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KC-Blätter · 1914-06-01 · Heft 9 (1.6.1914) · p. Seite 204

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 9 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 204 (sequence 16)
Language
German
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204 in seinem einmal gefaßten Entschluß wankend zu machen. „Der Ausflug findet statt, bestimmt, und z»var bei jedem Wetter", so lautete auch meine Parole, als am Sonntag vormittag das Telephon unaufhörlich sein Läutewerk ertönen ließ, um allem „Wenn und St&er" von vornherein ein Ende zu bereiten. „Und sie kamen alle, alle" aus Ratibor und Le'obschütz, aus Gleiwitz und Beuchen, aus Kattowitz und Sohrau - ja sogar aus Breslau fand sich ein Vertreter. Und ihnen allen sagen wir noch an dieser Stelle unfern herzlichen Dank für chr Erscheinen. Im strömenden Regen, aber in heiterster Stimmung trafen wir zun: großen Teil in Gleiwitz zusammen, um mit der Kleinbahn nach dem so idyllisch gelegenen Räuden zu fahren. Und je näher wir dem Ziele kamen, desto mehr öffneten sich des Himmels Regenschleusen, desto angeregter und toller jedoch wurde unsere Stimmung. Jupiter Pluvius vermochte es nicht, uns unsere Stimmung zu trüben. Bald saßen wir in Schonarts gemütlichen Räumen bei Kaffee und Kuchen, und als nach kurzen: Aufenthalt die Ratiborer, Leobschützer und Svhrauer K. C.er mit ihren zahlreichen Gästen eintrafen, wollte des Jubels kein Ende sein. Ein kleines gemütliches Tänzchen wurde entriert und nicht lange darauf wurde ein urgemütlicher Konuners von unserem altbewährten, verdienstvollen Vorsitzenden vr. Ehrenfried eröffnet, der in angeregtester Stimmung verlief. In seinerBegrüßungsansprache gab vr. Ehrenfried seiner Freude darüber Ausdruck, daß trotz Regens und Stürmens, trotz Wind und Wetter eine so ansehnliche Corona — über 60 Personen — unserer Einladung Folge geleistet haben, vr. Schlesinger, Biadrinae, toastete in kurzen, scherzenden Worten auf das Wohl der Damen. Unterdeffen hatte man, oben in des Himmels Höhen, Erbarmen mit uns gehabtes hatte sich zwar nicht aufgehellt, jedoch zu regnen aufgehört. Und diese kurze Zeit benutzten wir zu einem kleinen Spaziergang in den herrlichen Raudener Forst. Nachdem wir dann später bei einem opulenten Abendessen auch für unser leibliches Wohl Sorge getragen hatten, mußten wir leider an die Rückfahrt denken, da der letzte Zug leider schon 8,30 losfuhr. Um 8,25 brachten wir die Ratiborer und Leobschützer Gäste zur Bahn, wobei des Abschiednehmens kein Ende ivar. Einen schönen, herrlichen Tag haben wir verlebt, in prachtvoller Harmonie und Eintracht verlief unser K. C.-AuSflug. Auch dieses Fest — unsere dritte Veranstaltung in diesen: Jahre — bewies uns zur Genüge und zu unseren: Stolz, daß wir auch jetzt in O.-S. immer festeren Fuß faßen und daß unsere Anhängerschaft ständig in: Wachsen begriffen ist. Der allgemeine Wunsch, baldmöglichst wieder einen K. C.