Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 23 (4.6.1863)
- Date
- 1863-06-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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389 390 meint,, in Jerusalem zuzussießen haben, nicht gellen lassen will, find kir armen Pilger dem elentesten Hunger preisgegebeo. Wie wir ver. nehmen, wird oben erwähuier Brief an alle Gemeinden Ungarn» ab» gehen und wünschen wir schon im Interesse nnserer ungarisch-österrei, chischen GlaubenSbrüder einen Anschluß sämmtlicher Geineinden Ungarn» a, obig erwähnte, und nicht an jene übrigen Gemeinden der h. Stadt. — lieber unsere Schulverhaltniffe in unserem nächsten Berichte. t Ada (im BäcS-Bodroger Comita») im Mai. Unser Ort. der früher ein obskure« Dorf und seit 1636 ein obskurer priv. Markt, flecken ist, dürsie vielleicht in nicht gar seruer Zukunft in ungarisch, jütischen Kreisen eine gewisse Berühmtheit erlangen. Unser Rabbiner Weber geht nämlich mir dem Plan, um. hier eine chaßidäifche Heilavstalt zu gründen, und in derselben al» Arzt und Apotheker zu wirken. Mau muß Hrrrn W. da« Zeugniß geben, daß er sich seit Jahren aus diesen Beruf vorbereitet. Bor den hohe» Festen verläßt der fromme Hine in der Regel seine hiesige Herde, um nach Sandte in Galiziru zu gehen, und daselbst die chaßidäifche Magic zu studircn. Ob er. wie behauptet wird, die Absicht habe, in der hiesigen Gemeinde und in den anderen Gern. s. Sprengel« chaßidäische Schächter und Kantoren anstelle» zu laffen, weiß ich nicht. So viel ist gewiß, daß seinem Fanatismus fast in jedem Jahre ein oder mehrere Schächter zum Opfer füllen. Lcr kurzem traf diese» Karte Geschick einen würdigen, allgemciu geachteten frommen Familienvater, Ein witziger Lehrer machte hieraus folgende» Epigramm:?KOn מה העביר את ד- ־והט. דבר : האם מצא בץ אתה כמלאך הנדת קצף ושהם השוחט :- H0M0NMI, 19. Mai. Wenn e« in dem Berichte von hier (Nr. 20 de« B. CH.) heißt: ״hier fei der Zwiespalt im Schoße der Kadischa ausgebrochea", so brauchen wir zur Widerlegung nur aus Ult. 28 vom v. Jahrgang» 1862 drS ״Magyar Izraelita“ hinzuweise», wo von einem Kampfe erzählt wird, den dieselbe Partei unter demselben liebenswürdige» Führer gegen die Schule aussocht; — brauchen nur daran zu erinnern, wie vor acht Jahren derselbe Parteiführer, als der Befehl zur Gründung einer Schulr hcrabgclangtr, in den Verzweiflung«- rus aiiSbrach: ״lieber einen solchen Befehl braucht, man ,.korca" zu lein!" um zu zeigen, wie andaiiernd dieser Kamps gegen die Ordnung a.'lührt wird, nur daß er jedes Mal ein»» andern Anlaß zum Aus» bruche wählt. Wenn jener Bericht ferner sagt, die CH. K. habe rS da« hin gebracht, daß sich ihr die Gemüthcr cntsremdeten. so löuncn wir nur bedauern, daß er sich hier einer Kürze, würdig des Orakel« der Pvlhia bcsteißt, und das ״Warum?" so unbeleuchtet läßt. Wird etwa das der CH. K. als Schuld angerechnet, daß sie jede« Jahr dem Bor- Ilaude mehr Lciin 100 fl ö. W. zn wohlthätigem Zwecke zufließc» läßt? — oder daß sie vor mehreren Jahren nrea 160 st. ö. W. zn Gemcipdebauten verabsolgle? oder daß sie keine so große» Erpressungen vornimmt, wie bei derartigen Bereinrn dieser Gegend gang und gäbe sind? — Wen» feruer der Korrespondent die Zahl der Mitglieder auf 130 ichätzt, so ist dies zwar nicht ganz der Wahr hei, gemäß, aber auch nicht sehr übcririeben, denn rin Theil derselben wurde, wie dies einst auf der englischen Marine geschah, förmlich ״gepreßt", im Allgemeinen aber nxaren keine andern Erfordernisse zur Ausnahme nölhig. als da« u:äunliche Geschlecht, die jütische Religion und 2'/! Gulden Einlage. Hält uiau die« der Abstimmung und dem 100 st. ö. W. betragenden Auf« »ahmSprei« der CH. K. entgegen, so muß man gestehen, daß man der untern Schichte der Gemeind,glieder keinen anlockeruden Köter bieten lcuntr. weshalb auch all diejenigen, die ״wohlfeil, Ehrelieben, nicht ermangelten, diese günstige Gelegenheii zu ergreifen und zur neuen «ahne zu schwörrn. Wer aber in di, Verhältnisse uuserer Gemeinde nur ״nizermaßen eingeweiht ist. muß wohl wissen, daß diese- Clement bei in nicht