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KC-Blätter · 1914-06-01 · Heft 9 (1.6.1914) · p. Seite 203

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 9 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 203 (sequence 15)
Language
German
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203 stud. med. Karl Stein aus Beckum, stad. wkd. Erich Bragenheim aus Wiesbaden, stud. med. Martin Wolfssohn aus Neustadt (Posen), stud. med. Eugen Ostwald aus Duisburg, stud. wsd. Robert Licht aus Berlin. Rheno-Silesia. Ueber das Studentenleben am Rhein ist schon so viel gesagt worden, daß wir kaum zu erzählen brauchen, welche Freuden uns Bonn auch diesmal bietet. Gleich zu Beginn des Monats — ein fröhlicher Auftakt! — hatten wir Gelegenheit, mit unseren Füchsen zur Vorfeier des 15. Stiftungsfestes nach Alfter zu fahren, wo wir im Kreise einer großen Anzahl Alter Herren, Kartellbrüder und fast sämtlicher Inaktiven bei Spargel und Erdbeerbowle den Tag in gehobener Stimmung feierten. Am frühen Morgen fuhren wir dann in unseren lampiongeschmückten Wagen lieöersingend nach Bonn zurück, wo unser Ausflug unter reger Anteilnahme der Philister- und Schutzmannschast ein lustiges Ende fand. Aehnliche Fahrten machten wir im Laufe des Monats noch mehreredie hübschen Rheindörfer boten uns Auswahl genug. — Zu einer höchst erfreulichen Kundgebung für die Verbindung gestaltete sich unsere Antritrskneipe, die wir am 16. auf dem Haus abhielten. Weit über 60 Gäste waren erschienen, und neben den Herren aus der Philisterschaft, die in stattlicher Zahl gekommen waren, neben den Alten Herren und Inaktiven, die herbeigeeilt waren, sahen wir auch die grünen, grauen, silbernen und Orangemützen unserer l. K.B. K.B. zahlreich leuchten. Nach der warm empfundenen Tendenzrede unseres i. a. V. Alexander erhoben sich die Herren Rabbiner vr. Cohn, l)r. Lichtenstein und Silberbach zu längeren Ausführungen, in denen das Verständnis der Bonner Philisterschaft für unsere Bestrebungen zum Ausdruck kam. Die Kneipe verlief bis zum Schluß harmonisch und fand am nächsten Tage in einem Frühschoppen auf der Kaiserhalle und einem Rheinausflug nach Grafenwerth einen ihrer würdigen Abschluß. Bei all diesen Vergnügungen leidet der Berbindungsbetrieb in keiner Weise. Wir fechten wöchentlich 11 Stunden Schläger und Säbel und baden jeden zweiten Tag offiziell. Die Füchse haben 3 Fuchsenstunden in der Woche. Das Ergebnis der endgültigen Chargenwahlen war folgendes: Griesbach x K. W. C. W. > Simons x x S. W. F. W. n. i. Willy Levy x X x Z. W. Blank F. M. f. C. Alexander F. M. f. T. Mond F. W. n. a. Bei unserem Stiftungsfest am 13. Juni werden wir hoffentlich recht viele K. C. er hier begrüßen können. Biadrina. Die definitive Chargenwahl vom 18. Mai hatte folgendes Ergebnis: de Bries X, Isaak xx, Hirschfeld XX X, i. a. B. Oppenheim F. M. Es ließ sich reaktivieren: Arnold Hirfchfeld (Spreoiaeh eavd. ing. aus Gartz a. d. O. Es meldeten sich aktiv: sind, elektr. Ernst Eisenberg aus Caffel als C. K., stud. arch. Werner Guttmann aus Berlin. Unser Bundesbruder Carl Levy (Licariae) verlobte sich mit Fräulein Lilly Hochfeld. Friburgia. Wie wir bereits im letzten Heft der K. C.