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KC-Blätter · 1914-02-01 · Heft 5 (1.2.1914) · p. Seite 119

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 5 (1.2.1914)
Date
1914-02-01
Page
Seite 119 (sequence 23)
Language
German
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119 jeden Donnerstag eine Turnstunde ab und schwimmen zweimal in der Woche offiziell. Rezipiert wurden die beiden Brander Braun und Markus. Bavaria. Der zweite Teil des Semesters begann am 8. Januar mit dem üblichen Frühschoppen im „Weißen Bock". Am andern Tage vereinte die Bundesbrüdcr eine ganz interne Stistungssestkncipe, bei der unser Tendenzsuchtzmajor Speier eine dem Tage angemefiene Tendenzrcde hielt. Am 10. Januar folgten wir in corpore einer Einladung der 11. C. B. B. zu ihrem 10. Stiftungsfeste, das durch einen Bortrag unseres A. H. Manfred Straus; über die „gesellschaftliche Stellung der Juden in Deutschland" eingeleitet wurde. Auch von unfern Buudesbrüdcrn selbst hörten rvir in diesem Monat Tendcnzvvrlräge; so über die politischen Parteien und über ihre Stellung zum Judentum, über bedeutende ^udcn des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts und über dw Richtlinien des modernen Judentums. Ta Bbr. Jaffe sich wieder inaktiv meldete, mußten wir zu neuer Ehargenwahl schreiten. Sie ergab Esbcrg x I. W, Bcrtr. i. Arissch. Speier x x Simons x x x S. W. Licaria. Das erste Halbsemester hatte einen feucht fröhlichen Abschluß mit der Thomaskneipe in Nürnberg. Zum ersten Male waren auch wir dem allen Studenten brauche gefolgt und in eorparenach 'Nürnberg gefahren. Dank der trefflichen Fürsorge unserer dortigen A. H. A. H. und Kbr. Kbr. ivar rasch für jeden Quartier besorgt; nachmittags zog man durch die Straßen der allen Reichsstadt, staunte und beivundertc ihre schönen! Bauiverke, stieg zur Burg hiriaus, um der berühmten | „Eisernen Jungfrau" einen Besuch abzustalten. Zu bald > niar die 9kacht hereingebrochcn und Jung und Alt versammelte sich im Hotel zum „Deutschen Kaiser" ,.nm Bcgrüßungsabend; alte Nürnberger 51. E.er, junge Licaren, Olhibellinen Spreven, Bavaren eine lange bunte Reihe. Bis früh in den Morgen saß man beim süffigen Tucherbier. Sonntag, zum Mittagsmahle durften rvir zu unsrer größten Freude die Gäste unserer Nürnberger Verbandsbrüder sein. Aus die Begrüßungsansprache des l. A. H. Bernheim dankte der Erstchargicrtc den lieben Wirten für die aufopfernden Bemühungen, dem ersten Liearen thomaslag zu einem solch schönen Verlaus verholsen zu haben. Fuchs Grunewald toastete auf die Damen. Dem Mittagessen folgte der Couleurbummel. Die Thomaslneipe im 5lünstlerhause, 'zu der recht viele Herren aus der Nürnberger Philisterschast erschienen waren, gestaltete sich in ihrem Verlaufe zu einem weihevollen 5lommers, wo treffliche Männer in begeisterten Worten ihre Sympathien einer freudigen, kampssrohen Jugend ausdrückten. Herr Or. Erlanger dankte im Namen der Gäste. Herr Dr. Heilbrunn versicherte uns der Sympathien der Loge, Herr Cvhnstamm die des Zentralvercins, Herr Rabbiner I)r. Freudenthal sprach von seinen persönlichen Beziehungen zu den allen Breslauer Biadrinen und von ihren Ideen. Herr 51br. Or. Strauß begriißte die erschienenen Gäste, unser I A. H Salomon fand mit seiner Tendenz rede großen Beifall. Mit einer fröhlichen Fidulität, in der besonders die Bierrede des Herrn l)r Dornitzer viel Heiterkeit erregte, schloß die schöne Kneipe und damit der ThvinaStag 1013. Den Vcrbindungsbetrieb eröffneten wir mit einem Bürgerbräusrühschoppen am 12. Januar. Die Zahl der Aktiven stieg auf 42 durch den Eintritt der Herren stud. med. Walter Weil aus Braunschweig und «tud. litt. Erich Blumcnthal aus Leipzig. Zum F. M. für Tendenz