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KC-Blätter · 1914-04-01 · Heft 7 (1.4.1914) · p. Seite 164

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 7 (1.4.1914)
Date
1914-04-01
Page
Seite 164 (sequence 23)
Language
German
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164 Auf unserm Schlußkonvente wurden inaktiviert Baum, Goldschmidt, Jelinewski, Guthmann, Seligmann. Die Wahl der Ferienchargierten ergab: L. Neugarten (x, F. M.) F. C. X, S. W. F. Jacobsohn (x, F M.) F. C. x X,K. W. O. Baum F. C. xXX. In den Ferien hatten wir zu unserer große»» Freude bereits verschiedentlich Gelegenheit, Kartellbrüder, die mit ihren Angehörigen auf der Durchreise Station machten, hier begrüßen und ihnen Freiburg und Umgebung zeigen zu können. Ferner beteiligte sich die Ferienkommission offiziell an eine»»« Logenfest, das einen glänzenden Verlauf nahm. Wir eröffnen unser Sommersemester am 15. Avril mit eilten» Dämmerschoppen um 6 b. s. t. iin Kopf-Cafe. Saxo-Bavaria. Das verfloffene Seinester, reich an bedeutungsvollen Gelegenheiten, wird einem jeden von uns noch lange in der Erinnerung verbleiben. Zu Beginn hatten wir gelegentlich der Jahrhundertfeier d»e Freude, eine stattliche Zahl von Kartellvrüdern bei uns zu begrüßen, die herbeigeeilt waren, u»»» bei der Weche des Völkerschlachtdenkmals auch dem K. C. eine würdige Vertretung zu sichern. Den fidelen BegrittzllngSabend in der „Iba" und dann das prächtige Bild vor dem Denkmal wird wohl keiner der Teilnehmer je vergessen. Auch während des Semesters haben noch zahlreiche Kartellbrüder uns durch ihren Besuch ersre»»t und »hr reges Jntereffe für unsere Verbindung bekundet. Ein recht erfreuliches Verhältnis besteht mit der hiesigen jüdischen Philisterschaft, die gern und zahlreich unfern .Einladungen folgte, und bä deren Veranstaltungen auch wir oft Gäste sind. — Das äußere und innere Verbindungsleben entwickelte sich in recht erfreulicher Weise, und bereichert an Erfahrungen mld an Liebe zur Verbindung und zum K. C. schieden »vir au» Semesterschlutz voneinander. Friburgia. Den Glanzpunkt des verflossenen Semesters bildete unser zweites Stiftungsfest, das wrr zum erstenmal als Verbindung im K. C. begehen konnten. Es bewies, welcher Sympathien sich die Friburgia m der Königsberger Philisterschaft erfreut, dci»n aus Stadt und Umgegend waren fast 100 Gäste zu»»» Festkommers in der Stadchalle erschienen. Vertreter hatten entsandt unser« l. K. B. „Sprevia", der Zentralverei»» deutscher Staatsbürgerjüdischen Glaubens, dieKant-Loge U.O.BB. und der „Jüdische Jugendoerein". Allgemein gefiel d»e stramme Disziplin während des offiziellen Teils, dem eine ausgelassene Fidulität folgte, die erst in den Morgenstunden ihr Ende fand. Am 1. April beziehen wir unsere neue Wohnung, Steindamm 73, die äußerst günstig gelegen ist und ein idealer Mittelpunkt der Verbindung zu »verden verspricht. Die F. C. setzt sich zusammen aus Lehmann x Laser x x Simon X X X K. W., Henschestr. 30. Inaktiviert wurden Lehmann und Laser. Das Sommersemester beginnt am Do»»nerötag den 15. April, um 5 l». c. t. mit einem Dä»n»»»erschoppen ber Kempka. Ein Sozialdeuwkrat über den K. C. Bel der jüngsten Reichstagsinterpellation am 13. März 1014 über das Metzer Offiziersduell meldete sich auch der Benjamin des Reichstags, das Mitglied der sozialdemokratlschen Fraktion, Herr Hermann Wendel, Schriftsteller zu - Frankfurt, Abgeordneter des 9. sächsischen Wahlkreises lFreiberg) zu Wort und führte dabei folgeirdes aus, nachdem er sich zunächst in humoristischer Welse über die Jeudalisierungsbestrebungen