Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 11 (November 1859)
- Date
- 1859-11-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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S7V . Ueber agadische Literawr te. eitt desto größeres Gewicht legt und die sie mit Kraft und Geschick ausführt. Die Einheit Gottes wird bei jedem Anlasse hervorgehoben (S. 5, 8, 11, 13, 23, 32, 35, 56, 65, 84 u ü. ). Der Erkenntniß und Verehrung des Einzigen steht jede andere fromme Pflicht nach; selbst die Elternliebe nimmt den zweiten Platz ein (S. 23, nach der merkwürdigen Stelle in Seaes. rskka^—Die-^olemische Tendenz gegen das Heidenthum und die Abgötterei wird mit Schärfe hervorgekehrt und geht an manchen Stellen bis zur Bitterkeit (S. 5, 9 ff., 18, 91). Die Sage nimmt aber auch auf die Einwendungen und Geaengründe der Menschen Bedacht und veranlaßt kur^e-apologetische Religionsgespräche voll drastischer Kraft uno Wärme. S. 3 zeigt uns den jugendlichen Bekenner, wie er die Zweifel in seiner eigenen Brust bekämpft und stufenweise zur Erkenntniß Gottes sich erhebt. Die Ossenvarung wird ihm erst zu Theile, nachdem er durch eigenes^ Forschen sich im Glauben und in der Erkenntniß befestigt. S. 11 finden wir das bekannte Religionsgespräch zwischen Abraham und Nimrod. S. 56 werden die Gäste des Haines von Berseba im Glauben unterrichtet u. a. m. Die Gesetzgebung auf dem Sinai wird prophetisch vorausgeschaut (S. 23). Die Verbindlichkeit des Abrahamidischen Hauses zur Beobachtung der späteren Mosaischen Gesetze ist nach dem Midrasch etwas selbstverständliches.*) In Abrahams Hause wurde der Sabbat gefeiert (S. 82, Anmerk. 896, nach Heues, ^akda und Pseudo-Ionathan zu Genes. 24, 66), die weibliche Reinheit wird beobachtet (Anmerk. 403), das Pesachfest mit all feinen Gebräuchen begangen (S. 28) und selbst von der Handhabung der Speisegesetze findet sich eine Spur (S. 39, Anmerk. 400). Die priesterliche Würde und die damit verbundenen Verrichtungen werden als ein Erbtheil des Hauses Abrahams bezeichnet (S. 31, Anmerk. 304) und Ualki-eäek ist es, ver Abraham zuerst in dem Amte des Priesters belehrt (S. 3!> Anmerk. .302, nach venes. rabd. 44 und lanekmna). Die Unsterblichkeitslehre läßt sich an sicheren Zeugnissen verfolgen. Terach, der Vater Abrahams, der seinen Götzendienst bereut, hat Antheil an der ewiaen Seligkeit (S. 21, Anmerk. 177). Elieser, der treue Knecht, nachdem er sich durch die *) Absonderlich und grotesk komisch genug, sodaß, wenn ein Festtag auf Freitag fiel, Abraham auch daS Stücklein Fleisch oder Fisch vorher kochte, durch welches die rabbinische Finte die Erlaubniß, am Fest aus Sabbath zu kochen, heranSspintifirte! — O wie groß find oft die Talmndiftea und wie kindisch kleinlich oft der Talmud! — Abraham, diese erhabene Erscheinung und — LS.