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Der Israelit · 1903-04-02 · Heft 26 (2.4.1903) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 26 (2.4.1903)
Date
1903-04-02
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Ein werterer großer Vorzug der Rosenthalerschen Fibel ist der geradezu „künstlerische Bilderschmuck/ der z. T. der rühmlichst bekannten Schreib- Lesefiöel von Bangert entlehnt ist. Aber auch manche der bekannten Oppenheim'schen Bilder und einige Originalzeichnungen haben Aufnahme gefunden, was von den Lehrern besonders freudig begrüßt werden dürste. Denn durch diese Illustrationen (Freitagabend, Habdoloh, Chanukah, die Feste) ist ihnen Gelegenheit geboten, entsprechende religiöse Belehrungen an musterhaftes Anschauungsmaterial anzuschließen. Da ferner die Typen groß und schön sind und die ganze Ausstattung der trefflichen Einrichtung der Fibel entspricht, kann dieselbe allen Lehrern auf's Wärmste zur Einführung empfohlen werden. —st— ZeitttÄgsrrschrichLen u»s Eorresporrderrzerr. Deutschland. . Hannover, 31. März. Der „Verein ehemaliger Religionsschülerinnen der Synagogen-Gemeinde Hannover" (Vorsitzende Frau Landrabbiner Dr. Gronemann), versendet soeben seinen Rechenschaftsbericht für die Jahre 1899 bis 1902. Der Verein, der vor ca. 13 Jahren in's Leben trat, um die Verbindung unter den Schülerinnen auch noch nach Ablauf der Schulzeit aufrecht zu erhalten, und die während derselben empfangenen Lehren in gemeinsamen Liebeswerken zu bethätigen, hat mit seinen geringen Mitteln eine überaus segensreiche Thätigkeit entwickelt. Er hat mehreren armen, . schulpflichtigen Mädchen, denen es aus Mangel an einer outen und auf jüdisch-religiöser Basis beruhenden Erziehung fehlt, zu einer solchen verholfen, und ihnen dadurch die Wege zu einer späteren Existenz- Begründung geebnet. Besonders aber hat der Verein seine Fürsorge den zu Haufe unbeaufsichtigten Schülerinnen der mit der Bildungs-Anstalt für jüd. Lehrer verbundenen Uebungsschule zugewandt. Die Kinder, z. Zt. etwa 30, wurden an drei Nachmittagen der Woche in einem zu diesem Zwecke von dem Herrn Seminar- Direktor zur Verfügung gestellten Schulzimmer mit Milch und Brödchen erfrischt, bei den Schularbeiten beaufsichtigt und nach Erledigung derselben zu fröhlichem Spiel angeleitet. Der Erfolg dieser Beaufsichtigung ist denn erfreulicher Weise auch nicht ausgeb'liebcn. Die Leistungen der Kinder in der Schule sind bessere und ihr Betragen, wie von den Lehrern hervorgehoben wird, gesitteter geworden. Seit Jahren wurden außerdem während der Sommer-Ferien mit denjenigen Kindern, die nicht nach außerhalb in die Ferien-Kolonien gesandt waren, täglich Ausflüge gemacht, und mit ihnen, nachdem sie Milch und Gebäck erhalten hatten, im Freien gespielt. v Ferner fanden alljährlich am Chanukka Kiz 'este statt, an welchen, ohne daß der geringste chied zwischen arm und'reich aufkäm, Kinder aus» Kreisen der Gemeinde theilnahmen. Eine so erst liche Thätigkeit hätte der Verein indessen nicht chließlich mit Hülfe der geringen Mitglieder-Bei erzielen können, und so veranstaltet der Vorstand lich oder alle zwei Jahre, Konzerte zum Besten I Bestrebungen, die stets einen ziemlich erheblichen 11 schuß ergaben. In diesem Jahre fand eine solche anstaltung am Sonntag, 16. März, statt, und hat! eines großen Zuspruches zu erfreuen. Es verdien sonders hervorgehoben zu werden, daß bis auf i humoristischen Vortrag, den Herr Regisseur St^ das beliebte Mitglied des Residenz-Theaters, üj benswürdigster Welse übernommen hatte, die gej lichen, musikalischen Und choreographischen j sührungen ausschließlich von Mitgliedern und Fij den des Vereins ausg'eführt wurden und wohlvev ten, reichen Beifall fanden. Me 'wir hören, , istpecuniäre Erfcklg auch dieses Mal ein recht erfreuh und, wird den Verein für einige Zeit wieder in> Stand setzen, auf den betretenen Bahnen tapfer foi schreiten.. : H Zabrze O.-S., 30. März. Ein herrliches! war am Sonntag, den 22. März, unserer Gemein^ feiern beschieden. An diesem Tage konnte Frau H P o l l a k, die Gattin des HLer. in den weitesten t sen bekannten Vorstehers unserer Gemeinde, au! Vierteljahrhundert gedeihlicher und ersprießi Thätigkeit als Vorsteherin des „Jüdischen Frauei eins" zurückblicken. Die große Anerkennung, die allseits entgegengebracht wurde, kam in zahln Ehrungen' zum Ausdruck. Zahllose Blumenspe und Glückwünsche aus Rah und Fern zeugten vor Beliebtheit, deren sich die Jubilarin erfreute. Gipfelpunkt der Feier bildete das Festessen, welche Mitglieder des „Frauenvereins" und zahlreiche El gäste im festlich geschmückten Saale vereinte, j Rabbiner Dr. Kaatz hielt an die Jubilarin eine spräche, in welcher sie die hohen Verdienste feierte, ii diese sich um die Pflege der jüdischen WohlthLti erworben. Als die herrlichen Worte der Rednerin, i Darlegungen einen lebhaften Wiederhall in aller zen hervorriefen, und deren eindrucksvoller Wir sich Niemand entziehen konnte, verklungen waren, ten die übrigen Vorstandsdamen, um eine kunsl Adresse zu überreichen, deren Vorlesung durch! Elise Böhm erfolgte. Darauf erhob sich Frau Li um in ihrer bekannten, eindrucksvollen Weise die schienen zu begrüßen. Herr Rabbiner Dr. K> feierte sodann die Verdienste, die sich Herr und \ Pollack in der Gemeinde erworben. Von Seiten Gemeinde-Vorstandes überbrachte darauf Herr D z i g e r in einer wirkungsvollen Ansprache die E wünsche der Gemeinde. Der Vorsitzende des oberst

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