Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1914-04-01 · Heft 7 (1.4.1914) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 7 (1.4.1914)
Date
1914-04-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2268830-2268874-2268882--1154-3522860
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Interne Beilage der KC-Bliitter Die hier veröffentlichten Mitteilungen gelten als Konveatsgrheimnis. 1. April 1914. Zur Teilarbeit. In den letzten Wochen ist sür die Keilarbeit außerordentlich viel geschehen. Das System der Vertrauensmänner hat sich zum größten Teil vorzüglich bewäbrt. Es ist uns gelungen, säst lückenlos die Keilsüchse aller höheren Schulen Deutschlands sestzustellen. An mehr als 600 Keilsüchse werden jetzt die K. C.-Blättcr gesandt. In zahlreichen Städten sind Keilkneipen abgehalren worden, so daß in diesem Iakr der Keilbetrieb intensiver gewesen ist, als rn irgend einem srüheren Jahr. Sollen die großen Anstrengungen und materiellen Ovser, welche in diesem Jahr aufgewandr worden sind, Früchte tragen, dann ist eS unbedingt erforderlich, daß die kurze Frist bis zum Semesterbegtnn noch auss beste ausgenüpt und das in vielen Städten vielleicht Versäumte noch nachgcholt wird. Von ganz besonderer Wichtigkeit ist aber das rechtzeitige Annoncieren der Keilfüchse bei den Verbindut.gen. Erkundigt Euch daher nach dem Studienort jedes Keiliuchsen und teilt den Namen der betreffender» K. E.-Verbindung mit. Wenn eben möglich, verabredet mit dem Ke»lsuchikn, daß seine Ankunft der Verbindung mitgeteilt und daß er von der Bahn adaebolt wird. Jedenfalls erkundigt Euch nach seiner Ankunft in der llniversitätsjtadt bei den Eltern uiw. unverzüglich nach der neuen Adresse des Keil fuchsen und teilt sic der delreffendcit Verbindung unverzüglich telegraphisch mit. Nur so »st es möglich, zu verhindern, daß die Keiliüchie, wie es früher vielfach vorgekvmmen »ft, bereits bei einer Konkurrenzverdtndung einqe...len waren, bevor man sie überhaupt mit der K. E.-Jdee bekannt machen konnte. Für die Verbindungen selbst erwächst aber dre wichtige Ausgabe, während der Keilzeit keine Anstrengungen zu scheuen, dem K. E. den Nachwuchs zu sichern. Nur durch intensivste Arbeit könnt Ihr — Aktive und Inaktive — den Alten Herren, die für Euch und den K.E. ,ar»g gewesen sind, den Dank sür ihr Wirken abüatten. Die Lage ist ernster als je. Wir durchleben e uen Augenblick zukunstsschrverer Entscheidung. Die Antisemiten machen verzweifelte Anstrengungen, ihre durch unsere Arbeit nn den Universitäten verlorenen Positionen zurückzuerobern. Sie käinpsen in Flugblättern und Versantmlungen gegen uns mit den schlimmsten Ver. leumdungen. Bon national jüdischer Seite fällt man uns gleichzeitig in den Rücken. Die »»ationaljüdischen Ideen werden gerade von ihren srudenttschen Anhängern in einer rücksichtslosen Weise vertreten, daß die Antisemiten hieraus ihre gefährlichsten Waffen schmieden können »md daß selbst uns bisher günstig Gesinnte stutzig werden. Der B.I.C. schreckt vor keinem Mittel zurück, um uns zu bekämpfen, »veil er erkannt hat, daß d e r Er s v l g des N a ti on a l - jndentumS davon abhängt, ob es ih»n oder den» K.C. gelingen wird, den überwiegeuden Teil des akademischen Nachwuchses zu gewinnen. Wir verwerfet» die skrupellose KamvieSweise des B. I. (5.: »vir werden nur mit ehrlichen Mitteln, nur mit blanken Waffen kämpfen. Aber alt Eifer u»»d Opferwilligfeit darf sich der K.E er nuf)t durch einen V.I.E.er Übertressen lassen. Wir kämpfen sür eine gerechte Sache. Es »vird viel davon abhängen, was in diesen Wochen geschieht. Wir »verden siegen, wenn wir »volle»». Darum muf> jeder den festeil Willei» haben, sei»» Aeaßerstes hmzugeben für den K. E., sür dre Idee, die uuv erwählt haben. An die Vertrauensmänner des K. 2. In seinem im Jan»»ar d. I. an die Vertrauensmänner versandten Rundschreiben hat sich der (Ä. A. des K. C. unter HimveiS auf die hervorragende Bedeutung der Ausgaben der Vertrauensmänner von neuem an diese mit der Bitte um tatkräirige Mitarbeit gervandt. Fast sämttiche Vertrauensmänner haben darauf in überaus er« freniicher Weife ihr Interesse an unserer Dache dadurch bekundet, daß sie d»e zunächst an sie gerichteten Fragen eingehend deantivortet haben. M»t dem 1. April ist nunmehr der eiste Termin sür die »veiterhin in de»n Runds»hre»be»»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.