KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 6 (1.3.1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 140 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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140 nuferer Kneipe, bei dem ein feierlicher Landesvater gestochen »vnrde. Unser Ball, aus dem wir einige Alte Herren, die von auswärts gekommen waren, begrüßen konnten, rrahm seinen üblichen schütten Verlauf. Am folgenden Tage führte uns ein Katerbummel nach Grün- »vald, ivo der Tanz vom vorhergehenden Tage fortgesetzt wurde. Um die Verbindungstradition besser pflegen zu können, rvurde beschlossen, eine Geschichte der Verbindung zu schreiben und zwei Jungburschen mit der Abfassung beauftragt Das Semester schließen wir mit der K. C.-Kneipe in Frankfurt a. M., an der wir offiziell tcilnehmen. Rheno-Silesia. Am 26. Januar machten rvir den Kaiserkommcrs als eine außerordentlich offizielle Gelegenheit mit. Wir waren dort, ein Chargierter in Bollwichs, alle hier anwesenden Kartellbriider, Inaktive und Aktive in Vollcouleur, eine stattliche Anzahl von etwa 30! Der Monat Februar stand ganz unter denr Zeichen des Karnevals. Soweit es möglich war, nahmen wir im Berbindungsbetrieb auf karnevalistische Veranstaltungen Rücksicht, damit die Bbr. Bbr. das rheinische tolle Treiben kennen lernen konnten. Die Kneipen verlegten wir deswegen von Sonnabends auf andere Wochentage,- an den Faschingstagen war die Verbindung geschlossen. Wir schlossen unser Wintersemester am 26. Februar mit einem Frühschoppen auf dem Haus. Das neue Semester beginnt am Dienstag, den 21. April, abends 6 ll. e. i. mit einem Dämmerschoppen auf der Kaiserhalle. Zu Ferienchargierten wurden gewählt: K. Alexander F. C. X, M. Mond x x, P. Lichtenstein x x x. Briefe sind zu richten an cand. iur. K. Alexander, Bonn, Marlinstraße 9. Viadrina-Darmstadt. Das zu Ende gehende Wintersemester nahm trotz der geringen Anzahl unserer Bundesbrüder einen erfolgreichen und angenehmen Verlauf. Es gelang uns, die Stellung der Korporation in jeder Hinsicht zu festigen. In herkömmlicher Weise betätigten wir uns geistig und körperlich recht rege. Auf unserer Kneipe fanden neben kurzen Referaten größere Vorträge statt, so unter anderem ein Rezeptionsvortrag unseres Bb. de Vries über die Judenemanzipation in England und ein Bortrag unseres Bb. Grünberg über den Einfluß der Juden auf. das deutsche Wirtschaftsleben. Einem allgemeinen Zuge in der Studentenschaft folgend, beteiligten wir uns lebhaft beim Sportamt des Studentenverbandes) auf unsere Anregung wurde eine besondere Boxerabteilung gegründet. Auch mit unsererStellung zur Philisterschast können wir zufrieden sein. Wir erhielten eine Reihe von Einladungen, die für das Interesse der Darmstädter Philister für unsere Korporation und damit auch für den K. C. zeugen. Ferner folgten wir der Einladung einer I. K. B. „Bavaria" zu ihrem schön verlaufenen Lumpenball, wofür wir ihr nochmals unfern Dank aussprechen. — Der Schluß des Seniesters fällt mit dem Karneval zusammen, der uns sicherlich noch mehrere schöne, gesellige Veranstaltungen bringen wird. Wir schließen unser Semester am 1. März mit der K. C -Feier in Frankfurt und beginnen das Sommersemester mit offiziellem Portal am 16. April. Ghibellinia. Wie im Fluge ging nun auch der zweite Teil des Wintersemesters vorüber, der in dem wilden, fröhlichen