Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 23 (4.6.1863)
- Date
- 1863-06-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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393 394. di» Häscher der Dominikaner genommen halten und mußt, er sich (bei seiner Tosaphotsammlung) auf sein Gedächrniß verlassen." Daran ist kein wahre» Wort. Hätte Herr Gr. meine Abbandlung über R. Meir mit Ausmrrkiamkrit und nicht bloß in der Absicht, sie auSzuschrrldeu» gelesen, so würde er in der Anm. S. XI. grsunden baden, daß ich diese» AGA. bereit» berücksichtigt und zugleich angegebc» bade, daß hier der Lehrer de» R. Mcir nicht gemeint sein könne. E» ist nämlich dort von einem Jünglinge au» Rothenburg die Rede, der sich mit einem Mädchen an« Düren verlobt und versprochen hatte, nach der Hochzeit bei seinem Schwiegervater zn wohnen. Diese» Veriprechcn wollte er jedoch später nicht halten und darauf erklärt Samnel den Salomo. dertelbe könne dazu gezwungen werden, trotz der enlgegcnstchenden Ansicht de» R. Meir. und sagt כבור כלה״רר נלאיר לאזכרנו כי לא הלקנו בכלקום שיש הלול השם כבור לרב Kann die» also der Lehrer de» R. Meir geschrieben habe»? Liegt in diesen Worten nicht vielmehr eine Anerktiiniing. wie sie inir einer höher» Autorität gezollt wird? Aber Herr Gr. hat sich damit begnügt, die Niileri'christ de» RGA. anziischen, ohne dessen Inhalt zu beachten. — S. 183 »,eint Herr Gr.. R. Meir sei.der erste ossiziekle Großrabbi,1er de» deutschen Reiche» gewesen und stützt sich dabei aus eine Stelle bei R. Ehajim Or Sarna. wo e» heißt והוא היה ראש הכיייכזת והנהיגי. Allein daß diese Stelle nicht so aiilgesaßt werden dürfe, habe ich bereit» in meiner Gelckickir der Juden in Spener angegeben und schon dort bcnierkt. daß dieselbe nicht» anderc» sage» will, als daß R. Mcir da» Präsidium in, Rabbinaiskokleginn, sührle. wie c» ja häufig i» Rückfickt ans eine anerkannte rabbi- ״ische Autorität beiß, וכלי יבא א־ר הבקי. Daß tiefer Sinn der einzig richtige ist. zcigei, auch die »uiiiilielbar ׳.׳orhcrgchrndcn Worte יכיה״ר אליעזר וצ״ל הנהיג בור. הבללכות• Wie Herr Gr. die Bedeutung von הבלכוה hier auffaßt, könnten die Worte: er war da» Haupt de» Reiches »nd sein Führer, chnckin l-öchstcn» ans ciuc» Kaiser, nicht aber ans einen Rabbiner Anwendung finde». — S. 184 gibt Herr Gr. an. R. Meir habe seine» Rabbinaisfitz in Rothenburg, Kost- Nitz. Worin» und zuletzt in Mainz gehabt. Die drei Belege, welche biesür angegeben find, sind säninillich »urichlig und ist überhaupt in dem ganzen Buche in den Auinerkuilge» eine so »laugclbaste Korrektur geübt, laß man fast glauben könnte, e» sei die» gestissentlich geschehen, um die Eontrolc zu erschwere». Da mir iiitcß die Belege an» meiuen eigenen Forschungen bekannt sind, so bin ich Ui der Lage, sic berichtigen z» können. Der Nachweis, daß R. Mcir in Konstanz Rabbiner war, sindel sich in den RGA. eil. Lemberg Nr. 328. lock ist mir. wie ich schon in der oben genaniitcn Geschichte angegeben habe, da» Wort בקושםנצא verdächtig Il»d vielleicht בבגנעא dafür zu lesen. Daß R. Mcir in Worin» Rabbiner gewesen sei, habe ich weder i» Resp. Ascheri . Nr.!»8. »och überhaupt in diesen Response» fiiiden löiincii und wird j diese Bekanpliing so lange aus sich beruhe» müssen. bi» Herr Gr. im Stande ist. eiucu Beweis dafür zu bringen. Der Beleg dafür. daß R. Meir in Mainz Rabbiner gewesen, findet sich, wie ich bereit» a. a. O. angegtbeu. im RGA. de» R. Ehajim Or Sarna Nr. >64; salsch tü aber die Bchanptuug, daß er zuletzt in Mainz Rabbiner war. da c» in denselben RGA. Nr. 155 ausdrücklich heißt, daß er zuletzt in Nürnberg gewirkt, und von dort die Rüeingegcnten zu einem Beschlüsse veranlaßt dabe. Unter den Beweisstellen für die rigorose Frömmigkeit de» R. Meir ist dir au» denselben RGA. Nr. 199 