KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 7 (1.4.1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 165 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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165 dem Kuratorium der National-Flrrgspende in Berlin ansgestelltes Zeugnis nachzuweisen.! Fenier können Einjährig-Freiwillige nach! Ablauf des ersten Halbjahres ihrer aktiven Dienstzeit bei einem anderen Truppenteil mit Genehmigung der General-Inspektion des Militär-Berkehrsrvesens in die Fliegertruppe versetzt werden". Ich möchte nun an meine jungen Kartell- und Bundesbrüder die Bitte richten, diesem Rufe, der einem l wichtigen Bedürfnis des.Schutzes unseres Vaterlandes entspricht, ernste Aufmerksamkeit zu schenken. Gerade! bei der Auslese, die wir bei der Aufnahme unserer Mitglieder zu treffen pflegen, halte ich es für sicher, das; eine große Anzahl K. C -er an Körper- und Nerverrkraft der hier verlangten Aufgabe durchaus gewachsen sind. Der Flugapparat ist ja heute für den zuverlässigen Denker ebenso sicher und ungefährlich wie das Auto.! .Ich kann aus eigener Erfahrung sogar sagen, daß die! Fahrt im Flugzeuge viel inehr den Eindruck des Gut-! aufgehobenseins hervorruft, als die im Auto. Jedenfalls j handelt es sich hier um den bei »veilen; schönsten und I ilitereffantesten Sport.! Aber wir als K. C.-er haben ja auch als solche ganz besonders Beranlaffung, diesem Rufe zu folgen, wenn | wir uns dafür geeignet halten. Ich wüßte kaum eine OB OB Königsberg (Pr.). Die hiesigen 12 Verbindungen des S. C., D. B., V. C. und die Bereinigung Königsberger Landsmannschafter haben sich mit Beginn des Wintersemesters 1912/13 zu einem „Losen Verband" (L.B.l der schlagenden Korporationen zusammengeschloffen. Zweck ist: Aufhebung der Verrüfe und Beschränkung der Real- und Verbalinjurien. Der 8. V. verlangt, daß Außenstehende bei einem Ehrenhandel mit einem Angehörigen des L.V. bei einer dem Verbände angeschloffenen Korporation unter allen Umständen belegen. Demgegenüber haben sich der„Akademische Gesangverein", die „Akademische Turnverbindung Ostmark", die „Allgemeine wissenschaftliche Verbindung Albertia" und der Verein deutscher Studenten" zu einen; „Waffenring schwarzer Korporationen" (W. R. S. K.) vereinigt, der auf der Grundlage unbedingter Satisfaktion steht und jedem auf schwarze Waffen Satisfaktion gibt. Der! W. 9! S. K. lehnt es unbedingt ab, daß seine Mitglieder belegen. Anfang Februar fand hier eine von einem Lokalkonlitee, in dem sich bekannte Antisemiten und Angehörige des Hammerbundes befanden, einberufene öffentliche Versammlung statt, zu der die christlichen Studenten persönliche Einladungen erhieltenauch einige jüdische Studenten mit arisch klingenden; Namen bekamen derartige Einladungen, in denen bezeichnenderweise „Jüdischer Besuch verbeten" war. War schon in der Einladung ein Ton angeschlagen, der den niedrigsten Antisemitisnms zeigte, so erging sich in der Versammlung selbst der Redner des Abends, Reichstagsabgeordneter Werner-Gießen, bei der Behandlung des Themas „Die j Juden, die Könige der Welt" in den plumpsten und dümmsten Beschuldigungen gegen die Juden; er machte z sie unter anderem — difficile est satiram non scribere — für die Zabernasfäre verantwortlich. An; Schluffe seiner Rede forderte er zur Gründung eines „deutschvölkischen Studentenverbandes" auf, der durch Beitritt einer größeren Anzahl der anivesenden Studierenden zustande kam. Frankfurt a. M. Aus den; Vorlesungsverzeichnis der Frankfurter Akademie für Sozial- und Handelslvissenschaften für das Sommersemestcr ist zu entnehmen, Tat, die bester zeigen könnte, was die K. C.