Bonn, „Askania" in Darmstadt und „Gotia" in Münster, die sich zu der neuen Sängerschaft „Rheno-Guestphalia" zusammengeschmolzen haben. An Stelle der früheren Münchener Sängerschaft „Wittelsbach" wird am 33. April in München „Ält-Wittelsbach" aufgetan werden. In der ^Akademischen Sängerzeitung" wird die angemessene Betätigung von Leibesübungen angeregt, von anderer Seite wird als ein dem Weimarer C. C. obliegendes Ziel die Gründung eines akademischen Bundes zur Pflege der Musik vorgeschlagen. Bücher- und Btütterfchau. Judentum uud Christentum von MaxDienemann-Ratibor. iVolksschrift n über die jüdische Religion? herausgegeben von Dr. I. Ziegler-Karlsbad. 3. Jahrgang 5. Heft) Frankfurt a. M. I. Kauftnann 1914-Ladenpreis der einfachen Nr. 0.80, Jahresabonnement für 7 Hefte Mk. 4.30. Es ist der Fluch unserer Zeit, daß das Judentum zwar wieder der Gegenstand ernster Erörterungen und leidenschaftlicher Kämpfe, geworden ist, daß aber die politischen Momente überwiegen und das Wissen vom Judentum in gar keinem Verhältnis steht zu dem Wortschwall und dem Eifer, mit dem jüdische Dinge behandelt werden. Nur weil die feste Grundlage des Wissens fehlt, können so häufig die seltsamsten und verkehrtesten Urteile über Wesen und Wert des Judentums in unserer Mitte austauchen und verfochten werden, während an eine Gesundung der Verhältnifie solange nicht zu denken ist, rvie es Leute gibt, die zwar emphatisch verkünden, daß sie Juden sind, aber nicht wißen warum, die für ein Judentum heftig kämpfen, das sie aus Mangel an Kenntnissen sich erst selbst konstruieren müffen. In den Ziegler'schen „Volksschriften über die jüdische Religion", welche den Bedürfnissen moderner Menschen Rechnung tragen und über alle Fragen kurz, knapp und übersichtlich, aber dabei in sehr anregender Form, orientieren, ist jüngst ein Büchlein erschienen, das eine besonders wichtigeSeitedieses unumgänglich notwendigen Wisiens behandelt. Max Dienemann hat in einem kurzen Umriß Judentum und Christentum in ihren wesentlichen Unterscheidungslehren dargestellt. Der Verfafier hat freilich nicht das sinnfällige in den Kreis seiner Betrachtung gezogen, nicht die Unterschiede, welche in äußeren Bräuchen und in erstarrten Dogmen sich zeigen, sondern er ist dem Wesen beider Glaubenssormen auf den Grund gegangen, und seine geistvollen Ausführungen erweisen klar, eine wie tiefe innerliche Kluft, wie ganz wesentliche Auffassungen und Bewertungen der grundlegenden religiösen Ideen auch das allerliberalste Judentum vom allerliberalsten Christentum trennen. Er zeigt die ganz verschiedene Stellung und Bedeutung der Menschenseele und der Menschenkrast im Judentum und Christentum, von denen jenes des Menschen Endziel in der Versöhnung durch eigene sittliche Arbeit, dieses in der Erlösung durch eine außerhalb der menschlichen Sphäre stehende Kraft, nämlich der Person Jesu sieht. Zwingend und logisch gipfelt das Buch in dem Nachweis, daß auch jenes Christentum, welches die Gottheit Christi nicht mehr anerkennt, dennoch ohne seine Persönlichkeit nicht bestehen kann. Christus als Erlöser aus dem Systery Herausreißen, hieße den ganzen Bau vernichten. Nebem dem positiven Wissen ist uns, die wir in Tausende von Kämpfen täglich verstrickt werden, Tausenden von Angriffen ausgesetzt sind, auch Apologetik von Nöten. Die Schrift Dienemanns gibt dem gebildeten Juden, dem die Zeit fehlt, sich in ausführlichere Werke zu versenken, beides. Der Leser lernt im knappen Umriß das Wesen seiner jüdischen Religion kennen, versteht ihre tiefgehenden Unterschiede von anderen Religionen und sieht dabei, wie wenig innerlichen Grund wir haben können, den Standpunkt zu verlassen, den wir seit Jahrtausenden in Treue hüten. So trägt sie dazu bei, den verständigen Leser mit einem wirklichen und wertvollen Selbstbewußtsein zu erfüllen, das nicht der Phrase und der Agitation sein Dasein verdankt, sondern dem Wissen von der Größe des Judentums und der Ueberzeugung von seinem ewigen Werte. Möge Dienemanns vorteffliches Büchlein ebenso wie die vielen anderen der Ziegler'schen Sammlung weiteste Verbreitung in den Kreisen denkender Juden finden. Der Segen, den sie durch ihre stille Arbeit stiften können, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dr. Goldmann (Thur.) Deutscher Burschenschafter. Zeitschrift des Rüdesheimer Verbandes deutscher Burschenschafter. 34. Jahrgang. Heft 3. 10. Maifahrt deutscher Burschenschafter nach Trebnitz. - Bismarckfeier der deutschen Studentenschaft.-Stellung und Ziele der heutigen Burschenschaft. — Wie es ist und sein könnte im inneren Leben der schlagenden Verbände. (Der Artikel wendet sich gegen die p.p. Folgerungen, wie sie bei den Schlägermensuren so leicht Vorkommener sieht in ihnen eine innere Gefahr für alle studentischen Verbände.) — Die Anfänge nationalen Denkens in Oesterreich und die Zukunstsaussichten alldeutscher Bewegung. (Fortsetzung.) — Burschenschastlicher Liederhort. — Persönlichkeit und Frauenart. (Fortsetzung.) Burschenschastliche Blätter. 28. Jahrgang. Heft 5 und 6. Bor hundert Jahren in Tübingen. — Wandern. — Die Bedeutung der sächsischen Industrie auf dem Weltmarkt. — Deutsche Sprachverschandelung. — Burschenschafter im bayrischen Parlament. — Studentische Heraldik. - „Das Bismarckjahr " - Kampf der Fremdenlegion! — Zehnte Maifahrt deutscher Burschenschafter nach Trebmtz. — Die Sportkleidung. — Prag als deutsche Hochschulstadt. — Geburtenrückgang und Akademikernot. — Aus einem alten Album eines Helmstädter Studenten. Gründung der Burschenschaft Germania-Halle. — Frühlingslied. — Der 33. ordentliche Burschentag in Eisenach. (Ueber die Tagungen der studentischen Verbände wird in der nächsten Nummer der K.C.-Blätter berichtet werden. Die Red.). — Statistik der größeren studentischen Verbände. tAn erster Stelle steht mit 81 Korporationen und 1571 Aktiven der K.B.- es folgt mit 66 Korporationen und 1343 Aktiven die Deutsche Burschenschaft, während der S.C. nur 1056 Aktive zählt, obwohl ihm 97 Korporationen angehören.) — Soziale Studentenkurse. — Bismarckfeier der deutschen Studentenschaft. — Burschenschafter im badischen Parlament. — Otre Erich

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