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KC-Blätter · 1914-02-01 · Heft 5 (1.2.1914) · page 30

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 5 (1.2.1914)
Date
1914-02-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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Nach dem § 1 der Statuten wollte die Bereinigung „in Fortsetzung der Erziehung in den K.E -Verbindungen die gemeinsamen Ideale weiterpflegen, ihnen im Leben die gebührende Geltung verschaffen, für die Gewinnung geeigneten Nachwuchses sorgen, die Mitglieder durch Pflege von Freundschaft und Geselligkeit einander persönlich näher bringen und beruflich wie gesellschaftlich fördern". Diesen Zielen konnte der alte Verband nicht voll gerecht werden, weil der weite Raum, den "v vereinte, einen regen Berkehr der einzelnen Ortsgruppen und eine straffe Organisation ausschloß. Bon dieser Erkenntnis ausgehend lud die Ortsgruppe Dortmund nach Besprechung mit rheinischen K.E.ern zu einer Versammlung im Hotel Römischer Kaiser in Dortmund ein, zu der sich am 20. Dezember 1913 22 grösstenteil* bereits dauernd ansässige A.H. A. H. fast sämtlicher Verbindungen de* K.E. aus Duisburg, Mülheim-Ruhr, Gelsenkirchen, Essen, Wanne, Hamm, Hagen, Bochum und Dortmund einsanden. Die Gründung eines besonderen „Landesverbandes lvcstfälischer K.E.er" wurde einstimmig beschlossen. Insbesondere wird der Verband die Keilarbeu pflegen. Ein besonderer Keilausschuß, ans fünf Mitgliedern bestehend, wird dauernd bemüht sein, die Adressen sämtlicher jüdischen Gnlnnasiasten in Westfalen von der Obersekunda an festzustellen, wird durch geeignete Rückfragen deren Keilfähigkeit prüfen und den einzelnen Ortsgruppen dann entsprechende Anweisungen geben. Diese sind berufen, ständig Fühlung mit den in ihrem Bezirke wohnenden Ketlsüxen zu behalten. Der Ausschutz wird ferner dem Redakteur der K.E.-Zeitung die ermittelten A dt essen mitteilen. Dieser unter Leitung des Ausschußes von den Ortsgruppen zu entwickelndeil regen Keütätigkeit wird eine besonderfestzustellende Ordnung zugrunde gelegt werden. Bei de>n regen Interesse, das die in Dortmund versammelten K.E.er diesem Teil unserer Aufgaben entgegenbrachten, dürfen ivir eines guten Keilerfolges sicher lein. Der Repräsentation und der Keiitätigkeit zugleich sollen zwei in den Ferien zwischen den Semestern stattsindende grotze, festliche und wohlvorbereitete Kneipen dienen, zu denen im weitesten Mas;e einflutzreiche Philister und Keilsüxe eingeladen werden tollen imb an denen auch die m der Heimat anwesenden aktiven und inaktiven Ltudettten teilnebmen. Der Pflege freundschaftlicher Bestehungen 'ollen regelmässige Zusammenkünfte der Mitglieder des Landesverbandes dienen. Sie werden im Semester stattfinden und nur K. C. er können an ihnen teilnehmen. In alphabetischer Reihenfolge werden die Ortsgruppen als Orte dieser BerbandSabende einander ablöfen. Wir iverden Sorge tragen, daß demnächst diese Abende in der K. C.-Zeitung so rechtzeitig bekanntgegeben werden, daß auch Kartellbrüder benachbarter Orte und vorübergehend im Jndustriebezirke weilende K. C. er in die Lage kommen, einen Abend im Kreise ihrer westfälischen Kartellbrüder zu verbringen. Nicht unsere geringste Hoffnung setzen wir in die Veranstaltung gemeinsamer ein- oder mehrtägiger Wanderungen in daS Sauer- und Siegerland, die zunächst nur für die warme Jahreszeit geplant sind. Es können an ihnen nur K. C. er und deren nächste Angehörige teilnehmen. Unsere Frauen werden hoffentlich vollzählig diesen Ausflügen in das prachtvolle westfälische Gebirgsland beiwohnen und ihren Teil zu der Förderung kartellbrüderlichen Einoernehmens und der Pflege gemeinsamer Ideale beitragen. Bei Picknicks werden sie in die Lage kommen, in friedlichem Wettbewerb ihre Hausfrauenlugenden zu beweisen. Die Unkosten sollen durch Repartitionen von den Teilnehmern der jeweiligen Veranstaltungen gedeckt werden. Der L. V. ist nicht der Auffassung, die in dem Aufsatz: Mitgliedschafts, zwang in Landesverbänden in Nr. 1, 4. Jahrg., der K. C -Blätter vertreten ist. Eine Beihilfe seitens der K. C.-Kasse wird nicht beansprucht, ur Deckung der laufenden Ausgaben wird ein eitrag von den Mitgliedern erhoben. Dieser soll so festgesetzt werden, daß auch ein nicht unerheblicher Zuschuß zu den Kosten der beiden großen Kneipen geleistet werden kann. Wir sind der Ansicht, daß die durch die Ausgaben de- Semestergenügend belasteten aktiven und inaktiven jungen K. E. er nicht annähernd gleich hohe Repartitionen wie die Mitglieder des Verbändezu diesen Kneipen zu leisten haben. AIS Ausgleich soll der Zuschuß de- Verbandes dienen. Wahrscheinlich wird die beschlußaemäß sofort anzustellende Kasfenordnung auch die Bestimmung enthalten, daß auch Mitglieder des Verbandes, die an den beiden großen Kneipen tticht teilnehmen, sich durch einen geringen Beitrag an der Repartition zu beteiligen haben. Eine Regelung, die dem guten Besuch und der Verbilligung der Veranstaltung tu gleicher Weise zustatten kommen würde. Nach Schluß des Evttvenlewurde der erste Geburtstag des Landesverbandes bei festlichem Mahl gefeiert. Die Teilnehmer schieden so zufrieden von Dortmund, daß wir hoffet»

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