Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 23 (4.6.1863)
- Date
- 1863-06-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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387 388 10, 20, 30 st. unterstützt, ja einige sogar iu Verpflegung genommen. Fortsahrrnd ia der sich gestellten Ausgabe ha« Herr Karl Ludwig Posuer auch jetzt der kou. Stildien-Oberdirectioll für dro Pest-Osuer Distrikt zu glrichrw Zwecke 20 Stück kais. Dnkatrn und eine namhafte Menge van Schreibmaterialien zur Verfügung gestellt, mit welchen zu Folge Erlasses LeS kön. ungl. Stattbaltcreirathe» vom 30. April l. Z. . Zahl 31,875. di, in Nugarn bcstchrnten 5 k. Sludien-Oberdirectionen behusS Verthcilung an arme Schulkinder ohne RrligionSiintcrschied gleichmäßig l-etheiligt und mir für de» Preßburgrr kön. Studiendistrikt 4 Stück kais. Dukaten, 2 Rieß Schreibbücheln, lRieß feinere Schreibbüchein. I Rieß ganz feine Schrcibbüchcr. 3 Gros Siahlsedern. 2 Schachteln Federstiele, 2 Schachtel» Bleistifte und 25 Stück Fleißprämieu zugeinittrlt worden sind. Zch halte es demnach für meine Pflicht, dem edlen und menschensreundliche» Wohlkhäicr im Nanien der arnien und seiner pairioiiichen Opfer auf dem Altäre des Unterrichts »nd der Erziehung »heil« hastig gewordciien Schüler meinen wärmsten Dank öffentlich aiiszusprechen. Möge der edle Mcnschciisrciind iu drin eigenen Bewußtsein, in der Ancrleiiiiiiiig seiner Mitbürger de» wohlverdienten Lohn, und sein cdleS anciscrndeS Streben gleichgesinnte hochherzige Nachahmer finden! — Preßburg, 20. Mai 18t;3. Jos. f Barton. Ab,, k. Rath 11. Studien- Oberdirektor. Krofnvcirdcin, 2-1. Mai. Jeder Unparteiische stimmt darin überein, die lonscsücncllcn Schulen — und uns-.re Elcmcntarschnlcii find solche — möge», und»schadet drS AnssichlSrechteS des Staa»!es, durch Organe der eigenen Kouscssio» beausfichtigt werden. Die zunächst Berufenen wäre» wohl nufere Rabbinen. Nun ist cs aber Thalfache, daß der allerlleinste Brnchtbeil dieser Herren in Ungarn durch pä» tagognch-didaklische Vorbildung hierzu befähigt ist. abgesehen davon, das! eine ziemlich große Anzahl Rabbinen attS Die 1 er und jener Ursache Feinde d. Schule sind, und auch gar lei» Hehl auS dieser ihrer Gcfiuuung machen. — Das Institut der weltlichen Schnlanssehcr half auch nicht viel, da man zu diesem wichtigen Ehreilamtc in der Regel Männer wählte, die leider weder Berständniß noch Takt genug besaßen, >!»> mit Erfolg zn wirke», nur daher auch ihre Impotenz crkeniicnd. ihre Posten bald verließe». — In de» abgelanfencii zwei Jahren schüttete man das Kind mii dem Bade aus. und löste eine große Anzahl Schulen aus. die man n»n wieder htrziistklle״ bcuiüht ist. »achdei» auch die Beschränktcu einsehen, daß selbst eine »lilielmäßige Schule »och iuimer erfolgreicher wirke und weniger koste, als Ehadarim, Winkclschulcn lind Hansnnlerricht. Aber ei» solches »llfinnigeS Erperimeiitiren mit der Volksschule, die bald aufgelöst, bald wieder hcrgcstellt, wo bald der ganze Lehrlörper. bald einzelne Lehrer ..wcgprozeffirt" werde», schadet vor Allem der Gemciudc und deren Jugend, und stellt dem moralischen und iutelicktnellcui Slandpnukte vieler u»serer Gemeinden ein arges Teafimuuium p:1upertatis aus. Um solchen Uebelständen für die Zukunft vorzubeuge״, erging iinii dieser Tage von Zeiten der h. kandesbekörde an die größei» Gemcindcii unseres Vaterlandes die Anfrage, ob dieselben geneigt wären, auf eigene Kosten Distrikrsinspektoren israelitischer Konfession anznstrllen, wodurch eine spezifisch-jüdische Schulausflcht hcrgcstellt wäre. Wir wissen natürlich nicht, wie dir Antworten auSsallcn werden; aber so viel läßt sich schon henir Voraussagen, der Kostenpunkt wird so manche Gemeinde zurückschrecke». Vielleicht bringt die dcmnächfl nach Pest einzuberusende Verlraucnskommiff.vn Ordnung in diese Angelegenheit. Der rühmlichst bekannte medizinische Schriftsteller Hr. Dr. Moriz Roseuthal von hier wurde zum Dozenten an der Wiener Hochschule ernannt. Der hiesige Insasse Jakob Perener erhielt dieser Tage durch den Bischof v. SzüniSzlü von der päpstlichen Euric eine Medaille und j »in Patent, das ihm lebenslänglich 24 kr pr. Lag zuficherl, für seine Tapferkeit und Bravour, die er während seiner Dienstzeit ia der päpK« licheo Armee bewiese». Audem Zemplkner Komitate, im Mai. Der Kampf de- Ehaßidismus mit dem rabbiuischeu Judenthum hat bei un« dermale» eine so ernst, Physiognomie angeiiommen, daß von demselben Notiz z« nehmen, schon im Jiitereff, der ungarisch.jüdischen Geschichte liegt. 