KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 4 (1.1.1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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.93 zur vollsten Zufriedenheit. Der zweite Teil des Semesters beginnt am 7. Januar mit einem K. C.-Abend im „Namslauer". Bavaria. Das Wintersemester brachte uns bis jetzt, was wir uns von ihm erhofft hatten: einen schönen, harmonischen Verbindungsbetrieb und anregende Geselligkeit. Auf unserer Antrittskneipe konnten wir außer einer erfreulich großen Zahl von alten Herren, ortsanwesenden und auswärtigen Inaktiven und Kartellbrüdern viele Vertreter der Heidelberger Philisterschaft begrüßen, die uns auch bei dieser Gelegenheit wieder ihrer Freundschaft und Mitarbeit an unseren Zielen versicherten. Sonst kamen wir noch des öfter» bei gesellschaftlichen Veranstaltungen mit der hiesigen Philisterschast zusammen. Unsere körperliche Ausbildung pflegten wir neben dem stramm durchgeführten Fechtbetrieb noch besonders durch Turnen und Schwimmen. Durch die für die Brandfüchse jetzt zur Rezeption obligatorischen Tendenzvorträge wird allen Bundesbrüdern die Möglichkeit geboten, sich über alle aktuellen Tendenzfragen Meinungsaustausch und Aufklärung zu verschaffen, außerdem haben einige Burschen selbst Borträge übernommen. Wir schloffen das Halbsemester am 16. Dezember mit dem traditionellen Frühschoppen im „Weißen Bock" und eröffnen in gleicher Weise das zweite Halbsemester am 8. Januar. — Die definitiven Chargenwahlen ergaben: Esberg x, F.W., I.C.W., Vertr. i. Ausschuß, Jaffe x x, F.M.f.C., Speier x x x, F. M. f. T., Hahn 1. K. W., Rosenbaum 3.K. W., A. W., Löwenthal 2. C.W., B.W., Baum Z.W. Sprevia. Das Ergebnis der definitiven Chargenwahlen war folgendes: BukoMr x, 1.-F.W., I.C.W., W. Levy x x, 3. F. W., Fritz Kremm x x x, 1. S. W. Das Wintersemester verspricht ein sehr schönes zu iverden. Wir beteiligten uns im letzten Monat lebhaft an den Verhandlungen betreffend Bildung eines allgeureinen Stndentenausschuffes an hiesiger Universität. An geselligen Veranstaltungen ist vor allen Dingen die glänzend verlaufene Chanukakneipe zu nennen, deren Höhepunkt eine Verlosung bildete, ferner ein Exbummel nach Hundekehle, mit dem wir am 18. Dezember das Halbsemester schloffen. Auch für die Weiterbildung der Bbr. Bbr. in jüdischen Fragen wurde Sorge getragen. Abgesehen davon, daß sämtliche Füchse Vorträge über Themen aus der jüdischen Geschichte oder über jüdische Tagesfragen hielten, fand auch unter reger Beteiligung von A. H. A. H. und Kbr. Kbr. ein Diskussionsabend statt. Bbr. Wolff referierte über das Thema: „Was hält den K. C.er am Judentum?" Das Korreferat lag in den Händen von Bbr. Kremm. Wir möchten darauf aufmerksam machen, daß die Vortragsabende von nun an regelmäßig alle vierzehn Tage Donnerstags stattfinden, und hoffen, daß auch unsere älteren Bundes- und Kartellbrüder sich regelmäßig daran beteiligen. Wir eröffneten das zweite Halbsemester am Donnerstag, den 25. Dezenrber, mit erneut Dämmerschoppen. . Storno. In der Chargenbesetzung unserer Korporation haben sich folgende Aenderungen vollzogen: Gutmann wurde x x, Pick x x x. A. H. Salomon legte sein Fuchsmajorat wegen Mangels an Zeit nieder; Strauß wurde F. W. n. i. Silberstein wurde rezipiert. Bei der Antrittsrede des Rektors war die Korporation durch den Erstchargierten vertreten. An der Spalierbildung beim Einzug unseres Kaiserpaares in München nahmen wir in corpore teil, die Chargierten in Vollwichs. Die Reihe unserer gesellschaftlichen Veranstaltungen dieses Winters wurde mit