- Ausflug zu veranstalten, soll bei uns Gehör finden. W. R. Ausflug des Landesverbandes westfälischer K. C.er. Der Landesverband westfälischer K. C.er hatte seine Mitglieder mit ihren nächsten Angehörigen an: Sonntag, den 17. Mai, zu einen: Tagesausfluge eingeladen rnit Der unmerus olnnsus für ausländische Studenten. Nachdem der preußische Kultusminister bereits im vergangenen Sommer Maßnahmen gegen eine Ueberschwemmung der Universitäten mit russischen Studenten getroffen hatte, ist die Frage der ausländischen Studierenden inzwischen allgemein für alle Nationen geregelt worden. Danach hat der Minister einen numerus clausus eingeführt, nach den: von jeder Nation in Zukunst 900 Studierende zugelaffen werden. Diese Zahl bezieht sich auf sämtliche zehn preußischen Universitäten. Naturgemäß wird die Zahl 900 nur von den Studierenden einiger weniger Nationen erreicht, sie bedeutet eigentlich folgenden: Programm: Treffpunkt 9 Uhr in Hohenlimburgvon dort Wanderung nach Datl (Mittagessen) - Wanderung nach Reckhammer-Glörtalsperre-Datlerbrückvon dort Rückfahrt. Pünktlich um 9 Uhr fanden sich etwa 35 Personen, Weiblein und Männlein, teils mit, teils ohne Rucksack, teils in: Touristendreß, teils in Salonkostümen, in Hohenlimburg ein. Bei herrlichstem Wetter führte ein schöner Weg über die Burg von Hohenlimburg meist durch schöne Wälder zum Lagerplatz, wo ein Picknick stattfand und wo man sich an den mitgebrachten Vorräten gütlich tat, uu: sich von den Anstrengungen des Marsches zu erholen und um sich für die kommenden Strapazen zu stärken. Von dort brach man dann weiter auf, um das nächste Ziel, Datl an -er Volme, zu erreichen. Der Weg zeigte abwechselnd Täler und Bergeshöhen und bot denen, die zum ersten Male in unfern: schönen Sauerlande weilten, so recht ein Bild seiner abwechslungsreichen Natur. Das helle, klare Wetter gestattete weite Fernblicke. Um 1 Uhr fand man sich in: Hotel Krukopf in Datl zun: Mittageffen ein, das eine vorsorgliche Verbandsleitung einige Tage vorher bestellt hatte. Hier trafen dann noch einige Nachzügler ein, denen der Beruf ein früheres Erscheinen nicht gestattet hatte. Nachdem auch dieser Punkt der Tagesordnung zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer erledigt war, brach man um 3 Uhr wieder auf, um das Endziel der Wanderung zu erreichen, wo man gegen 7 Uhr anlangte. Noch einige frohe Stunden war man beisammen, um dann gegen 9 Uhr die Heimreise wieder anzutreten. Alle die Teilnehmer aus Düffeldorf, Duisburg, Mülheim, Effen, Bochum, Gelsenkirchen, Wanne, Witten, Dorttnund, Hörde, Hamm, Münster, Hagen sprachen den Wunsch aus, baldigst wieder solch schönen Tag verleben zu können. Die Verbandsleitung wird dem Wunsche gern Nachkommen. Z. Personalnachrichten. Zum Assistenzarzt der Reserve wurde befördert: Kleemann (Lie.). Das Assessorexamen bestand: vr. Ernst Rosenthal (Th.). Das Reserendarexamen bestanden: Windmüller (Rh.), Hans Wedel (Spr.). Das med. Staatsexamen bestanden: Walter Blank (Rh.), Martin Rosenberg (Spr.), Max Rosenthal (Rh.), Ernst Hahn (Bav.), Arnold Oppenheim (Lie.). Zum vr. meci. promovierten: Walter Blank (Rh.), Martin Rosenberg (Spr.), Max Rosenthal (Rh.), Ernst Hahn (Bav.). nur für Rußland, von wo alljährlich rnehrere tausend Studenten nach Deutschland zum Besuch derUniversitäten kamen, eine Beschränkung. Auch die Schweizer Universitäten sind nunmehr zur Beschränkung der Zahl der russischen Studenten geschritten. Wie aus Bern berichtet wird, hat die dortige Universität, an der gegenwärtig 155 Ruffen immatrikuliert sind, für die Zukunft die Zahl 60 als das Höchstmaß russischer Mediziner festgesetzt. Eine russische Universität im Auslande? Noch nie haben die innerrussischen Verhältnisse einen so verderbgy □o Akademische Nachrichten. ge □o

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