Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 11 (November 1859)
- Date
- 1859-11-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Ueber agabische Literatur n. schen Schriften keine ungenießbaren Quellen sind, denselben in der Bearbeitung der nabathäischen Schriften gebührend Rechnunq tragen wird und so wie Maimonides diese Schriften zur Aufklärung einiger mosaischen Gesetze benutzte, so werden diese noch weit mehr uns den Stoff zeigen, aus dem so manches talmudische Gebilde mit künstlicher Hand gewebt wurde. So wird z. B. das Neujahrsfest, das als solches nicht die mindeste mosaische Berechtigung hat, seinen ganzen Nimbus als Jahresanfang *) verlieren, wenn wir lesen, daß die alten Baby-- lonier zwei Neujahrsfeste hatten; der religiöse Jahresanfang wurde am 1. Risan gefeiert und ein anderes am 1. vssekii», von dem aber Ch. vermuthet, daß dieses Neujahr nur eine agronomische Bedeutung habe.- - Wenn nun auch im Talmud kein Hinweis auf die nabat. Schriften gegeben ist, so ist doch mehreremal der Name der Nabathäer, bald mit 2 bald mit 1 geschrieben, genannt. Wir zeigen diese Stellen nur an, weil diese vielleicht beitragen werden, diejenigen Völker bestimmt angeben zu können, i)is unter dem Begriffe „Nabathäer" zu resumiren sind, worin die Angaben noch schwanken/ Es sind solche: ° " ^erus. V. Latkra 8, 7. „ ^SäaiiiQ 1) 2; 8, 2. ' " ^, Lanti. 9 a. Mä. Lotiel. 8. 66«- Lab. Ladb. 8. 121^ Beizufügen ist noch ein Zitat von Ibn-Lsra bei Älotot Äbs. UiseKpatiiQ. , Frankfurt, im October 1859. R. - 63. Ueber agadische Literatur, mit besonderer Berücksichtigung des Buches: vr. B. Beer, Lebensgemälde biblischer Personen, nach Auffassung der jüdischen Sage. — Leben Abrahams :c. mit erläuternden Anmerkungen und Nachweisungen, Leipzig, Oskar Leiuer. 1859. (Besprochen von H. Zirndorf.) . / . - (Fortsetzung.) > , ^. ' Haben wir hier in fluchtigen Umrissen, den fast unabsehbaren Reichthum des Stoffes eben nur andeuten können, so *) Wir können hier dem Herrn Verfasser nicht beistimmen. Das ist eben das Wunderbare am Judenthum, daß es auch daS ursprünglich Fremdartige sich eigenartig machte und monotheisirte. Daß aber mit der Bußezeit ein ueu-r Lebensabschnitt, ein „Wendepunkt des IahreS" beginne, ist eine treffliche Idee und dem Judenthum ureigenthümlich. L. S.