geringem Grade verlreleu sei. Wenn ferner der Bericht!! fortfähr«: ״die meist znr bemüteltea Classe gehören-, so heißt die» der Wahrheit Hohn gesprochen. Nicht alob wir ״Gevatter Schaeiorr und Schuster" nicht gehörig z» würdigen wüßten; im Gegentheil sind wir geneigt, d«u HandwerkSstand in vielen Beziehungen über den Handel«- stand zu setzen; da wir aber wissen, daß der größere Theil dieser Hand« werker da» Schulgeld von seinen Kindern zu zahlen nicht im Staude ist, uud daß die reiche Führerfamilie eingerrchue«, kaum der vierte Theil von 130 zu den einigermaßen Bemittelten gehören, so können wir jene» ״meist" nur al» Unwahrheit bezeichnen und darauf Hinweisen, daß die alte CH. K. all,» in sich faßt, wa« unser» Gemeinde au Intrlligenz und Bildung ausznweisen hat. Wa« endlich die angeregte״ ״Skandale" betrifft, so finden wir nur einen einzigen Anlaß, dieselbe» mit dieser Bewegung in Beziehung zn bringen, nämlich den, daß nichtlichcrweise Schtmpswcrte an die Wände yeschriebrn wurden. die den Schreiber mehr brandmarken, al« den Betreffenden. Diese« gemeine Bubenstück fand aber leider ein würdige« Seitenstück in den anonymen Briefen, die den Interessen einiger OrdnungSsreunde zu schaden berechnet waren. ES find dies traurige Uebelstände, die besser verschwiegen sein sollten, die aber auch gewissen Unruhstiftern zur Warnung diene» können, an des Dichter- Worte mahnend: ״ . . doch da« schrecklichste der Schrecken ,st der Mensch in seinem Wahn". Doch kekren wir zn dem Hauptirrthum, de« R-Correspondenken zurück. Ec behauptet, ״die Parteien hätten sich geeinigt, ,in SchicdSgr. richt von 5 Mitgliedern zu ernennen." Wie aus dem Protokolle des hiesigen GemciiidevorstaudeS nachgewiesen werden kann, war hier von kciucui Ausgleiche der Parteien die Rete, sondern der Vorstand hat für nölhig erachtet, um seinen Entschlüssen mehr Autorität zu verschaffen und uötkigensallS auch die Statuten der CH. K. einer Revision unterziehen zu können, sich durch drei Rabbiner zu ergänzen, welchen später aus Ansucheu der Anführer« dieser Bewegung der Rabbiner zu Püc«- Ujfalu bcigcsügt wurde. Wie kam jedoch der R-Korrespondent dazu, die Zahl derselben aus 5 zu erhöhen? Die« kann Niemand wnndern, daß unter >0 vielen salschc« Angaben auch »in Jrrthum seinen Platz findet, um da« Ganze würdig zu krönen. Nachdem wir nun dieses Lügengewebe zerrisse» haben, wollen wir die wirkliche Vcranlassiing dieses Zwiespaltes, der gegenwärtig vorherrscht, in Betracht ziehen. Die hiesige CH. K. läßt ihre» Statuten gemäß über die Ausnahme eines Mitgliedes abstimmcn, und so kam es daß vor Jahre» zwei Glieder einer reichen Familie, welche hier als Vertreterin der Orlhodorie sich grrirt, durchfielcn. Wir wollen krineSwegS behaupten, daß dies, Zurückweisung an ihrem Platze war, be« sonder« einem der beiden gegenüber, der da« Muster eine« ruhigen GrmeuideglicteS ist; wir können aber auch nicht die Bemerkung unter« drücken, daß sie sich diesen Mangel an Sympathie selbst zuzuschrciben haben. Der Führer und di, jüngcrn Glieder dieser Familie, welche letz, irre trotz ihrer natürlichen Anlagen und ihrer Halden Bildung von einem polnische» Melamrd zum Zelotismu« verleitet wurden, wollen im Ge« fühle ihrer pluronischen Vorzüge sich eine gewisse Suprematie anmaßen. um die Gemeinte dem Chassidismus juziisührru, und kämpfen nnablässig gegen Schule und Fortschritt, gegen Ordnung und Frieden. So liefern sie aber auch den Beweis, daß sie. trotz de« Glanze«, den ein Glied ihrer Familie durch seine bizur Schwärmerei getriebene, aber wahrhaft bewundernSwerthe Frömmigkeit und durch seinen. eine« Heiligen würdige» Tod auf sie zu werfen geeignet war, auf dem Pfade der Ehre den Krebsgang gehen, und während dir vier hier wohnhafte» jütische» Doktoren al» Eyreumilglieder der CH. K. ihren Platz würdig aussülleu, wurdttt. wie beieiis gesagt, die Verfechter der Reaktion iu ihrer dieSfälligen Ehrsucht verletzt. Au« Rache wosten dieselben nu» einen neuen Bezräbniß Verein bilden, und ohne noch eine behördliche Ccnceffio» oder sanklionirle Statuten zu besitzen, habe» sie bereit« Bahre