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Der israelitische Volkslehrer · 1859-10-01 · Heft 10 (Oktober 1859) · page 25

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 10 (Oktober 1859)
Date
1859-10-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Ueber agadische LiLeraLn? zc. A3 Immer noch entbehrt Abrahams Haus des edelstens Segens, und so sehen wir, im 5. Abschnitte, Sara selbst den Gatten mit der Sklavin Hagar vermälen. Hagar, welche zuvor die Freiheit erhielt, war nach dem Midrasch eine Tochter Pharao's, welche dieser der Sara schenkte, nm sie für die zugefügte Beleidigung schadlos zu halten. . Doch die Aegypterin war falschen Sinnes und vergalt die Güte ihrer Wohtthäterin mit Uebermuth und Geringschätzung. Jsmael wird geboren und später in den neugestifteten Bund des Abrahamidischen Hauses aufgenommen. . Der Besuch der Engel, die wiederholte Verheißung der Nachkommenschaft bildet oas reiche Thema des 6. Abschnitts. Die Gastfreundschaft des Stammvaters wird mit den lebhaftesten Zügen ausgemalt. Um den Untergang der sündigen Städte webt sich ein Kranz von düstern Sagen. Heiterer sind die Bilder des 7. Abschnittes: der Aufenthalt in Gerar und die Geburt Jsaks. Die himmlischen Schaaren selbst beschleunigen dies frohe Ereigniß und am!5. (nach Andern am ersten) Nisan wird das Haus des Patriarchen vurch die Geburt des theuren Sohnes beglückt. Ein allgemeines Heil scheint der Wolt aufgegangen und viele Leidende sollen sich dieses Tages nach Gottes Rathschlusfe freudig erinnern: Blinde erhielten das Augenlicht wieder, Tauve wurden hörend, Wahnwitzige freuten sich wieder des klaren Geistes und die Sonne selbst prangte im erhöhten Glänze. Frohe Feste wurden in Abrahams Hause gefeiert, und die Uebelwollenden und Kleingläubigen beschämte ein neues Wunder. Z)ie Verstoßung Hagars und Jsmaels— im 8. Abschnitte — wird durch den Muthwillen und die unbändige Gemütsart des Sohnes der Magd herbeigeführt.' Jndeß kann der Vater des Abwesenden nicht vergessen und zweimal besucht er den Sohn in weiter Ferne. Das Bündniß mit Abimelech— im 9. Abschnitt— erfreut sich nickt der Billigung des Herrn, und eine schwere Sühne für die Nachkommen wird daran geknüpft.*) Dagegen zeigt die *) Der öliärasek geht hier von der, die talmudische Richtung beherrschenden, separatistischen Anschauung aus. Der einfache Bibelsinn will gerade das Gegentheil sagen; es zeigt sich hier, wie in ver ganzen Geschichte Abrahams, die wohlthueude Erscheinung, daß der „hohe Vater/' ein Hülster seinen Kindern, bei der innigsten Anhänglichkeit für seinen GlaubenSberuf doch mit allen Menschen aufs herzlichste verkehrte, und Freundschaft und Friedensbund mit ihnen schloß.— In den vier Brunnen — Lsek, 8iwa, Keekodotk, Leersekeda „Streitbrunnen, Hinderungsbrunneu, Freiheitsbrunnen und Schwurbrunnen" — haben wir midraschistlsch — denn die ^saäa wie die Halaed?» sind nirgends abgeschlossen, und der bliärasca soll unsere Predigtweise nicht blos' reproducirend sondern productiv Oa-

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