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KC-Blätter · 1914-02-01 · Heft 5 (1.2.1914) · p. Seite 118

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 5 (1.2.1914)
Date
1914-02-01
Page
Seite 118 (sequence 22)
Language
German
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118 da dann in flauem andere Spezialfächer folgen ivürden, ist flnn,; berechtigt. Zst das verlangen unter den Zahnärzkeit nach einem Titel so groß, so mögen sie lvie jeder Mediziner nach 10 Semestern den Dr. med. eriverben, ivie überhmipl ein Ansgelien der Znhnheilknnde in die Riedizin als Spezialfach derselben, ein Zustand, der in Österreich z. B. längst erreicht ist, »viinschensiverl iväre, und zwar etwa dergestalt, das; sie nach bestandenem ärztlichen Examen ein praktisches Zahr an einer zahnärztlichen Klinik absolvierten. Sie tvnrden dadurch auch sogar eine bessere Spezialausbildung erhalten als jeder andere Spezialarzt, der erst nach absolviertem praktischen Zahr sich der einen oder andern Spezialität ividmen kamt, ^ogar ein Anhänger des Or. med. dent.-Titels, selbst Zahnarzt, gibt zu, das; nicht nur der weitere Tie „Welt" gegen den fi.G. Tao „zionistische Zeutralorgan" keimt nur seine Parteischablone; eine sachliche Peurieillliig anderer Meinungen scheint ibin nicht nwglich zu sein, Es stein iiisolgedeffen der objektiven Haltung der M. (5. Planer, die dar- Wesen der- „Alljudentums" iliren Vesern durch einen seiner Führer dnrlegen liegen, verständnislos gegenüber. Weil die Peroäentlichnng dieses Auffapes der „Welt" offenbar nnbegnein ist, gibt sie iliren Aerger durch inafilose 'Angriffe gegen den >l. (5. Ausdrink. >gch glaube, das; auch vollständig entgegengesetzte Pichlnngen sich iininer »oäi in würdiger Weise bekänipsen tonnen, und lel>ne es ab, ans deit Ton der Polemik einzngeliea, den das vssizielle zionistische Parteiorgan anschlägt, nni so lieber, als ich weis;, das; dieser Ton auch von zionistischer 3citc verurteilt worden ist. ,Zch begnüge mich, einige der unwahren Pehniiptiiiigen des Artikels zn berichtigen. Tie ,,Welt" stellt diePehnuplniigaus, der >l.E. erstrebe die „volle Assimilation der gnden", obschon sie bereits ans dem in den >1. (5.-Plättern abgedriicklen Programm hätte ersehen müssen, das; unser Perband die Pflege jüdischen Telbslbeivnsztseins ans seine sZahne geschrieben hat und denigemüs; die würdelvse Assiinilalion, insbesondere den Abfall vom dudenlnm ansS schärfste verurteilt. Toch diese Tatsachen bekümmern die „Welt" nicht. Tie will den Tchein welken, als erstrebe der >l. E. die Anslösnng des ,Judentums, und schreibt daher wörtlich: „Ter >r. E ist der Mittelpunkt des organisierten Aiiiiziviiismiis in Tentschland. ,Z» dem vor ivenigen Wochen hernnsgegebenen kleinen Pamplilei des „Ainizionislischen .Komitees" wird der Zionismus int at'amen der jüdischen Religion bekämpft, llnd unterschrieben in dieses Produkt von Venlen, die ihre Binder tansen lagen . . ." Tie Pünktchen, die der Artikelkchreiber hinter diese Worte gesevt hat, sollen dem Veser jedenfalls die Tchluf; solgernng nahelegen, der >k. E. fördere die >;inderlanse. Ter Persasser weis; zweifellos, das gerade der >r. E. als erne jüdische Organisation Tentschlands die gesinnungslose Taufe bekämpft hat, mns;te es jedeiiialls ans der von ihm besprochenen Annulier der M. Hs. Pläner ivissen, in der ein Peschlns; des >l. (5. Tages gegen die dissidenliiche