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KC-Blätter · 1914-02-01 · Heft 5 (1.2.1914) · p. Seite 120

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 5 (1.2.1914)
Date
1914-02-01
Page
Seite 120 (sequence 24)
Language
German
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120 Marburg Der xxx. dechagierie: au seiner Dtelle ivurde flcitnitjlt. Das Demester verlaust, tvie bisher, schon und l;ariiti'iiiiri). Am 22. Januar fjiclt unser l. 21. v>. I >r. Hvchschild iMoliimr' eirien fesselnden Vortrag über „tlkilttalinordliuio", der die stattliche Korona von .zirka 00 Personen auf unierer .Kneipe versaniinelie Ans dein glänzenden «Kelingen des Abends erselien wir lviedcr, wie trefflich firi) nnsere Einrichtung der Vortragsabende iir größerem 2tile bewährt- Alls einem Vortrag unseres I. A. H. Ur. Hochschild in der BreiSganloge über Nabel Varnhagen, wie aus einem Bortrage unseres l A. H. Nn. Hudivig Hans im Fentralvcrein über den .Kampf der Ariden um die bürgerliche (Kleichbercchtung erschien die l Berbindnng in cnrpni-e. An der Fugendbulidbeivegnng beteiligten ivir uns lebhaft. Unser l. Bbr. UriaS hielt im Engend btlnd mit großem Beifall einen Borirag über „Moral und tlleligion im Flidentum". Durch den x war die Berbindllng auf dem Prorektoralsfefle vertreten. Unsere Tchluhkneipe findet am 10. Februar um 0 ü e. i. aus unserer Kneipe, .Kalharinensir. is, stau. □er □Eli tl k a li e in i J'rij e © a di richten. □o Der österreichische .Kriegsminister verurteilt den Waidhofener Beschluß. Fm ösierreichischen Abgeordnelenlians Hai in der Dibung uom ii. Januar der ^aildesv er i e i d ig n n g s m i n ist er (Keorgi nach einem Berichte des Wölfischen Telegraphenbüros in Beamworlnug einer Frage wegen der Angehörigkeit von .Kadetten r:::d Hifizieren der Neieroe zu studentischen Drganisationen, die grnndial.üich den Hilden die Dalissakiion verweigern, die Erklärung abgegeben, das; die grundsäüliche '•!'erweigernng der ('>enngt nung gegen über 21 ri - gehörigen jüdischer .Konfession den in der A r m ee l)e rri ä> en d e n EI) rb e gri ssc n w i d e rs p ri ch t; der Dnizier l>abe sich den 2lngel>örigen jeder rh'ationnlitat und jeder .Konsesüvn gegenüber ganz gleich zu verlmllen. Ans den Beitritt der Nei'erveosfiziere lind .Kadetten zn politischen Bereinen könne die .Kriegsverwaltnng keinen Einfluß nehmen, da der Beitritt weder dem Mililärregleinent noch den Gesetzen tviderspricht. Tie Frequenz der Universitäten Deutschlands hat in dieiem Wintersemester wieder eine Steigerung er- ''aliren und eine Höhe von .">!><>ul Dlndierenden erreicht. Das bedeutet gegenüber dem Wiiilersemefler HU^ 12 ein BI ns von 080. Bon der Oü-mmlzahl der Dludierenden ans den -1 deutschen Universitäten fallen auf die Studentinnen2os>;, rvas eine Dleigerung von 472 weiblichen Dlndierenden bedeutet. -Hieraus gehl deutlich hervor, daß der Hanpranteil an der Fnnahme der deutschen Dlndenlenschasl das Dludium der Frauen hat. Vergleicht matt die Freguenz der letzten Fahrzehnte mit der heutigen Besnchsziffer, so ergibt sich, daß der Fahresznwachs in der letzten Feit einen erheblichen lliinkgang anfiveist. Die folgende Tabelle geivährt hierüber einige Uebersichl. 'W. 2. Freguenz Durchschnitt!. FahreSzuwach 02 04 27 120 00 07 2o 242 7.