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KC-Blätter · 1914-07-01 · Heft 10 (1.7.1914) · p. Seite 226

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 10 (1.7.1914)
Date
1914-07-01
Page
Seite 226 (sequence 18)
Language
German
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226 träges und die Verteilung von Werbeflugblättern in der Universität hat Geheimrat Pax allerdings nicht gestatteh er hat aber auch bei dieser Gelegenheit nicht die ihm zugeschriebene Aeußerung getan, sondern etwa gesagt, daß derartige politische Auseinandersetzungen mcht in die Universität hineingehörten, weil sie auf der anderen Seite Anstoß erregen müßten, und dann andere politische Vereinigungen das gleiche Recht für sich beanspruchen könnten." Dresden. Da die Verlegung der Tierärztlichen Hochschule von Dresden nach Leipzig beschlosiene Sache zu sein scheint, sucht die Stadt Dresden den Schaden, den sie durch die Verlegung erleidet, auf andere Weise gut zu machen. Es wurde ein Antrag angenommen, die Dresdener Technische Hochschule durch Ausbau und Erweiterung der neuen Instituten und durch Ausgestaltung der allgemeinen Abteilungen zu fördern. Die Universitätspläne, sollen außerdem weiter verfolgt werden. Einer Blättermeldung zufolge hat sogar die Stadt ein großes Gebäude für Universitätszwecke angekauft. Die Geschäftsstelle des Deutschen Siedlerbundes übersendet uns folgende Mitteilung: Vom 25. Augnst bis 15. Oktober veranstaltet der Deutsche Siedlerbund in dem von ihm im Arbeiterviertel zu Berlin-Charlottenburg errichteten Siedlungsheim einen Ferienkursus zur Einführung in soziale Großstadtprobleme und praktisch-soziale Tätigkeit (Settlement-Arbeit). Wir richten an Berliner und auswärtige Studenten und Studentinnen (auch Nicht-Studenten sind willkomnien) die Einladung, einen Teil der Ferien zur Einführung in die wichtigsten sozialen Fragen und. Arbeiten zu benutzen und, wenn möglich, selbst im Arbeiterviertel wohnend, sich an der dort geübten Tätigkeit zu beteiligen.- Der Kursus wird sich in einen vorwiegend theoretischen, etwa drei Wochen beanspruchenden, und einen praktischen Teil gliedern. Es werden von Fachleuten Vorträge gehalten und Erörterungen eingeleitet werden über die Entstehung des Arbeiterviertels und seine Wohnungsverhältnisse, über Industrie-Arbeit, Arbeitslosigkeit und ihre Bekämpfung, Armenpflege, Jugendfürsorge, Jugendpflege (der verschiedenen Richtungen), Krankenpflege, Obdachlosigkeit, Bildungswesen, Genoffenschafts- und Gewerkschaftswesen. In Ergänzung hierzu werden Besichtigungen unternommen von schlechten Wohnvierteln, ärztlichen und armenpflegerischen Fürsorge- und Beratungsstellen, Krankenhäusern, Asylen, Arbeitsnachweisen, Jugendheimen. Jugendgerichten, Volksbüchereien, Fabrikbetrieben, Verkehrsanlagen, Warenhäusern, Elektrizitätswerken, Baugenoffenschaften usw. Dazwischen finden Erörterungen der Teilnehmer über grundsätzliche Fragen und zwanglos-gesellige Veranstaltungen statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 2 M. Für Auswärtige sind Wohnungen im Siedlungsgebiete zum Monatspreise von 12 M. ab im Ledigenheim und bis 20 M. in Arbeiterfamilien zu Haben. Ein gemeinsamer Mittagslisch kann bei genügender Beteiligung im Siedlungsheim eingerichtet werden. Gleichzeitig bitten wir diejenigen, die für die Siedlungssache interessiert und im Winter in Berlin oder in einer anderen Universitätsstadt (z. B. Frankfurt a M.,' Leipzig, Breslau, Kiel, München) zur Mitarbeit bereit sind, uns ihre Adresse mitzuteilen. Alle Anfragen und Anmeldungen sind möglichst umgehend/spätestens aber bis zum 15. August zu richten an die Geschäftsstelle des Deutschen Siedlerbundes, Berlin-Charlottenburg, Berliner Straße 