Uindererziehuiig — von der Uindertause ganz zn schiveigen -- abgedruckt ist. Es wäre sehr zn wünschen, Ausbau der Zahnheilkunde nach der theoretischen also medizinischen Seite hin notwendig, sondern auch die übermäßige Betonung des rein technischen Teils, also desjenigen, den die Anhänger des Toktortitels sonst als wichtigsten Wruiib für den besonderen Doktor anführen, dem „intensiven wissenschaftlichen Studium diametral entgegenstehe und ein Hindernis für die Erlangung des Doktortitels der Zahnheilknnde sei". Es bestehe Oiesahr, heißt es iveiter, das; bei der augenblicklichen Ans bildung der Studierenden „dem zahnärztlichen Stande Mitglieder zugesührt werden, die woh! gute Praktiker sind, doch nicht über diejenige vielseitige ivissenschastliche Ausbildung verfügen, ivelche sie allein befähigen würde, aus den Dr. med. dent. mit Recht Anspruch zu erheben". das; diese nnivahren Pehnnptungen, die alle ,gahre m der zionistischen Presse und beiin Meilen der zionistischen Korporationen iviederkehren, verschwinden. ES ist natürlich auch unrichtig, ivenn de.- Zl.E. mu dem „Antizionistischen .Zlomitee" identifiziert oder ivenn im Artikel die Pehanptnng ausgestellt wird, daS „einzige positive jüdische Prvgranun" des E. sei der Anlizivnis mnS. Tnmit null ich persönlich, der ich selbst den Ausrnsdes anlizivnistischen Komitees unterschrieben habe, natürlich nicht von diesem abrücken. Tie weiter des aiitizioiiistiichen Komitees sind Männer, denen es ernst um die Erhal tnng des Judentums ist. Wenn, was ich nicht weif;, tatsächlich unter den Hunderten, ivelche nachiräglich ihre Zustimmung zu dem Ausruf anSgedrückt haben, sich der Raine eines ^Mannes befinden sollte, der seine minder hat lausen lagen, so kann man nur annehmen. dafi der Raine von unbefugter Teile durch eine Fälschung einer Unterschrift, die ich in einem sZnlle tatsächlich sestgestellt habe, hineingeschmnggelt ivorden ist. Aber der >l. E. hat überhaupt mit dem anti,zionistischen Nvinilee nichts zu tun. Ter >k. C. ist bedeutend älter als die zionistische Peivegnng, es ist schon deshalb absurd, den Antizivnisinns als sein „einziges Ziel" hinzustellen. Tas Programm des >!. C. besteht in der Bekämpsiing des Anti semilisinlis und in der Erziehung seiner Mitglieder zu selbstbeivuszten Zuden und zu vaterlandsliebenden Teulschen. Er verfolgt sein Ziel unbeirrt um den Zionis mns und zählt zu seinen Mitgliedern Anhänger aller Richtungen, darunter sowohl Tchekclzahler als auch Mitglieder des anlizionistifchen .Komitees. Ter >t. E fördert jede wahrhaft positive jüdische Richtung; er bekämpft niir jene nativnaljüdische Tendenzen, ivelche uns deutschen Zuden unserer deutschen Heimat und unserer deutschen Multiir künstlich entfremden ivollen. >larl VömimiU’i». Thuringia. 'Am Miltivoch, den 7. Januar, eröffneien ivir um 9 h. >-. t. den zweiten Teil des Wintersemesters mit einem offiziellen Abend im Ramslaner. Rach ivie vor bietet uns das Temester das, ivas ivir uns von ihm versprochen haben. Tie offiziellen Elelegenheiten werden von vielen unserer ZA. H. A. H. und .Übr. >kbr. besucht, so das; sie, vor allem die >lneipe, immer einen recht gemütlichen Perlaus nehmen. Daneben vernachlässigen ivir aber nicht unsere körperliche Ansbilduiig. Unser sZechlbodenberrieb ist sehr stramm. ferner halten ivir 0V □IQ Verbands-Nachrichten. QD □O

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