Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 11 (November 1859)
- Date
- 1859-11-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Ueber da» Buch der Schöpfung. er sich selbst gleichsam verleugnend ^- die darzustellende Persönlichkeit bis in ihre feinsten Mancen uns vor die Augen führt. So bewährte Schiller seinen Dichterberuf gerade darin, daß er in den „Göttern Griechenlands" als griechischer Heü>e, in „Maria Stuart" als begeisterter Katholik erscheint. Wollen wir uns ein richtiges Urtheil über Schillert wirkliche Lebensanficht, über seine religiöse Ueberzeugung und Gesinnung bilden, so dürfen wir ihm nicht nachgehen auf dem Gebiete der Poesie/ sondern müssen ihn aufsuchen, wenn er auf dem Felde des Realen, Wirklichen sich bewegt. Hier boren wir den denkenden, eigentlichen Schiller. Zur Unterstützung dieser unserer Ansicht wird es genügen, wenn wir aus der akademischen Antrittsrede Schillert Was heißt und zu welchem Ende studirt man Universalgeschichte? eineStelle hierhersetzen, durch welche die erhobene Anklage bezüglich seiner Hinneigung zum heidnischen Eotterdienste in der schlagendsten Weise ihre Abweisung findet. Sie lautet folgendermaßen: Sie (dieUmversalgeschichte) heilt ynS von der übertriebenen Bewunderung des Alterthums, und von der kindischen Sehnsucht naS vergangen en Zeiten; und indem sie uns auf unsere eigenen Besitzungen aufmerksam macht, läßt sie uns die gepriesenen goldenen Zeiten Alezanders ond Augusts nicht zurückwünschen. Wiesbaden^ im November. Süskind. 6Z. Ueber das Buch der Schöpfung. (Lexker ^esira.) Das-bekannte, schon im 10. Jahrhundert kommentirte Buch äe?ira gebort, wie schon Zunz, der Veteran unsrer Literarhistoriker, bemerkt hat, nach Sprache und JdeenganH dein gaonischen Zeitalter an. Da nun aber schon im Talmud ein L. ^e-ira genannt ist, sy ist man zu der Annahme berech-