22. Hamburg. Auf Veranlaffung der Hamburger Bürgerschaft ist nunmehr, eine amtliche Feststellung der Ver- Handlungen und Anträge zum Universttätsproiekt im Buchhandel , erschienen, die eine klare Uebersicht über die ganze Entwicklung des Projektes gibt. Zusammenschluß der Juristmnen. Die Deutschen Juristinnen haben sich zur Wahrung ihrer Standesintereffen zu einem „Deutschen Juristinnenverein e. V." zusammengeschlossen. Es sollen u. a. Vorträge wissenschaftlicher Art veranstaltet werden. Die Einweihung des Berliner Hochschulplatzes. In Gegenwart der Kaiserlichen Majestäten fand am 26. Mai die Einweihung des Berliner Hochschulturn- und Sportplatzes statt. Neben dem Kultusminister und den Vertreter der anderen Ministerien waren die Rektoren der Berliner Hochschulen mit einer großen Zahl von Professoren erschienen. Eingeleitet wurde die Einweihung mit dem Eagerschen Vaterlandsliebe „Empört sich auch die ganze Welt." Nachdem die letzten Klänge dieses von kräfttgen Stimmen vorgetragenen Liedes verhallt waren, ergriff der Kultusminister das Wort, um den Kaiser für sein Interesse und für' seine rege Förderung der sportlichen Bestrebungen in der akademischen Jugend zu danken und übergab dann dem Rektor der Universität, Geheimrat Prof. Dr. Planck, den Platz. In seiner Dankesrede feierte der Rektor den Kaiser als unermüdlichen Förderer der körperlichen Ausbildung der Studentenschaft. Darauf begann die eigentliche Feier: Die schneidig ausgeführten Freiübungen und die leichtathletischen Wettkämpfe, die von großem Können zeigten. Zum Schluffe der feierlichen Weihe machte der Vorsitzende der „Batusa" dem Kaiser in markigen Worten das Versprechen, datz die akademische Jugend alle Kräfte einsetzen werde, um sich den in sie gesetzten Hoffnungen rvürdig zu zeigen. Unter den Klängen der Nationalhymne und unter brausend-donnernden Hurrarufen verließ das Kaiserpaar den Sportplatz. M. H. Abschaffung des Regierungsbaumeister-Examens. Die Zeitschrift des Verbandes Deutscher Diplom- Ingenieure bringt in ihrer letzten Nummer, Heft 11, eine Rede des bekannten Ingenieurs, Regierungsbaumeister a. D. Stadtbaurat Theodor Köhn, (bis vor kurzem Vorsitzender des Architekten-Bereins zu Berlin), in welcher dieser nachdrücklichst die Abschaffung des Regierungsbaumeister-Examens verlangt. Couleurstudententum und Staatsstipendium. In Braunschweig gibt es ein recht beträchtliches Staatsstipendium, das an Studierende aller Fakultäten, sofern sie bedürftig und würdig sind, verliehen wird. Doch ist an den Genuß des Stipendiums die Bedingung geknüpft, daß der Stipendiat nichtMitglied einer farbentragenden Korporation sein darf. Im braunschwei- : gischen Landtage beantragte nun her Abgeordnete Pastor : Broistedt bei der Etatsberatung, diese Bestimmung in Zukunft wegfallen zu lassen, denn es sei, so begründete; er den Antrag, ein großer Vorzug, daß unsere jungen Studenten sich in Korporationen sammelten, die für die Erziehung der akademischen Jugend von großer Bedeutung seien, was man nicht in gleicher Weise von . dem Freistudententum behaupten könne. Deshalb sei es keineswegs angebracht, wenn man das Freistudententum durch die Bestimmung, farbentragende Studenten! seien von dem Genuß des Staatsstipendiums ausge-; schloffen, staatlich fördere. Er beantrage daher, die Zu-; gehörigkeit zu einer farbentragenden Verbindung nicht mehr als Hinderungsgrund für die Verleihung des , Staatsstipendiums gelten zu laffen. Der Landtag stimmte : dem Antrag mit großer Mehrheit zu.; Aus dem Weimarer C. C. Die 16 aktiven Sängers schäften des Weimarer C. C. vereinigten Ende Winter- - semester 1913|14 243 Aktive, 220 Inaktive am Ort,

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