-Blätter mitteilten, haben wir am 1. Mai Couleur aufgesetzt. Wir machten bisher verschiedene Exbummel in die herrliche Umgebung, wo wir einige berühmte alte Lokale, wie z. B. .die Jlskefalle In Pillau, aufsüchten. Die Antrittskneipe am 9. Mai versammelte zum ersten Male eine große Anzahl von Gästen auf unserer neuen Kneipe. Ein fröhliches Kommerfieren hielt die Gäste, Kartell- und Bundesbrüder bis in die späte Nacht vereinigt. Der Fechtbetrieb ist sehr stramm und auch die Ausbildung in der Tender,z laßt nichts zu wünschen übrig. Wir gedenken nach den Pfingstserien, die vom 29. Mai bis zum 6. Juni währen, mehrere Referatabende einzulegen, unr die Kenntnis in unserer Tendenz noch rveiter zu vertiefen. Die definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Lehmann X, 1- C. W., F. W. n. a., Marcus XX, S. W., F. W. u. i., Wechselmann XXX, K.W., 2. C.W.,F. M. f C., Rosenkranz F. M. f. T-, Leß Z.W. E. R. ER.: Lehmann, Wechselmann, Rosenkranz, Rosenthal, Morawski, Wollenberg. Saxo-Bavaria. „Der Mai ist gekommen!" So sangen auch rvir, draußen in Schkeuditz um die Mitternacht des 30. April, derweil der Regen an die Fenster schlug. Doch wir Saxo-Bavaren schlürften fröhlich mit unseren Hallenser Kartellbrüdern die klarfunkelnde Bowle, bis uns die frühe Morgenstunde zurück nach unserem Leipzig rief. Der 6. Mai kam heran, der Tag, an welchem die „Bugra" eröffnet werden so.llte. Im Schlotzhofe des „Student", die wohlgelungene Nachahmung des Heidelberger Schlaffes im Hintergründe, erwartete Leipzigs Studentenschaft S. M. den König von Sachsen. Wir Saxo-Bavaren waren hierbei, wie alle anderen Korporationen, mit den 3 Chargierten sowie 6 Aktiven vertreten. Die Feier nahm einen schönen, festlichen Verlauf. Der Mai ging zu Ende. Und er brachte uns zwei Tage, die noch lange in unserer Erinnerung bleiben werden: Wir feierten am Samstag, den 23. Mai, unser Stiftungsfest, bei dem wir neben unseren l. Kbr. Kbr. aus Berlin und Halle in der stattlichen Korona zahlreiche Vertreter der Leipziger Philisterschaft begrüßen konnten. Die Reden des Abends zeigten uns aufs neue, wie sehr unsere Bestrebungen von diesen Kreisen geteilt und gefördert werden. Am darauffolgenden Tage fuhren wir rnit unseren l. Bundesschwestern und Coulenrdamen nach Pegau, wo uns in Fröhlichkeit und Tanz gar bald die Stunden entflohen waren. Herr stud. iur. Felix Frank aus Chemnitz meldete sich bei dieser Gelegenheit aktiv. Wir zählen somit 5 Füchse. Am 1. Vortragsabend des Semesters sprach unser Br. Bechhof über „Jüdische Apologetik". — Wir verkehrten bis jetzt auch häufig im jüdischen Jugendverein und nahmen auch an der Versammlung derA.J.K O. teil. Im übrigen ist unser Verbindungsbetrieb nicht nur ein reger und strammer, sondern wir suchen auch mit der Philisterschast in Fühlung zu bleiben. Die Inaktiven erscheinen in erfreulicher Anzahl zu unseren Offizien, die Aktiven fühlen sich außerordentlich kläglich und sie alle verstehen die Worte im „Faust": „Wahrhaftig, du hast recht! Mein Leipzig lob' ich mir!" A.R. Bereinigung oberschles. K. C.er. Am 10. Mai fand der seit langem geplante Ausflug der oberschles. K. C.er nach Nauden statt. Wohl hatten wir mit der Tücke und Unbeständigkeit des Maiwetters gerechnet und leider bestätigte sich unsere Ahnung. Der Spottvers: ,^Jm wunderschönen Monat Mai, da alle Knospen sprangen, da Hab ich mir erfroren die Nase und die Wangen" fand seine volle Berechtigung. Doch Sturm und Regen vermögen es nicht, ein richtiges, wettererprobtes K.C.er-Herz

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