einem sehr schön verlaufenen Tanzabend im Bayerischen Hofe eröffnet. Neben dem Fechten suchen wir durch stramm geleitete Turnabende für eine harmonische Körperpflege unserer Mitglieder zu sorgen. Der geistigen Erziehung unserer Aktiven dienen Vortragsabende, deren Themen aus dem Gebiet der Tendenz und der schönen Literatur genommen sind. Das Halbsemester schloffen wir mit der Thomaskneipe in Nürnberg. Wir hoffen, recht viele K. C.er dort begrüßen zu dürfen. Der zweite Teil des Halbseniesters beginnt am 12. Januar um 11 h mit einem Frühschoppen im Bürgerbräu. Ghibellinia. Wie im Fluge ist nun ein Halbsemester verstrichen, auf das tvir alle gern zurückblicken werden. Und wir können sagen, daß wir unserer Aufgabe als K. C.-Korporation genügt haben, für die Pflege der Tendenz und Aufrechterhaltung eines straffen Verbindungsbetriebes getan haben, was in unser» Kräften stand. Unsere größeren Vortragsabende haben sich vorzüglich bewährtauch der zweite Abend, auf dem unser l. Bbr. Marcus einen Bortrag über „Soziale Gesetzgebung ini alten Judentum" hielt, vereinigte und segelte eine große Anzahl Gäste auf unserer Kneipe. In der Tendenzfuchsenstunde wurden von den Brandern folgende Vorträge gehalten: „Moderne Kolonisationsbestrebungen der Juden", „Raffenmerkmale der Juden nach Fishberg", ,M. C.-Tendenzund Sombarts Zukunft derJuden" und „Herzls Judenstaat". — ' Nunmehr ist auch ein Mitglied unserer Verbindung, unser l. Bbr. Goldschmidt, dritter Vorsitzender des hiesigen jüdischen Jugendbundes geworden. Zur Pflege der Geselligkeit dienen Tanzstunden sotvie größere Tanzkränzchen, an denen unsere krassen Füchse und einige Brander und Burschen sich beteiligen. Samstag und Sonntag aber ziehen in aller Frühe die Bbr. Bbr. hinaus auf die beschneiten Höhen des Schwarzwaldes, mit den Skiern unter den Füßen sich den Freuden des schönen Wintersportes hinzugeben. In der letztenWoche vereinigte unser l.A.H.Or.Lewy uns nach einem ernsten Vortrage über „Sexuelle Fragen" gemütlich bei einem Glase Bowle. Das Halbsemester schloffen wir am Donnerstag, den 18. in der üblichen Weise bei einer Feuerzangenbowle auf dem Schloßberg, wo eine Chanukakneipe mit scherzhaften Geschenken an die Bbr. Bbr. uns immer in gehobener Stimmung von Freiburg scheiden läßt. Mheno-Silesia. Im vergangenen Monat hat sich in der Verbindung nichts Besonderes ereignet. Der Berbindungsbetrieb ist der altgewohnt stramme. Wissenschaftliche Abende auf dem Haus wechseln mit den Abendoffizien am Biertische rn der Kaiserhalle oder dem gemütlichen Bonner Bierlokal „Ruland Schmitz". Siebengebirgstouren mit anschließendem Spargeleffen in Honnef geben den zum ersten Male hier wellenden Bbr. Bbr. Gelegenheit, die schöne und „fruchtbare" Gegend hier am Rhein näher kennen zu lernen. Rezipiert wurden die Füchse Griesbach, Simons und Cohen. Wir schloffen den ersten Teil dieses Semesters mit dem K. C.-Ball in Köln am 26. Dezember 1913, der vom A. H. V. „Rheno*Silesia", von der Ortsgruppe Kölner K. C.-er und unserer Korporation veranstaltet wurde. Die Ferien dauern bis zum 7. Januar cr. Der zweite Teil des Semesters wird mit einem Dämmerschoppen in der Kaiserhalle um 6 h. c. t eingeleitet. Biadrina-Darmstadt. Das Verbindungsleben gestaltete sich im begonnenen Semester zu einem recht harmonischenunsere Stellung nach außen, sowohl gegenüber dem Studentenverband als auch den hiesigen Philistern, blieb eine gute. Das freundschaftliche Verhältnis der Bundesbimder untereinander ließ die gemeinsame Korporationsarbeit in ernsten und heiteren Stunden gedeihlich fortschreiten.