falsch, da dort von R. Jijlcdak Or Sarna die Rede ist. und nicht vou R. Meir, dagegen waren die dem Herrn Gr. unbekannten RGA. de« letzter» ed. Cremona Nr. zn zitirru. — Dei der Anw. zu S. 478 ist rin« Oberflächlichkeit j rügen, da Böbmer nicht die Richtigkeit de» Ehronistra in Betreff d Predigt de» Erzbischof-, sondern nur die Nachricht bezweifelt, daß mel al« 500 bewaffnete Juden bereit gewesen wären, einen Inden, der g> gen den Erzbischof zu sprechen gewagt haben würde, niederzustoßen. In d, daselbst au» Schunk nicht ganz korrekt ausgeschriebenen Urkunde ist hinti fide vener. II. d. h. vencrabilia Hcnrici und hinter viri £. d. I Eberhard! ausgelassen, welche» letztere auch in dem RGA. de« 9 Meir cd. Prag Nr. 241 als ׳סהר. עברהרט wie dort zu lesen ist verkommt, und die Worte יזה אעסוק daselbst, die Grätz nicht zu drute, wußte (S. 481), heißen: und da» werde ich aiiSwirken. — S. 48t heißt e»: Im Kerker war Meir von R. keineswegs; zwei Seiten zuvo aber sagte er: ״erinnern wir un», daß Meir am 4. Tamil» eingekcrkee wurde." Ist La» keine Flüchtigkeit? Wenn sich aber so viele Unrichtig keilen schon in einem nur wenige Seiten umsaffende» Abschnitte finden wie muß e» La mit dem ganzen Buche bestellt sein! Bon den Plagiaten, die Herr Grätz in diesem einen Abschnitt! an mir begangen hat. habe ich bereit» oben gesprochen; allein Herr Gr. hat sich hiermit nicht begnügt, sondern noch an andern Orten meine Regesten ausgeschrieben, wenngleich nicht immer richtig zn benntzcii verstanden. So z. B. S. 108 Anm. 1 und 2 (wo VI statt IV zu lesen ist) vrgl. Regesten S. 5 und 6 (wobei zn bruierken ist. daß die berrrssende Urkniite bei Kurz gar nicht steh,, und daß der Brief bei Peter de Binci». wie ich in meinem Buche angegeben, von den meisten Historikeril n»d .1 ד:d1 von Wagner in seiner deiikscheu NcchtSgeschichle §. 272 Eonrad IV. und «ich, Friedrich II. brigelegt wird): S. 10!» Anm. 1 vrgl. Reg L. 6-, S. 121 Anm. 1 vrgl. Reg. S. 7; S. 186 Anm. l vrgl. Reg. C. 9; T. 198 Anm. 2—5 und S. 199 Am». 1—2 vrgl. Reg. S. 9—11 (Gemeiner'» Ehronik hat Herr Gr. früher gar nicht geka»״». wie ich Reg S. 3 Nr. 16 »achgewicicn habe); S. 282 und 284 Anm. 2 vrgl. »ieiu Emck habacha Anm. 181; S. 378 Anm. 2 vrgl. Reg. S. 41 Nr. 112 <Gr. kennt übrigen» Len Abdruck von Krieg!'» Arbeit in, Israeliten gar nicht, sonst hätte er ihn zu S. 3115 Vlimi. 2 hcranzicheii müssen, da der Inhalt iener Anmerknng daraus wesentlich ergänzt und berichtigt wird; aber hier war rin Plagiat von mir nickt möglich)-. L. 397 Ai,»,. 3 und 4 vrgl. mein Emck. Hab.! Amu. 207: S. 398 s. nebst den Anmerkungen vrgl. Emck Hab. a. a. O. | Reg. S. 128 Nr. 194 und S. 129 Nr. 196 und Be» Ehananja 1862. I 348 (woran» auch zu ersehen ist, daß Gr. in seiner Flüchtigkeit nicht j einmal de» Titel de» Buche» von Kchrbcrgrr richtig angegeben hat); 1 ä 403 Anm. vrgl. Emck üab. S. 187, wo ich zuerst auf Matteo Dil׳ lanis Bericht über die Zutcuverfolzung in Polen aufmerksam gemacht habe: S. 523 in dem Drucksehlerverzcichniß zu S. 282 vrgl. Emck bab. S. 181 und noch an vielen andern Stellen, die ich hier übergehe» .!rill. Seine Leicht,'ertigkeit und sein verweefliche» Bersahre» zeigt sich j aber auch an den Stelle», wo er. weil er nicht umhin konnte, mich ansü!>.׳l, was iudcß in der Regel nur geschieht, wenn er entweder die von mir bcigebrachtc Quellr nicht verstand oder einen Tadel gegen mich aussprrchen zu können vermeint. Ob er dazu Veranlassung hatte, wird fick gleich zeigen. S. 360 zitirt er. nachdem 'er in Betreff der Juden- Verfolgung zu Deckendcrs mcinr Reg. S. 121 Nr. 136 abgeschrirben Leipzig, Lommlssion,-Verlag von Frank wa-ner. Lzegedin, Arldliverlag der Nrdakllo» /orlsrtzimg in der Lcilage. Druck von Sigmund Burger in Szrgedin. Hierzu ein Viertelbogen Beilage. "Mg