(7, l iS 00 40 471 1127 12 12 7,8 021 2H2 12 14 7)0 001 ONO Dieser enorme Nülkgang ist eine Folge der Uebersüllung der akademischen Berufe, die iviederlrin durch die rapide Lteigerung des Uuiversitälsflndinms der letzten Fahrzehnle bedingt ist. Einen besonders günstigen Einflnß ivird die Fregucnzabnahme schon in absehbarer Feil auf die Ansrell ungsverhällnisie im Fusliz. nnd Schuldienst haben. Aber auch in den anderen akndenilschen Bernsen iü eine mehr dem Bedürfnis entsprechende Verteilung svtvohl ailS wirtschaftlichen wie aus sozialen Gründen nur wünschenswert. 2r'as den Ort des Dludiums der deutschen akademischen Fugend angeht, so zeigt sich hierin neueslens immer mehr eine stärkere Bevorzugung der preußischen Universitäten zum Nachteil der übrigen, insbesondere der bäuerischen Hochschulen, ivas aber wohl nur darauf znrückgeht, das; die preußischen Dludierenden relativ stärker zngenommen haben als die süddeutschen, be sonders die bäuerischen. Es sind diesen 'Winter an den zehn prellßischen Universitäten >'UDiudierende 7>2,7>7 v. H. der (Gesamtzahl eingeschrieben lgegen 7»>,22 Brvz. vor fünf Fahren), an den drei bäuerischen befinden siül!">7>8 lü/21 Proz. jgegenüber 17,i»4 Proz.), an den zwei badischen 4081 8F0 lgegen 7P1 Proz.» und an den übrigen einzelstaatlichen i:i Uii7 22,86 v .H. lgegen 2:i,02 v. H.-. Wie die einzelne Universität besnchl ist und ivic sich die einzelne Hochschule, auch im Verhältnis zn den iibrigen, in den legten fünf Fahren entwickelt hat, zeigt die nachstehende Fusaininen stellung. Wie bei der starken Fnnahme des akademischen Dludiuins nicht anders zu erwarten, haben indesien alle Universitäten absolute Zunahmen wenn auch in verschiedenem Maße - zn verzeichnen. (Gegenüber dem vorjährigen Winterhalbjahr sind «bei Fngrundlegung je der provisorischen Besnchszissern ' von den norddeutschen Universitären Berlin, Greifswald, .Königs berg und Münster zurückgegangen, von den mitteldeutschen keine und von den süddeutschen nur Freiburg und Tübingen. (Köttingen und Erlangen haben ver hältnismäßig am meisten zugenommen. An der Lpitze der -Hochschulen steht, wie immer, Berlin mit derzeit 0.502 studierenden, gegen 8041 vor fünf Zähren, München zählt 0802 Leipzig ,5.5lL (441H>, Bonn 4270 (3282', Halle 2010 i21ü8), (Köttingen 281.5 |2u7>4), BreSlan 2701 (2248), Freiburg 27,72 , HH>*>), Heidelberg 2400 (18411, Marburg 2108 . 1750», Münster 2122,1727', Ltraßblirg 2002 (1850), Tübingen 1887 <1617', Fenn ls(>2 il419i, .Kiel 1847 (1191), Königsberg 1568 (1091'. Würzbnrg 17)17, (1246', Erlangen 1441 11090), Gießen 12!0 1196), (Kreifütvald 1250 (786, und Nostvlk 91 t >68.5). DaS Frauenstudium in Deutschland im Winter 1013 14. Den Frauen sind die Universiiäten des Neichs nunmehr fiinf Fahre offen. Die Entivilklnng des weiblichen BildnngsstrebenS ivährend dieses Feilraums zeigt ein nnnnlerbrvchenes, fast sprunghaftes Emporfteigen der ^lndenlinnenziffern, ivaü auch für das laufende Dludienhalbjahr feilzustelleu ist. Von 140 im Winter 1007,,00, als den Frauen erit sechs süddeutsche Universitäten zugänglich waren, stieg ihre Fahl drei Fahre später bereits auf 1108, j,n Winter 1910 11 belief sich der Fl.zng auf 2418 und diesen Winter sind eS 3080 UniverjilälSsllldentinnen, 473 mehr als in dem Vorjahr. Relativ beträgt der Anteil der Frau am deutschen Universilätsstlldium (bei einer Gesamtzahl von 59001 Studenten) 0,1 Prozent gegen 4,4 Prozent vor vier und 2,2 Prozent vor fünf Fahren. Fn der Verteilung der

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