Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 11 (November 1859)
- Date
- 1859-11-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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W Aebe? ogchdische Literatur «. zeigen Vff-jetzt an einzelnen hervorstechenden Zügen die Wege, wMe die Tradition einzuschlagen liebt, die Partien, welche vorwiegend berücksichtiget und die tieferen Absichten, du chp zihHrunde liegen. Denn das ist ja eyen das vorwiegende Verdienst ßtn?r auferbauenden Kritik, daß sie den inneren Kern aeistiger Achöpfungen subsumirt und indem sie in manchen Mcksy weiter geht, als der Verfasser selbst, das Verständniß Myer Aufgghe zu fördern sucht. Daß aber dem Midrasch Hne sofche tißfere Absicht zugesprochen werden müsse, kann yqch deyi Mschlnsse so bedeutender Vorarbeiten jetzt schwerliA .Mhr gelelMet w . . Wr sehen die Tradition ihre eignen Bahnen wandeln, da wo das Schriftwort sie völlig verläßt oder nur spärlich unterstützt. So wird Abrahams Geburt und Jugendgeschichte ch^ fallender Genauigkeit behandelt; der Uebergang aus dem Wqhy.e seiner Väter zur Gotterkenntniß knüpft sich an seMstan^ige Sagen. Die ganze Erscheinung Nimrods, ein seicher^ mit vielem Glücke aufgegriffener Stoss, steht fast mythisch tza,'Der Traum Nimrods (S. 18) gehört überdies emer secundären Midraschquelle, dem Buch ÜazaLejim-, an. Der Thurmbau ist ein geschickt angebrachter Anachronismus; die Reise nach Aegypten und dxr Aufenthalt dortselbst; der Krieg gegen die Könige, die Sündhaftigkeit Sodoms; die Besuche bei dem in der Wüste wohnenden Jsmael, die Pflanzung des Haines zu Ler8eka, die Opferung Jsaks u. a. tragen W .ein selbststäuhiges Gepräge. Andere Theile der Erzählung find' mit sichtlicher Kürze behandelt, so das Verhältnis zu I^ot, Hagars Verstoßung, die Fürbitte für Sodom, Saras Tod. In einigen anderen bleibt die Tradition dem Grundtexte ziemlich getreu und steht ihm fast wie eine freiere Exegese ergän- Md zO. S?ite; wir erinnern ap dfn Bund bei oen Thier- Midi? Tremm^ an die Erscheinung Got^ s?s nsch Siege, az^ dm Dialog über die Opferung Jsaks (S. W),.».nz^ßN Ankauf de? ZaMUengruft u. a. Die agadisch^ Mchdjchtung, da wo.sie sich auf selbstständigem Boden bewegt, ist zunächst eine Stamm- und Familiengeschichte. Genealogisches wird mir Vorliebe behandelt; über die Abkunft Saras/Hagars, der Frauen Jsmaels. und selbst AaLL-eäs^ Terachs, Eliesers u. A. erhalten w;r genau? Rachweisungen. Die Tendenz, die späteren Ansprüche Hf5 israelitischen Volkes auf Palästina nachzuweisen, ist nicht zu verkennen. Das Erbrecht und die Vorrechte der Erstaeborsisn find die Gegenstände häufiger Debatten und unauslöschtil^ Eifersucht. 47, 57, 6^ W.)