90,11» auch di, Zäh! terjeiiigeo, die bei »nsepbardisch beteu, gering ist. so muß doch im Ganzen »nd Großen angenommen werden, daß der Ehoßidismus rn der Neuzeit riesenhafte Fortschritte gemacht ünd da« orthodorr Judntbum bei »ns Gefahr läuft, von ״Slramel* und »Bekeschel" verschlungen zu werden. Schon im vorigen Jahre erlebten wir ia anscrcr Gemeinde Ujhely dainlcreffante Schauspiel, die Parteien fich schroff gegenüber stehen zn sehen. wo jedoch nur «inscre Ehaßidäer fich rühmen können, einig zn sein, während di, Nichtchassidim wie ein schwankendes Rohr bald her bald hin sich werfen lassen. In diesem Jahre wiederholen sich in S. a. Ujhely ähnliche Reibungen, und halten diesmal unsere Anfgckläriei, zu den Ehaffidim. Was Parleikämpse im Stande find, beweist, um rirren Fall an« der Neuzeit anzus,'ihren, die VorstandSkriflS iu S. A. Ujhely. Obwohl das gegenwärtige Regime in der konstitutionellen Periode an die Spitze der Geiiicinte gestellt ward, hielt rS dennoch, »achtem der erste Dorsteher. Herr P.... milileewcile abgetreten war. eine Fraktion in der <Sciiicinde für geboten, »m eine neue Wahl höheren Ortes ciiizuschrrlte». Die am 13. d- M. zn diesem Beliufe abgchalt.uc Gcuieiiidcversamm- Iimg unter dem Präfidium des EeutralstuhlrichterS von Kiff machte uns denn sowohl mit der Eingabe jener 50, a» deren Spitze der Führer der Ehass.rini und die Mehrzahl der sogenauntrn Gcbiltctc» steht, bekann!, als auch mit der des gegeuwärtigen Vorstandes, der wohl abzuirrten geneigt ist. doch einen »lehrwöcheutlichcn Termin zn dickem Wahlalte im Interesse der Gemeinde erbat. DaS Bciichmcn dcS EentralstuhlrichrerS v. Kiff verdient »m so mehr öffeutlichc Ancrkcuuung, als derselbe in seiner ErössiiungSrede anScinandrrsctztc, wie er keineswegs . gekommen fei, die Ante 11 omi e der Gemeinde, dir ihm als Magyaren und Proiestaiiten glcich hochstehe, anzntastcn. wie cS vielmehr sein sehnlichstrr Wunsch sei, daß die vcrschicdciien Fraktionen der Gemeinde fich vereinigen und einen solche» Vorstand wähle» refp. teil gegenwärtig e» bestätigen, der ihr ganzes Vertraue» besitze. Eine geistreiche Sliinnie aus der Versamuilung, die nun einm ai sich zu der Auloiiomic unserer Protestaiilen nicht erheben kan», wost «e fich jedoch mit einem solchen liberalen Vorgehen nicht zufrieden gebe:! und verlangte nichtSweiiiger, als Einsetzung eines LoestandcS »litlelfl Siuhlrichirramtes, da solches, wie er sich ausdrückte, vor dem Jahre 1818 so üblich in der Gemcindr S. A. Uihcly gcweseu. Die Sachlage end.gte einstweilen mit der Berfch'-Hung der VorstantSwahl um t4 Tage und sind wir aus den AnSgang umso mrhr grspannt, da mitilcnveilc der Erntralstuhlrichtn v. Kiff zum Brisitzer de« KoinitatSgerichtcS avancirte. Ob in Folge dieser Niederlage oder au- Muthwillen. genug einer unserer Ehaßitäer, der fich rühmt, unsereiu würdige״ Oberrabbiuek noch lein Scholcm al.chem gegeben z» haben, benützte eitlen Moment in der Mikvah, diesen würdigen Kämpen gegru Chassidismus und Unglauben zu bclcidigrn: ein Vorfall, der in den besseren Kreisen mit Entrüstung autgeiiommro wurde. Ein soeben von der ung.-mähr.-böhm.-österr. israelitischen Gem.inde in Jerusalem dahier eingelangter Brief aus der heiligen Stadt schildert dir traurige Lagr unsrrrr ungarisch - österreichischrn Glauben»- brüdn daselbst. Da ein heiliger Rebd« in Polen, wir es scheint der io Szünz, drn Beschluß der Abonycr Bersanimlung, wonach sämmtliche ' von Oesterreich adgehrudr L3 ^!?2 Gelder, mit Ausnahme '/» les Betrages, der vor Kurzem grgründrtc» ungarisch österreichischell G e-