Treiben des Faschings ausklingt. Am IO. Februar fand unser großer Winterball statt, der harmonisch und lustig verlies und alle Teilnehmer bis morgens 5 Uhr beim Tanze vereinigte. Unser l. Bdbr. Seligmann hielt im Jugendbund einen Vortrag über ,-Liberales Judentum", unser l. Bdbr. Goldschmidt über Gabriel Rieffer, die wir in corpore besuchten. Unsere Schlußkneipe erfreute sich reger Beteiligung aus der Philisterschaft, die ihrer Sympathie für unsere Verbindung regen Ausdruck verlieh. Friburaia-Konigsberg. Wir haben auch -im verfloffenen Monat so stark wie bisher auf die tendenzielle Wirksamkeit Wert gelegt. Wir besuchten stets die Veranstaltungen des Jugendvereins. Dort hielt Bbr. Rosenkranz ein Referat über das Prager Buch vom Judentum. In der Verbindung Hörten wir Borträge über die K. C -Tendenz und über den Verband der deutschen Juden, die die Füchse Marcus und Mendelsohn hielten. All dem zur Seite ging eine geregelte Fuchfenunterweisung, in der beispielsweise Bbr. Rosenkranz die gesamte jüdische Geschichte behandelte. Der körperlichen Erziehung der Bundesbrüder geschah auch Genüge, vor altem durch strammen Fechtbetrieb, Schläger- und Säbelboden. Für die Gemütlichkeit sorgten Spiel- und Kneipabende. Eine sehr schöne Kneipe verlebten wir zusammen mit unserem l. A. H. Ehrlich-Tilsit. Unsere Schlußkneipe findet am Sonnabend, den 23 Februar statt. — Rezipiert wurde Marcus. ' Saxo-Bavaria. Am 17. Februar fand unser diesjähriger Ball statt/zu dem sich unsere Leipziger Freunde mit ihren Damen sehr zahlreich eingefunden hatten und bis zum frühen Morgen gemütlich und fröhlich beisammen blieben Auch durften wir zahlreiche Kartellbrüder bei uns begrüßen, ebenso wie zu unserer Schlußkneipe am 21. Februar, die einen sehr netten Verlauf nahm. — Zahlreiche Vortragsabende in den letzten Wochen, wie auch früher, trugen sehr viel zur Tendenzschulung unserer Bundesbrüder bei, indem die wichtigsten Fragen aus den einschlägigen Gebieten' in' guten Borträgen eingehende Erörterung fanden und lebhaft debattiert würden, oder aber eifrige Diskussionen über die Fragen unserer Tendenz oft die Köpfe gegeneinander erhitzten. Bei fröhlichen! Trunk wurde dann stets wieder für die nötige Abkühlung gesorgt und das Freundschaftsband wieder doppelt fest geschloffen. Rezipiert wurden die Füchse Dann und Bechhof. Inaktiviert Taitza, Hirschfeld, Stein, Reinsberg. In die F. C. wurden gewählt als x Taitza, x x Stein, xxx Donn. Die Adresse des F.C. x, an der wir in allen Berbindungsangelegercheiten während der Ferien sich zu wenden bitten, ist: Bruno Taitza, Merseburg, Neumarkt 18: Wir beschloffen das Semester am 25. Februar mit einem Frühschoppen und feiert«!-zugleich den Abschied mehrerer liebgewordener Bündesbrüder, die Leipzig für immer verlassen mußten. — Am 15. April eröffnen wir das Sommersemester mit einem Dämmerfchoppen 6b. s. t. im Thüringer Hof und hoffen, dabei eine recht stattliche Korona begrüßen zu dürfen. Personalnachrichten. Zum Veterinärarzt der Reserve wurde befördert: Dr. Strauch (Sprev.). . Das Assessorexamen bestand: Hans Goldstein (Lic.). Das Referendarexamen bestand: Richard Jarecki (Bav.). . Zum Dr. jur..promovierte: Karl Blank (Lic). Das medizinische Staatsexamen bestand: Curl Heilborn (Sprev.). Zum Dr. mecl. promovierte: Curt Heilborn (Sprev.). Das Physikum bestanden: Hirschseld (Sprev.) und Jakobsohn (Sprev.).