-er und ihre Tendenz wert sind. Ich richte daher an alle junger; K. C.-er den herzlicher; Wunsch, dem Rrrfe Folge zu leisten. Ich würde es sogar für gut halten, wenn eine größere Anzahl der K. C.-er gemeinsam sich meldet. Ich bin gerrre bereit, jeden; einzelnen dabei beraterrd dienlich zu sein und für alle rveiteren Schritte Sorge zu tragen. Also nochmals, Ihr jungen K. C-er, zeigt, daß Ihr als felbstbervußte Juden und grrte Deutsche gerne kvrnmt, wen»; das Vaterland ruft. l)r. Leo Löwenstein (Lieariae), Oberlt. d. Res. Berlirr W. 50., Nttrnbergerstr. 19. Personalnachrichten. Das Referendarexamen bestanden: Ernst Winter (Lic.) und Georg Biermann (Sprev.j Zum l)r. jur. promovierte: Erich Kahn jBav., Rh.j Das Physikum bestand: Otto Baum fGh.) daß die Frankfurter Universität im Oktober d. I. er ögnet wird. Die Akademie wird darnit zu bestehen aufhören. Ihre Handelshochschuleinrichtung bleibt jedoch erhalten und wird der neuen Universität im Rahmen der Wirtschafts- und sozial wiffenschaftlichen Fakultät ungegliedert. Auch den Fortbildungskursen wird dieselbe Pflege wie bisher zuteil werden. Die Universität wird folgende fünf Fakultäten umfassen: Rechtswiffenschaft, Medizin, Philosophie, Naturwissenschaft und Wirtschafts¬ und Sozialwiffenschaft. Bon den technischen Hochschulen.' Ar;s Ar;laß des Rückgangs der Einnahmen der technischen Hochschule zu Darmstadt (nach den; diesjährigen Voranschlag un; 11800 Mk.s hat das hessische Abgeordnetenhaus die Regierung urn Auskunft über die Zahl der Besucher der Hochschule in den letzten Jahren ersucht. Die Regierung hat dein entsprochen und zugleich eine Uebersicht beigesügt, die die Besucherzahlen an allen deutschen technischen Hochschulen in den Jahren 1904 und 1913 enthält. Daraus geht hervor, daß mit Ausnahme der Hochschulen in Aachen und Dresden überall zun; mindesten ein Stillstand, teilweise sogar ein Rückgang in den; Besuch dieser Schulen beobachtet »vird. Für'den Rückgang an der Darmstädter Hochschule -- und das wird auch auf die Mehrzahl der übrigen Ar;stalten zutreffen — macht die Regierung besonders die Abänderung der Ausnahmebestimmungen für die Ausländer verantwortlich. Seit man erhöhte Anforderungen an die Vorbildung der ausländischen Studierenden so rvie für die Prüfungen gestellt hat (in Daunstadt seit 1909), ist die Zahl dieser Besucher erheblich zurückgegangen. Von Einfluß dürfte auch sein, daß inzwischen die technischen Mittelschulen in Preußen und den übrigen Bundesstaaten vern;ehrt und verbeffert worden sind, namentlich die staatlichen Anstalten, so daß sicher eine Abwanderung nach diesen Schulen vor sich gegangen ist. Das ist insofern ganz erfreulich, als dadurch eine Vereinheitlichung des Schülermaterials erfolgt: diejenigen, die doch kein abgeschloffenes Hochschulstudiu»;; hätten erreicher; können (rvegen mangelnder Vorbildung oder aus anderen Gründen) bleiben den Hochschulen mehr als früher fern, oder sie besuchen die Mittelschulen. Dadurch QfB dB Akademische Nachrichten.