wurde i. a. B. Oppenheim gewählt. Am 17. Januar fand unsere diesjährige Damenkneipe statt; ihr Verlaus war, wie immer, äußerst anregend und lustig. Rheno-Silesia. Am 7. Januar versaminellen wir uns zlun ersten Mal im neuen Jahre, den zweiten Teil des Winterseinesters zu eröffnen. Das erste Offizium war der übliche Dänin,erschoppcn in der 5laiserhalle. ans dem wir die Freude hatten, außer den stets hier anwesenden l. Kbr. Kbr. und Inaktiven einige Kbr. 5ibr. der Bavaria begrüßen zu können. An dieser Stelle sei ihnen für ihren Besuch herzlidist gedankt. -- In der Fuchsenstunde ,vird größter Wert gelegt aus Vorträge und schriftliche Ausarbeitungen etwa folgender Art: Welche Faktoren find für die Existenzberechtigung des 51. C. von Bedeutung? - Welchen Einfluß halte die französische Revolution ans die Emanzipationsgcschichte der Juden? — Warum bedarf die 51. E.-Korporativ» des Komments'? — B. I. E. und 51. E. Bei der starken 51älte treiben wir sehr viel Winter spart, den vor Weihnachten zu betreiben uns nicht ver gönnt war. Glicht genug sind bei diesem klaren, kalien Wetter Spaziergänge durck)s Siebengebirge und über die Berge nach Godesberg zu rühmen! Infolge Dechargicrcns Lichtensteins als , - if, die Besetzung der Chargen folgende: Mond X, I.C. W.,F.W., Heymann X X, K. W, Griesbad, x x x, Z. W Biadrina-Darmstadt. Unsere Damensestlid,keii, die. wie bereits erwähnt, am 17. November flalliand, bildere zugleich das erste Evuleurfest, das wir zusammen mii unseren Eonleurdamen begingen. Die Feier, die durch eine gemütlid,e Weinkueipe eingeleitet wurde, vereinte uns bis zur späten Stunde bei Bowle und Tanz. Der Vortrag unseres l. i. a. B. 51adden über die neuere Verbindungsgeschichle fand auf eiuer der letzten 51neipen statt. Er zeigte in ihm, ivic die Verbindung getreu ihrem Wahlspruche, die Freundschaft zu pflegen, es verstanden hat, lrop tlciner Aklivilas sich weiter zu entwickeln und Ansehen und Achtung unter den ander» 5iorporativnen zu erringen. Die beginnende Faschings zeit leiteten lvir burri, einen schön verlaufenen 5lreppel 5laffee mit Tanz auf der 5tneipe ein, ivobei ivir zu unserer großen Freude alle unsere Eonleurdamen be grüßen konnten. Saxo-Bavaria. 9ladidem am 1". Januar die Bbr. Bbr. sich hier tvieder zusantineiigefunden hatten, trat zunächst eine Aenderung in den Chargen ein, indem B. Gnlhmann znm x gewählt ruurde. Dann seple das Vcrbiudungöleben wieder lebhaft ein; fidele Mneipcn, kleine Ausflüge, Eislauf und Rodeln weck,selten in bunter Reihe mit ernsteren Betätigungen und gaben neue Anregungen und neuen Rückhalt. Die wöchentlichen Turnabende ivurden ivieder aus genommen. Von gesellsd,aftlichen Veranstaltungen be suchten rvir korporativ das Stislungssest der „Gesellschaft der Freunde". Nun noch eine Bitte: DaS gute Gedeihen unserer jungen Verbindung, das für unsere fernere Stellung in der Leipziger Studentensdiast und zur Philisterschast rcck,t schöne Hoffnungen erweckt, läßt uns den Wunsd, ausspredien, es niöge jeder, der es irgend ermöglid,en kann, unfern bei alledem nicht zu unterfchävenden 5lainpf auf Leipzigs bisher eines ausreckilen jüdisdicn SludenlenttunS ermangelnden Boden dadurch unterstützen, daß er im nächsten Semester seine Schritte und, Leipzig lenkt, tvo ein gemütlid,es und dock, flottes Sliidenlenleben, ernst-fröhliche Arbeit in und für die Verbindung sowie all die bekannten Vorzüge Leipzigs seiner harren. Es ivird keinen die Wahl gereuen! Unsere Semesierschluß kneipe findet am 21. Februar statt. Ghibellinia. In der ersten Wod,e nad, Weihiindilen ivurden die Brander Beer, Evhn, Marens, Stern rezipiert. Jnaklivierl wurde csnd. iur. Heinrid) Mayer,

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