des bürgerlichen Mittelstandes ausgelassen hatte: (Stenographischer Bericht der 235. Sitzung, S. 8091). „Ich will nur ein kennzeichnendes Beispiel erwähnen. Die Juden sind sicher das unfeudalste, bürgerlichste, bourgeoiseste Element der modernen Gesellschaft (Heiterkeit.) Die Juden sollten nun von Natur aus Gegner des Zweikampfes sein. Aber was haben wir erlebt? Die akademische Jugend jüdischen Glaubens hat vor einer Reihe von Jahren gesagt: ,Wir werden an de»» Universitäten mißachtet, »veil wir den niittelalterliche»» Unfug des Paukens nicht mitmachen' Aber sie haben nicht den logischen Schluß daraus gezogen: gut, beschämen wir unsere Verächter, indem wir sie auf de»n Feld der modernen bürgerlichen Tugenden überflügeln, indem wir wissenschaftliche Leistungen aufbringen, vor dene»» sich die zerhacktesten Korpsburschen verstecken müssen (Heiterkeit), sondern sie haben sich zusammengetan und gesagt: »vir »vollen zeigen, daß wir auch mittelalterlich sein können, und diese im „K. C." — glaube ich — zusammengefaßten schlagenden Verbindunge,» jüdischen Glaubens säbeln jetzt mit mehr Forsche darauf los als andere Korporationen." (Große Heiterkeit.) Die zahlreichen K. C.-er, die Herrn Wendel als lyrischen Dichter der „Rosen ums Schwert" und Mitglied der Münchener freien Landsmannschaft „Cheruskia" im Wintersemester 1902/03 erlebten sowie seine vielen Kontrahagen aus seiner damaligen duellustigen Zeit auch m»t Licaren kennen, werden erst recht das jetzige Urteil des nunmehrigen Abgeordneten mit genießerischer Kennerrniene einschätzen und gebührend würdigen. E. H. Militärische Flugzeugführer für den Veurlaubtenstand. Unter dieser UebeÄchrift wurde vor kurzen» folgende Aufforderung veröffentlicht, auf die ich die jrmgen K. C.-er aufmerksam machen möchte: „Die Heeresverwaltung bedarf zum Ersatz für ihr aktives Fliegerkorps ausgebildeter Flugzeugführer a»rs dem Beurlaubtenstande und junger Leute, die bereits bei ihrem Eintritt in die Fliegertruppe über die notwendigen flugtechnischen Kenntnisse verfügen. Das Kuratorium der Nationalflugspende zieht deshalb für die Ausbildung zu Flugzeugführern folgende drei Personengruppen in Betracht: 1. Personen mit abgeschlossener Bürger- oder Mittelschulbildung,dienaH militärärztlichem Zeugnis voraussichtlich miluärtauglich find, noch nicht gedient haben und sich verpflichten, zur Ableistung ihrer Dienstpflicht in die Fliegertruppe einzutreten. 3. Personen im Alter bis zu 35 Jahren, die in rem militärischen Verhältnis Gefreite, Unteroffiziere, eserveoffiziere, Reserveoffiziersaspiranten sirrd, sich verpflichten, in ihrem Beurlaubtenverhältnis zur Fliegertruppe überzutreten rmd dort auf Verlangen der Militärbehörde im Laufe der nächsten zwei Jahre jährlich zwei dreiwöchige Uebungen abzuleisten. 3. Personen im Alter von über 18 Jahren, die, ohne jede Rücksicht auf ihr militärisches Verhältnis, infolge technischer Vorbildung oder aus sonstigen Gründen besonders geeignet scheinen. Hierbei wird vor allem auf Schüler von technischen Hoch» und Mittelschulen, Konstrrrkteure usw. Bedacht genommen. Durch Erlaß vom 11. Mär^ 1913 haben die Preußischen Minister des Krieges und des Innern bestimmt, daß auf Grund des § 89 Absatz 6 (Künstlerparagraph) der Wehrordnung auch solche jungen Leute zur erleichterten Prüfung für den Einjahrig-Freiwilligen Dienst zugelassen werden dürfen, die sich auf dem Gebiete des Flugwesens besonders auszeichnen oder Hervorragendes dann leisten. Die Erfüllung dieser Borarrssetzung ist von den Bewerbern durch ein von

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